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Glaube

23.05.2019

Ettalpilger machen sich auf den Weg

Sie machen sich wieder auf die Fußwallfahrt in das oberbayerische Kloster Ettal. Nach dem Segen für jeden Einzelnen in der Entsendungsmesse verlassen die Pilger: (von links) mit den Kreuzträgern Martin Wanner und Karl Mutzel sowie Bannerträger Hans Frank die Wallfahrtskirche Maria Vesperbild in Richtung Mariengrotte zum Abschlussgebet
Bild: Peter Voh

Fußwallfahrt startet bereits am morgigen Freitag unter dem Leitspruch „Unterwegs und doch geborgen“

Am morgigen Freitag vor Christi Himmelfahrt starten die Ziemetshauser Ettalpilger wieder ihre Fußwallfahrt in das oberbayerische Kloster. Sie setzen damit die 385-jährige Tradition des 1634 von Ziemetshauser Bürgern abgegebenen Gelübdes fort, dank der Verschonung von der Pest zu Fuß nach Ettal zu pilgern und der Mutter Gottes zu huldigen.

Gerade in unseren momentan unruhigen Zeiten erfreut sich die Wallfahrt wieder großen Zuspruchs bei den Gläubigen – gilt es doch, im Schnitt täglich etwa 24 Kilometer auf „Schusters Rappen“ zurückzulegen. Die wieder mehr als 200 Teilnehmer aus der Region und darüber hinaus kommen Freitagfrüh um 6 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild zusammen und bitten in der Hl. Messe dort für guten Verlauf ihres Vorhabens. Jeder Einzelne erhält vom Wallfahrtsgeistlichen den persönlichen Segen, ehe Verwandte und Freunde sie in die Mariengrotte zu einem abschließenden gemeinsamen Gebet begleiten.

Mit dem Leitspruch der diesjährigen Wallfahrt „Unterwegs und doch geborgen“ machen sich die Fußwallfahrer dann unter Führung von Johann Haugg über den Schlossberg und durch den Schlosspark auf den Weg. Für Hin- und Rückweg sind knapp 170 Kilometer der insgesamt etwa 280 Kilometer langen Strecke zu Fuß zurückzulegen. Teilweise mit Bus und Zug erreichen die in zwei Gruppen aufgeteilten Wallfahrer nach dem Anschluss einer weiteren Gruppe in Türkheim zur ersten Übernachtung Kaufbeuren, wo man in einer Andacht der Hl. Crescentia gedenkt, die dort lebte und wirkte.

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Der zweite Tag führt durch herrliche Frühsommerlandschaften zur Wieskirche bei Steingaden, von wo aus man am nächsten Morgen dann dem Ziel Ettal entgegenstrebt. In feierlichem Rahmen werden die Pilger aus Mittelschwaben dort traditionell mit einer Messe in der Klosterbasilika empfangen.

Während ein Teil der Wallfahrer am Sonntag aus zeitlichen Gründen wieder die Rückreise antritt, machen sich die anderen zu Fuß auf den viertägigen Rückweg über Huglfing, Kloster Andechs und Grafrath/Schwabmünchen. Am Nachmittag des Himmelfahrttages werden die Ettalpilger gegen 15 Uhr von Wallfahrtsgeistlichen und einer stattlichen Gläubigenschar an der Vesperbilder Mariengrotte, dem Ausgangspunkt der Fußwallfahrt, wieder in Empfang genommen. Ein Dankgebet dort lässt die körperlichen Strapazen vergessen und man vereinbart, sich im kommenden Jahr wieder gemeinsam auf den Weg nach Ettal zu machen.

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