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Krumbach

24.02.2017

Ein doppelter Grund zum Feiern für Krumbach

Doppeljubiläum für das Staatliche Bauamt: Darüber freuen sich Behördenleiter Jens Ehmke, Bürgermeister Hubert Fischer, Landtagsabgeordneter Alfred Sauter und stellvertretender Behördenleiter Frieder Vogelsgesang (von links).
Bild: Peter Bauer

Das Staatliche Bauamt blickt auf seine Geschichte zurück. Welche Weichen 1997 und 2007 für Krumbach und den Landkreis gestellt wurden.

Grauer Himmel, kräftiger Wind, Graupelschauer: Auch das Wetter erinnerte am Freitag an ein besonderes Ereignis vor ziemlich genau zehn Jahren: Den Umzug des Straßenbauamtes von Neu-Ulm nach Krumbach, wo mit dem Staatlichen Bauamt (Straßenbauamt und Hochbauamt) eine neue, fusionierte Behörde entstand. Die damalige Behördenleiterin Angela Roßmann erinnert sich an den Umzugstag 2007, als die Möbelpacker „im Graupelschauer“ in Neu-Ulm die Umzugs-Lkw beluden.

Nicht nur in Sachen Wetter, auch politisch waren es stürmische Zeiten damals. 2003 war Ministerpräsident Edmund Stoiber ein bemerkenswerter Wahlsieg gelungen. Mit einer Zweidrittelmehrheit im Landtag im Rücken verkündete Stoiber eine umfangreiche Verwaltungsreform, von der auch Krumbach, Sitz vieler Behörden, betroffen war. Unter anderem wurde in Krumbach die Polizeidirektion aufgelöst, vom Wasserwirtschaftsamt blieb eine Servicestelle übrig. Für Landespolitiker wie den CSU-Abgeordneten Alfred Sauter war diese Zeit eine schwierige Gratwanderung. Zum einen mussten sie die Behördenreform der Staatsregierung loyal mittragen. Zum anderen galt es aber auch, negative Folgen von der heimischen Region abzuwenden. Es ist naheliegend, dass es dabei immer wieder auch zwischen den Landtagsabgeordneten zu Spannungen kam. Als 2004 dann klar war, dass – auch als Ausgleich für Verluste – in Krumbach mit dem Staatlichen Bauamt eine neue Behörde entstehen soll, bezeichneten alle politischen Akteure dies als Glücksfall. Zugleich waren hier und dort auch Zweifel zu hören, ob diese Behörde lange in Krumbach bleiben würde. Diese Zweifel sind längst verflogen, das Staatliche Bauamt mit seinen insgesamt 90 Mitarbeitern ist mit Arbeit „gut eingedeckt“, wie es Alfred Sauter bei der offiziellen Veranstaltung zum Jubiläum umschrieb. Denkbar ist es, so Sauter, dass in absehbarer Zeit in der Nähe des Bauamtes ein Neubau für die Staatliche Finanzkasse (derzeit in der Nordstraße untergebracht) entsteht.

Es war ein Doppeljubiläum, das am Freitag gefeiert wurde. Vor 20 Jahren war das Staatliche Hochbauamt in die Krumbacher Nordstraße verlegt worden. Seit 2014 sind die Bereiche Straßenbau und Hochbau in der Nattenhauser Straße in Krumbach zusammengefasst. Wie Behördenleiter Jens Ehmke und sein Stellvertreter Frieder Vogelsgesang erklärten, lag der Jahresetat des Amtes in den letzten Jahren bei rund 60 Millionen Euro.

Bürgermeister Hubert Fischer betonte, dass durch die Ansiedlung des Amtes der ländliche Raum gestärkt worden sei. Das Krumbacher Amt ist für die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm und Dillingen zuständig.

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