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Wattenweiler/Billenhausen

14.11.2019

Ein Feuerwerk der Blasmusik in Wattenweiler

Jubilare von links nach rechts beim Konzert der Musikvereine Billenhausen und Wattenweiler: Bezirksvorsitzender Franz Alstetter, Vorsitzender Andre Heininger Vorsitzende Karolin Merk, Harald Schnitzler, Regina Merk, Hans-Peter Hartmann, Georg Merk, Vorsitzende Petra Jeckle
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Jubilare von links nach rechts beim Konzert der Musikvereine Billenhausen und Wattenweiler: Bezirksvorsitzender Franz Alstetter, Vorsitzender Andre Heininger Vorsitzende Karolin Merk, Harald Schnitzler, Regina Merk, Hans-Peter Hartmann, Georg Merk, Vorsitzende Petra Jeckle
Bild: Jürgen Hofmann

Blaskapellen Billenhausen und Wattenweiler musizieren gemeinsam. Auch gab es außergewöhnliche Ehrungen.

Im neuen und herbstlich geschmückten Bürgerheim in Wattenweiler fand das gemeinsame Herbstkonzert der Blaskapellen Billenhausen und Wattenweiler statt.

Der Musikverein Billenhausen unter der Leitung von Günther Glogger spielte im ersten Teil in gewohnt akzentuierter und gefühlvoller Weise traditionell böhmisch-mährische Blasmusik. Der Abend begann mit dem sehr melodischen und eleganten Marsch „Priority“ von Martin Scharnagl. Danach begrüßten die Vorstände Andre Heininger und Jürgen Hofmann die Zuhörer im voll besetzten Saal.

Moderatorin Anne Remmele leitete charmant und kurzweilig durch das Programm. Für Polkakenner wurde „Der junge Egerländer“ von Timo Hieske präsentiert. Der Walzer „Sommernacht in Prag“ von Jaromir Vejvoda rundete den ersten Teil des Billenhauser Parts ab. Im zweiten Teil wurde das Thema Kinder musikalisch aufgenommen. Die beiden Solisten Fabian Maisch am Flügelhorn und Tim Ruf mit dem Tenorhorn brillierten im Stück „Zwei Lausbuben“ von Stephan Hutter mit einem exakt vorgetragenen Bravour-Solo in hohem Tempo bei absoluter Synchronität.

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Im Stück „Träume in die Zukunft“ von Kurt Gäble geht es um den Traum vom kleinen Glück. Kinder öffnen Herzen, zaubern Fröhlichkeit zurück. Als musikalischen Kontrast präsentierten die Billenhauser Musikanten „Herb Alpert Golden Hits“ arrangiert von Steve McMillan. Die Jedermann bekannten Swing-Klassiker wie Tijuana Taxi oder Spanish Flea zeigten auf erfrischende Weise, dass sich der „Schwabe“ & „Swing“ nicht grundsätzlich ausschließen. Nach den Dankesworten wurde mit der sehr melodischen Polka „Zurück zum Ursprung“ von dem jungen aus der Region stammenden Komponisten Alexander Stütz das Programm beendet. Lang anhaltender Applaus belohnte die Musiker für ihren Vortrag. Als Zugaben wurden die Klassiker „Südböhmische Polka“ und „Rosmarie“ von Ernst Mosch mit großer Spielfreude von den Billenhausern vorgetragen.

Der zweite Teil des Abends gehörte der konzertanten Blasmusik welche Dirigent Bernhard Preis und die Wattenweiler Musiker in virtuoser Weise dem Publikum präsentierten. „Mit der Kraft der Musik“ startete ein furioser Konzertauftakt. Dieses Stück hat der Komponist Markus Götz als Hommage an alle Hobbymusiker geschrieben. Vanessa Jeckle und Markus Merk führten als Moderatoren-Duo durchs Programm. Mit viel Humor und kleineren Wortgefechten unterhielten und informierten sie das Publikum.

ASM Bezirksvorsitzender Franz Alstetter begrüßte die Konzertteilnehmer, Ehrengäste und Musiker. Es war ihm eine große Freude, die anstehenden Ehrungen vornehmen zu dürfen. Für zehn Jahre aktives Musizieren wurde Regina Merk geehrt.

Danach erfolgten vier außergewöhnliche Auszeichnungen für 50 Jahre gelebte Tradition und Hingabe zum Wohle der Musik, für Hans-Peter Hartmann, Georg Merk, Hubert Metz und Harald Schnitzler. Hubert Metz konnte wegen Krankheit leider nicht anwesend sein. Mit Genesungswünschen wurde auch an seinen vorbildlichen Einsatz zum Wohl der Musik erinnert.

Das Stück „Schloss Orth“ aus der Feder von Fritz Neuböck beschreibt das Seeschloss Orth am Traunsee im Salzkammergut. Die Programmmusik forderte die Kapelle nicht nur instrumental sondern auch gesanglich. Im weiteren Teil wurde die gefühlvolle Ballade „Yorkshire Ballad“ von James Barnes in ihrer vollen Klangfülle vorgetragen. Mit der „Perger Polka“ von Kurt Gäble wurde dieser Konzertteil beendet.

Gekonnt gespieltes Posaunensolo

Moderatorin Vanessa Jeckle brillierte bei dem Stück „Matrimony“ von Gilbert O´Sullivan mit einem gekonnt gespielten Posaunensolo, bei welchem sie von weiteren Posaunisten in Gestalt der Vorstände Wolfgang Glogger aus Billenhausen und Karolin Merk aus Wattenweiler eingerahmt wurde.

Nach den Dankesworten von Vorstand Andre Heininger verabschiedeten sich die Musiker mit „So schön wie heut“ arrangiert von Heinz Briegel. Diese Zusammenstellung alter aber schöner Tonfilmschlager wurde mit einer großen Geste und einer tiefen Verneigung vor den 20-er und 30-er Jahren vom Musikverein Wattenweiler interpretiert. Nach einem begeisternden lang anhaltenden Applaus überraschten die Wattenweiler in ihrer Zugabe mit „Pfeif drauf“ von Haindling und verabschiedeten sich endgültig mit einem akustisch hörbar pfeifenden Augenzwinkern vom begeisterten Publikum. Bei diesem Konzertabend wurde die gesamte Bandbreite der heimischen Blasmusik und das Können der Musiker beider Kapellen eindrücklich aufgezeigt. (zg)

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