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Ellzee

20.07.2019

Ellzeer Blütenreichtum, der Bienen guttut

Die ganze Familie steht hinter dem Blühflächen-Projekt: Landwirt Franz Bissinger, Partnerin Sonja Zettler, die Kinder Jonas und Finn sowie Franz´ Eltern Helma und Josef.
Bild: Emil Neuhäusler

Wie aus der Idee des Ellzeer Landwirts Franz Bissinger ein großer Erfolg wurde.

Eine Idee von Landwirt Franz Bissinger aus Ellzee wurde zu einem Riesenerfolg: Rund zweieinhalb Hektar blühende Felder stehen in von Einzelpersonen, Familien und Unternehmen eingemieteten Parzellen östlich der B16 in voller Pracht. Gleichzeitig tun die Initiatoren Franz und Partnerin Sonja alles, um die Pächter oder Paten der Grünflächen in das Projekt einzubinden und sie an der Freude an dem wunderbar geschaffenen Stück Natur partizipieren zu lassen.

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Der Plan ist ein Produkt des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Franz und Sonja wollten den vielen Bürgern, die sich für den Schutz der Insekten ausgesprochen haben, die Möglichkeit geben, nach der Willenskundgebung per Unterschrift auch praktische Umwelthilfe zu leisten.

Ursprünglich bestand der Plan, etwa eine ein Hektar große Ackerfläche in eine blühende Bienenweide umzugestalten. Doch das Interesse vonseiten der Bevölkerung, Geld in ein bienenfreundliches Blumenwiesenstück und somit in eine ökologisch geprägte Zukunft zu investieren, war so groß, dass über zwei Hektar daraus geworden sind.

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74 Einzelpersonen, Familien und Unternehmen sind inzwischen Pate von Blühparzellen mit einer Größe von 100 bis 600 Quadratmetern, 47 haben 50 Quadratmeter auf einer Freifläche angepachtet.

Ein großes Anliegen ist den Initiatoren die Einbindung der Pächter oder Paten. Dazu haben sie sich einiges einfallen lassen. Auf einer übersichtlich gestalteten Infotafel können diese sofort ausmachen, in welcher der gut sichtbar ausgewiesenen Reihen ihre mit Namen versehene Parzelle zu finden ist. Zwischen den Reihen wurden Grünstreifen mit Picknickrecht angelegt. Der Mieter kann also hier die Frucht seiner Bemühungen zusammen mit Familie oder Freunden bestaunen und genießen. Die Blütenpracht ist überwältigend. Die Farben rot, blau, weiß und lila von Buchweizen, Phazelie, Klatschmohn, Kornblume und Serradella leuchten dem Betrachter entgegen und wenn Ende August/Anfang September das strahlende Gelb der Sonnenblumen hinzukommt, werden alle Pächter zu einem großen Blütenfest geladen.

Ein Gang durch die Blütenstreifen

Der Blütenreichtum hilft, das Überleben von Blütenbestäubern und vielen anderen Tierarten in der Feldflur zu sichern, hebt Franz Bissinger hervor. Dass dies nicht nur so dahergesagt ist, beweist ein Gang durch die Blütenstreifen. Es summt und brummt und krabbelt millionenfach. Durch die große Nachfrage im Frühling wurde im Mai noch ein weiteres Feld mit der Blühmischung angelegt. Da diese Blühwiese aufwächst, teilweise schon blüht und noch nicht alle Flächen vergeben sind, können auf dieser zweiten Fläche noch Parzellen beziehungsweise Freiflächen ergattert werden.

Eine Fläche von 100 Quadratmetern mit Parzellen- und Picknickrecht kostet 50 Euro pro Jahr, 50 Quadratmeter im Blühfeld 25 Euro. „Wer Interesse hat, soll sich sputen“, meint Bissinger, um noch in den Genuss der Sommer- und Herbstpflanzen zu kommen. Mit dem Verschenken von Parzellen, Picknickrecht und Zertifikaten schlage man zwei Fliegen auf einen Streich: Man habe ein sinnvolles und wertvolles Geschenk und fördere ein funktionierendes Ökosystem. Wer also dabei sein und eine Parzelle pachten oder verschenken möchte, kann sich unter der Telefonnummer 08283/8739008 oder der E-Mail-Adresse bestellung@bestes-fleisch.de bei den Bissingers melden.

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