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Thannhausen

22.02.2021

Eröffnung: So lief der erste Tag im neuen Kinderhaus in Thannhausen

Die ersten Kinder im „Kinderhaus Löwenzahn“ hatten viel Freude an ihrem ersten Tag in der neuen Einrichtung.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Plus Unter welchen Bedingungen das Kinderhaus Löwenzahn in Thannhausen startet und warum es mehr als ein Geheimtipp ist.

Immer wieder habe sie die Eltern vertrösten müssen, weil sich die Fertigstellung vom „Kinderhaus Löwenzahn“ verzögerte. Jetzt atme sie durch, die ersten Kinder seien da, erklärt Kinderhausleiterin Petra Fälschle am Eröffnungstag in Thannhausens dritter Kindertageseinrichtung. Der lief wegen Corona etwas anders als sonst.

Vier Kinder sind es an diesem Montagmorgen, aber das Kinderlachen ist bereits beim Betreten des Hauses zu hören. In der Eingangshalle steht ein witziges Begrüßungsplakat, die Glasscheiben im Büro der Leiterin zieren aufgeklebte Löwenzähne, die Garderobe ist erstmals belegt und ein Kind kommt bereits mit einer Erzieherin aus dem Gruppenraum in die Eingangshalle, die künftig auch Teil der Aufenthaltsmöglichkeiten der Kinder sein soll: Es gibt viele Indikatoren dafür, dass endlich Leben in das Kinderhaus einzieht.

Neue Kita in Thannhausen: Bald kommen fünf weitere Kinder dazu

Eine Woche nach diesem Eröffnungstag kommen fünf weitere Kinder ins Haus und damit ist die Maximalbelegung fast schon erreicht, denn wegen der noch laufenden Bauarbeiten ist das Haus von der Aufsichtsbehörde vorläufig nur für zehn Kinder zugelassen worden. Die vier Neuankömmlinge vom Eröffnungstag waren noch nie in einer Einrichtung für die Kinderbetreuung. Für sie ist alles noch ganz ungewohnt, weswegen die Eltern an diesem ersten Tag dableiben dürfen. Die Kinder, die in der nächsten Woche hinzukommen, wechseln von anderen Kindergärten in das neue Haus auf dem Schlossberg von Thannhausen.

Eröffnung des „Kinderhaus Löwenzahn“ im kleinen Kreis: Unser Foto zeigt (von links) Kinderhausleiterin Petra Fälschle, Daniel Freuding, Geschäftsführer beim BRK-Kreisverband Günzburg als Vertreter des Trägers der Einrichtung, und Bürgermeister Alois Held.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Im September des laufenden Jahres würden dann mindestens drei Gruppen im Kinderhaus Löwenzahn voll besetzt sein, informiert Petra Fäschle. Das Interesse am „Kinderhaus Löwenzahn“ sei groß. Bürgermeister Alois Held bestätigt diese Aussage. Er habe viele Anfragen aus den Nachbargemeinden, überall fehlten Kapazitäten, überall gebe es Neubaupläne und er hoffe, dass das in Thannhausen neu geschaffene Potenzial eine Weile vorhalte.

Vieles sei noch provisorisch, aber es gehe Schritt für Schritt voran, meint die Kinderhausleiterin. Provisorisch ist natürlich auch, dass die ankommenden Kindergartenkinder in den Gruppenräumen „Biene“ und „Marienkäfer“ der Kinderkrippe untergebracht sind. Im ersten Stock, wo sich die beiden Kindergarten-Gruppenräume „Eule“ und „Fuchs“ befinden, sind nämlich die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen.

Neue Kita in Thannhausen bekommt auch im Außenbereich tolle Qualitäten

Provisorisch ist auch die Spielzeugmenge, die Petra Fälschle absichtlich reduziert hat, weil sie sonst die Kinder überfordern würde. Trotz all der Nebenbelastungen durch die vielen Baubesprechungen und die noch laufenden Bauarbeiten ist Petra Fälschle die Freude am neuen Kinderhaus anzumerken. Sie ist begeistert von den vielen durchdachten Details im Haus, vor allem aber von dem üppigen Platzangebot. Das sei gerade in Corona-Zeiten von entscheidendem Vorteil, meint sie. Der Personalraum beispielsweise habe über 40 Quadratmeter, da könne man mit mehreren Teammitgliedern auch dann noch arbeiten, wenn aus Hygienegründen für jede Person mindestens zehn Quadratmeter gefordert würden.

Unterstützend wirke auch die Lüftungsanlage, die in jedem Gruppenraum über eine Co2-Ampel verfügt, die anzeigt, wenn die Luft schlechter wird. An eine offizielle Eröffnungsfeier für das Kinderhaus sei momentan nicht zu denken, sagt Alois Held. Er hofft auf den Sommer, dann könnte die Eröffnung auch als Gartenparty gefeiert werden. Bis dahin müssen Außenanlagen und Garten des Ex- Schullandheims der Stadt Augsburg hergerichtet sein.

Für Petra Fälschle ist der Garten- und der Terrassenbereich wesentlicher Bestandteil ihrer pädagogischen Konzeption. Es wird Kinderstauden geben, Hochbeete für die Kinder und auch eine Matschanlage, erklärt sie. Auch für diesen Bereich gilt, das neue Kinderhaus bekommt Qualitäten, um die viele andere Einrichtungen es beneiden werden.

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