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Wallfahrt

28.01.2020

Die verrinnende Lebenszeit stets im Blick

Eine Sanduhr diente als Anschauungsobjekt, um auf Sinn und Hintergründe der Zeit einzugehen. Unser Bild zeigt Polizeiseelsorger Andreas Ihm bei seiner Ansprache in der Pfarrkirche Niederraunau.
Foto: Werner Glogger

Ökumenischer Gottesdienst in Niederraunau für die Beschäftigten der Polizeiinspektion Krumbach

Farbig beleuchtete Fenster in der Pfarrkirche „Heiligste Dreifaltigkeit“ in Niederraunau wiesen bereits von außen auf ein besonderes Ereignis hin und beim Betreten des Gotteshauses empfingen stimmungsvolle Lichteffekte den Besucher. In der Mitte des Altarraumes dominierte eine übergroße Sanduhr, im Hintergrund unüberhörbar das Ticken einer Uhr. Mit der jährlichen Sebastian-Wallfahrt wollte die Polizeiinspektion Krumbach in einem ökumenischen Gottesdienst auch heuer wieder einen besinnlichen Akzent zu ihrer täglichen verantwortungsvollen Arbeit setzen.

So füllten zahlreiche Polizeibeamte (ausnahmsweise nicht in Dienstkleidung), Mitarbeiter und weitere Besucher den Kirchenraum, um den Gottesdienst mitzufeiern. Ein Teil der Kolleginnen und Kollegen der Inspektion übernahm die Gestaltung mit Wort-, Musik- und Liedbeiträgen und stellte die Feierstunde unter das Motto „Meine Zeit steht in deinen Händen“. Gut gelaunt beschäftigten sich Kathy Albrecht und Martin Mayer eingangs mit der Sanduhr, „schau mal, man kann sie einfach umdrehen, da läuft die Zeit neu und wir haben unendlich viel Zeit“, so ihr erster Eindruck. Doch nach dem ersten Kontakt mit dem Handy kam die Erkenntnis, wie hektisch unser Leben abläuft. Erschrocken betrachten sie die Sanduhr und stellen fest „mit jedem Sandkorn verlieren wir ein Stück Zeit, ein Stück Leben, man müsste ihren Lauf verlangsamen können. Keinen Augenblick können wir festhalten, keinen Augenblick können wir zurückholen“.

In gleicher Weise ging Polizeiseelsorger Andreas Ihm auf die Sanduhr ein und bezeichnete sie als Symbol des Lebens. „Unsere Lebenszeit, nur einer kennt sie wirklich: Gott. Sie ist nicht einfach durch Zufall und Schicksal geprägt. Sie ist ein Geschenk aus Gottes Hand. Am Beispiel der astronomischen Uhr im französischen Straßburg sei abzulesen, dass unsere Lebenszeit verschiedene Phasen hat, wiederkehrende und einmalige, helle und dunkle. Schlicht und einfach zeige eine Armbanduhr die Gegenwart an, vielleicht ein Symbol dafür, daran zu denken, dass wir den gegenwärtigen Zeitpunkt nutzen sollen.

Während Trompete, Tuba, Gitarre und Keyboard den instrumentalen Beitrag leisteten, übernahm der Chor der Bediensteten der Inspektion die Liedbeiträge, in die auch die Besucher einstimmten. Erste Polizeihauptkommissarin und Leiterin der Polizeiinspektion, Susanne Höppler, fand am Ende lobende und dankbare Worte für alle Beteiligten. (wgl)

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