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Serie (4)

20.02.2012

Die Welt der Schmetterlinge

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4 Bilder

Begegnung mit „Seelenbildern“ in der Künstlerwerkstatt von Martina Frey

Egenhofen Man muss eine lange dunkle Teppe hinaufgehen und gelangt ins Licht, genauer gesagt in das Atelier von Matina Frey. Zuerst denkt man, es ist eine ganz normale Wohnung: eine Küche, ein Bad, ein gemütliches Wohnzimmer mit Blick in die Natur. Zwar dient die Küche durchaus fürs Kaffee- und Teekochen, doch hauptsächlich wird dort vorbereitet: Für einen Malkurs oder für die eigenen Bilder von Martina Frey. Momentan entdeckt die Künstlerin Wachs für ihre Werke. So ein angefangenes Gemälde liegt im eigentlichen Atelier von Martina Frey. Alles liegt auf dem großen Tisch bereit, um an diesem Bild weiter zu arbeiten, man muss nur den Pinsel nehmen und loslegen. Und doch vermittelt die Anordnung diverser Fläschchen und daneben die Farbpalette den Eindruck von Ruhe. Das in diesem Raum aber nicht immer Ruhe herrscht, wird einem klar, wenn man den Boden betrachtet. Eine feste Folie spannt sich über den gesamten Holzboden, übersäht mit Farbspritzern, die von Kursen der Seelen- und Ausdrucksmalerei erzählen. Insgesamt ist dieses Zimmer in Weiß gehalten, kalt, der erste Eindruck.

Dieses Weiß macht einen aber fröhlich und die beiden Bilder an der Wand von Martina Frey bewirken ein sofortiges „Wohlfühlen“. Ein anderer Raum dient als Aufbewahrungsort: Ein Regal nur mit Farben, Steine, Perlen, Federn. In jeder Ecke etwas Neues zu entdecken und zu hinterfragen. Auch gesammelte Schätze aus Studienreisen, die Martina Frey regelmäßig unternimmt, die auch in ihren Bildern verarbeitet werden.

Durch die ganze Künstlerwerkstatt zieht sich ein Thema wie ein roter Faden: Schmetterlinge. Gemalt oder getöpfert von Kindern oder von Martina Frey interpretiert. Sie flattern an den Wänden entlang und begleiten einen zu einem bestimmten Bild: Das erste Seelenbild, das Marina Frey gemalt hat. In diesem Bild erzählt die junge Frau von der Zeit, in der ihr es nicht gut ging und vom Aufbruch, das alte Leben hinter sich zu lassen und einen anderen Weg einzuschlagen. So spiegeln sich auch die Farben auf diesem Werk nieder: ganz unten, die Dunkelheit, das „nicht mehr weiterwissen“. Doch von den Seiten her dringt schon etwas das Feuer der Hoffnung und Heilung durch. In der Mitte entfacht sich ein Vulkan an warmen Farben und zeigt an, dass die Zeit des „Neuanfangs“ gekommen ist. Ganz oben ist das Zentrum des heutigen Seins von Martina Frey, in Form eines grünen Steins, ein Zeichen, dass sie in ihrer Mitte angelangt ist. (relo)

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