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Ziemetshausen

15.07.2020

Die Technik für die Milch kommt aus Ziemetshausen

Begutachten eine Erhitzungsanlage für Frischmilch: Die beiden Ziemetshauser Prokuristen Christian Westing und Sven Illgner (rechts) zusammen mit Werkstattleiter Thomas Stockhausen (links).
Bild: Hans Bosch

Plus Asepto baut Verarbeitungsanlagen für Molkerei- und Lebensmittelindustrie. Warum der Firmensitz von Dinkelscherben nach Ziemetshausen verlegt wurde.

„Wichtigstes Material für unsere thermischen Erhitzungsanlagen und Wärmetauscher ist Edelstahl in höchster Qualität.“ Darauf besonders stolz sind die beiden Geschäftsführer und Prokuristen Sven IIlgner und Christian Westing der Asepto GmbH, die vor einem halben Jahr ihren Firmensitz von Dinkelscherben nach Ziemetshausen verlegt hat. Damit verbunden waren große Investitionen.

Ein Neubau für Produktion und Verwaltung wurde auf einem 5300 Quadratmeter großen Areal im östlichen Gewerbegebiet an der Boschstraße errichtet. Die Investition der 1000 Quadratmeter großen Werkhalle und die 450 Quadratmeter für Büro-, Lager- und Sanitärräume beträgt zwei Millionen Euro.

Keine Zukunft in Dinkelscherben

Die beiden Geschäftsleiter bereuen den Umzug in den Zusammarkt nicht: „Jetzt haben wir den notwendigen Platz für die Fertigung unserer Anlagen.“ Dankbar sind sie im Besonderen dem bisherigen Bürgermeister Anton Birle und seinem Marktrat, seien doch die Grundstücksverhandlungen reibungslos und schnell abgelaufen. In Dinkelscherben dagegen sahen sie keine Zukunft, der Platz war zu klein und es gab keine Erweiterungsmöglichkeit für die 1992 von Helmut Müller und Konrad Reichl gegründete Firma.

Die Technik für die Milch kommt aus Ziemetshausen

Auf Großmolkereien spezialisiert

Die derzeit in Ziemetshausen tätigen 14 Mitarbeiter – die Einstellung eines Auszubildenden als Anlagenmechaniker ist geplant – beschäftigen sich in erster Linie mit Erhitzungsanlagen und Wärmetauscher sowie Lagertanks und Mischsysteme für den Flüssig-Lebensmittelbereich. Spezialisiert hat sich Asepto im Besonderen auf Großmolkereien in Deutschland sowie dem angrenzenden europäischen Raum. Dieser Bereich umfasst inzwischen 70 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes von 15 Millionen Euro. Die restlichen 30 Prozent sind gleichartige Aufträge für Pharma-, Fruchtsaft- und Kosmetikunternehmen.

Aus Edelstahl sind die Anlagen, Rohre und Tanks, die von Asepto in Ziemetshausen gefertigt werden. Auf unserem Bild ein Verteilerknoten für Milch.
Bild: Hans Bosch

Wichtig ist den beiden Jungunternehmern die Bereitstellung individueller und innovativer sowie maßgeschneiderter Lösungen. „Es gibt bei uns keine echte Serienproduktion. Dafür sind die Auftragswünsche viel zu unterschiedlich.“ Zugute kommt ihnen ein inzwischen selbst ausgebildetes und erfahrenes Team aus Technologen, Ingenieuren und Monteuren, die sich von der Planung über Konstruktion, Fertigung und Montage vor Ort kümmern. Nach dem Einbau der Anlagen, die zumeist im Schichtbetrieb laufen, folgt ein umfassender Service, was besagt: „Wir bieten alles aus einer Hand.“ Asepto will für die Kunden also Partner sein, der alle Anlagen bereitstellt, die zur Weiterverarbeitung der Milch oder unterschiedlichster flüssiger Lebensmittel notwendig sind. Dies beginnt beim Abtanken der mittels Lkw ankommenden Produkte, deren Lagerung in Tanks und reicht vom Erhitzen, Pasteurisieren, Sterilisieren bis zum Mischen vor der Abfüllung in Becher, Dosen und Verpackungen.

Zur Ziemetshauser Asepto GmbH gehört außerdem ein Werk mit 13 Mitarbeitern im niedersächsischen Löningen (Kreis Cloppenburg). Es hat sich auf die Herstellung von Membran-Filtrationstechnologien spezialisiert, die gleichfalls in der Molkerei- und Flüssiglebensmittelindustrie gebraucht werden.

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