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Balzhausen

17.02.2015

Es begann mit einem ausrangierten Wehrmachts-Lkw

Sie leiten in der zweiten und dritten Generation die Spedition Gaßner: Alois Gaßner jun. und Tochter Julia.
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Sie leiten in der zweiten und dritten Generation die Spedition Gaßner: Alois Gaßner jun. und Tochter Julia.
Bild: Hans Bosch

Wie sich die Balzhauser Spedition Gaßner zu einem modernen Dienstleister entwickelte.

Service und Zuverlässigkeit sind für die „Alois Gaßner KG, Spedition und Fuhrunternehmen“ in Balzhausen Attribute, die in dem seit 1947 bestehenden Unternehmen, damals wie heute, an vorderster Stelle stehen. War kurz nach dem Ende des Weltkriegs der Transport von Waren innerhalb der Region auf einem übrig gebliebenen Wehrmachts-Lkw gefragt, so ist es heute vor allem Palettenware, die in elf Vierzigtonnern termingerecht zu den Kunden in ganz Deutschland gefahren wird. Alois Gaßner jun. und Tochter Julia sind als Geschäftsführer dafür verantwortlich und leiten die Firma nach der Devise: „Man muss wissen, was man kann.“

Beide erklären übereinstimmend, dass die Alois Gaßner KG „eine kleine Spedition im Vergleich zu den Branchengrößen“ bleiben will, die ihre „Nischen“ findet und auch hat, ohne die „große Konkurrenz“ in Deutschland und besonders dem Nahen Osten fürchten zu müssen. Das Fazit daraus: „Unsere Kunden kennen uns, denn sie kommen zumeist aus der Region.“ Man kommuniziert also ständig miteinander und weiß, was der jeweilige Geschäftspartner wünscht und diesem wiederum ist klar, was ihm von Gaßner geboten wird. Zu dieser Dienstleistung und der damit verbundenen Termintreue gehören die entsprechende Behandlung der Transportwaren und damit deren unbeschädigte Ankunft, was wiederum ein Team von Fachleuten voraussetzt, das von der Logistik über die Lagerleiter bis zum Lkw-Fahrer das notwendige Know-how gewährleistet. Julia Gaßner: „Die Fahrer unserer drei Kühltransporter und acht Planen-Lkw kommen alle aus der näheren Umgebung.“

Fahrer sind in der Regel abends wieder zu Hause

Gerade der Wandel vom früheren Gütertransport zur Logistik mit Wareneinlagerung und termingerechter Ablieferung beim Kunden machte den Neubau einer 3000 Quadratmeter großen Halle im Balzhauser Gewerbegebiet Leihwegfeld notwendig, die zu Jahresbeginn 2014 in Betrieb genommen wurde. Inzwischen gibt es zusätzlich ein 1000 Quadratmeter großes Lagerzelt, das südlich davon auf der künftigen Erweiterungsfläche steht. Gelagert werden in erster Linie Palettenwaren, die von Non-Food-Artikeln aus Metall über Maschinenteile und Verpackung bis zu Spielen reicht. Sie wird hier konfektioniert und kommissioniert und direkt in die Lkw gestapelt, für die vier Verladerampen zur Verfügung stehen.

Rund 95 Prozent der Waren werden zu den Kunden im westlichen Deutschland gefahren. Den Rest bilden Touren in den Osten der Republik sowie in einige Nachbarländer wie Holland und Österreich. Für Alois Gaßner hat dies einen personellen Vorteil: „Unsere Fahrer sind in der Regel am Abend zu Hause und nicht oft drei Wochen unterwegs, bevor sie wieder den Heimatort sehen.“ Bewusst verzichte man auf den internationalen Markt, der ohnedies immer härter werde. Gaßner: „Wir fahren nicht nur; wir bieten darüber hinaus Dienstleistung die unseren Kunden zugutekommt und fahren gut damit.“

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