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Thannhausen

21.01.2021

Es gibt wieder Kinderbetreuung in den Sommerferien in Thannhausen

In Thannhausen wird es in diesem Sommer wohl wieder eine Kinderbetreuung geben.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Die Anmeldung für die Kinderbetreuung, die es in Thannhausen schon zwei Mal gab, läuft nur wenige Wochen. Wie viel es die Eltern dieses Mal kosten wird.

Wohin mit den Kindern während der sechs Wochen dauernden Sommerferien? Für viele Familien, insbesondere für Alleinerziehende, ist das ein Problem. Zwar gibt es in Thannhausen ein Kinderferienprogramm, das überwiegend von den Vereinen gestaltet wird, aber das wirkt nur punktuell. In den Jahren 2017 und 2018 bot die Stadt Thannhausen interessierten Eltern für drei Wochen eine flächendeckende Kinderbetreuung in den Sommerferien an. In beiden Jahren ging das Angebot ins Leere, weil die Nachfrage zu gering war. Nun will die Stadt einen neuen Anlauf wagen. Ob es das Angebot ein drittes Mal geben wird, hängt aber davon ab, wie viele Eltern sich anmelden.

Der Familienbeirat des Stadtrates hatte angeregt, das Kinderbetreuungsangebot für die Sommerferien 2021 erneut aufzulegen. Im Rahmen der Beratungen im Stadtrat meinte Bürgermeister Alois Held (CSU), entscheidend für den Erfolg seien drei Bedingungen. Eltern müssten erstens davon ausgehen können, dass die Qualität der Betreuung passe. Für den Sommer 2021 würde die Kindersportschule (KISS) der TSG Thannhausen die Betreuung übernehmen. Wichtig wäre zweitens eine gute und frühzeitige Information der Öffentlichkeit, damit die Zeit reiche, dass bis zum Anmeldeschluss am 31. März Planungssicherheit hergestellt werden könne. Drittens sollte der finanzielle Beitrag der Eltern moderat ausfallen. Vorgeschlagen sei ein Beitrag von 60 Euro pro Kind und Woche, wobei die Verpflegung inbegriffen sei. Infrage kämen Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Die finanzielle Hauptlast trage die Stadt, hier seien 10.000 Euro als Obergrenze gesetzt.

Kinderbetreuung in Thannhausen: Weniger Kosten für Alleinerziehende und zweites Kind

Gottfried Braun (Freie Wähler) und Dr. Henriette Burkhardt-Böck (CSU) begrüßten die Vorlage als familienfreundlich und angemessen. Manfred Göttner (Freie Wähler) regte an, auch bei anderen Trägern nachzufragen und er fand den Elternbeitrag zu hoch im Vergleich zu dem, was Eltern für die Kindergartenbetreuung ihres Kindes beitragen müssen. Alois Held fand den Vergleich unangemessen, schließlich werde die Kindergartenbetreuung stark bezuschusst, beim Sommerangebot schultere die Stadt die Kosten allein. Es sei nicht leicht, überhaupt einen Träger für die Maßnahme zu finden, argumentierte Dr. Henriette Burkhardt-Böck, außerdem brauchten die Familien für Planung, Entscheidung und Anmeldung das ganze Zeitfenster bis zum 31. März.

Dem Vorschlag von Peter Schoblocher (Freie Wähler), den Elternbeitrag pro Woche auf 40 Euro zu kürzen und den Fehlbetrag aus dem Fond „Thannhausen hilft“ zu nehmen, widersprach Alois Held: Diese Mittel dürften nur an Bedürftige ausgegeben werden. Herbert Fischer (CSU) schlug vor, es bei den 60 Euro zu belassen, den Betrag aber bei einem zweiten Kind aus einer Familie zu halbieren. Die Stadt wolle familienfreundlich agieren, man sollte sich daher durchaus im Klaren darüber sein, dass 60 Euro pro Woche für Alleinerziehende zu viel sein könnten, meinte Gottfried Braun.

Bei der Abstimmung folgte der Thannhauser Stadtrat dem Vorschlag von Robert Schmid, es bei 60 Euro zu belassen, den Betrag aber für Alleinerziehende und für ein zweites Kind aus einer Familie zu halbieren.

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