Newsticker
Kreise: Bund und Länder wollen Lockdown bis 14. Februar verlängern
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Gegen Rat der Polizei: Waltenhauser „Schorsodrom“ wird keine Vorfahrtsstraße

Waltenhausen

02.08.2020

Gegen Rat der Polizei: Waltenhauser „Schorsodrom“ wird keine Vorfahrtsstraße

Vom nördlichen Ortseingang bis zur Kreisstraße 13 im Süden verläuft die Straße „Schorsodrom“, für die bei der Einmündung der Straße „Mitterösch“ die Vorfahrtsregelung Rechts-vor-links gilt.
Bild: Werner Glogger

Plus Obwohl Polizei und Landratsamt für eine Änderung plädieren, hält man in Waltenhausen an der "Rechts-vor-links-Regel" für den Bereich am Schorsodrom fest.

Sollte die Thalstraße am Schorsodrom in Waltenhausen eine Vorfahrtsstraße werden? Diese Frage hat in dem Dorf schon zu einigen Diskussionen geführt. Denn dass dort, wie überall in Waltenhausen, "rechts vor links" herrscht, sorgt bei Verkehrsteilnehmern für Unsicherheit. Auch die Polizei hat sich zwischenzeitlich in die Diskussion eingeschaltet.

Das Thema Verkehr stand schon in der Juni-Sitzung des Gemeinderates auf der Tagesordnung, denn es ging um die Vorfahrtsregelung im Einmündungsbereich der Straßen „Mitterösch“ und „Schorsodrom“ im Gewerbegebiet Waltenhausen. Wie im gesamten Ortsbereich von Waltenhausen gilt auch an dieser Einmündung die Rechts-vor-links-Regelung. Allerdings bemängelte ein Verkehrsteilnehmer, die Regelung sei nicht eindeutig erkennbar und beantragte, die Straße am Schorsodrom als vorfahrtsberechtigt einzustufen.

Polizei empfiehlt, Verkehrsregeln am Schorsodrom in Waltenhausen zu ändern

Nach einem Ortstermin bestätigte die Polizeibehörde, dass die jetzt geltende Regelung aufgrund der dortigen baulichen- und Sichtverhältnisse tatsächlich unglücklich gewählt ist und empfahl, die Vorfahrtsberechtigung zu ändern. Nach einer eingehenden Erörterung in der darauf folgenden Ratssitzung überwog die Tendenz zu einer Beibehaltung der Rechts-vor-links-Regelung, was die Mehrheit der Ratsmitglieder im Beschluss zum Ausdruck brachte. Die Angelegenheit landete jedoch in der jüngsten Sitzung im Bürgerheim nochmals auf der Tagesordnung und wurde erneut eingehend diskutiert.

„Die Verkehrsbehörde macht ordentlich Druck und Verwaltungsgemeinschaft sowie Landratsamt schließen sich der Meinung zu einer Änderung der Vorfahrtsregelung an“, zitierte Bürgermeister Alois Rampp die unmittelbar nach der Entscheidung eingegangene Reaktion der Behörden. „Unser primäres Ziel ist es, mit der im ganzen Ort gültigen Rechts-vor-Links-Regelung den Verkehr langsamer und somit sicherer zu machen“, begründete Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Kolb seine Meinung. Das gelte auch für den vorliegenden Fall, zumal diese Einmündung im Bereich des Gewerbegebietes liegt und die Straße Schorsodrom vielfach von nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern benutzt wird.

Gemeinderat Waltenhausen bleibt bei der bisherigen Regel

Weiter wiesen die Befürworter darauf hin, dass mittels des Verkehrszeichens „Achtung Kreuzung“ zusätzlich die Einmündung von beiden Seiten her kenntlich gemacht und die seitliche Begrenzungslinie unterbrochen wird. Zudem würde eine Vorfahrt im Schorsodrom nach wenigen Metern weiter südlich bei der Einmündung in die Kreisstraße 13 sowieso enden. Einige Räte waren trotzdem gegenteiliger Meinung, bezeichneten die jetzige Situation auch mit den vorgesehenen Maßnahmen weiterhin als unklar und unübersichtlich, womit sie den Einwendungen der Behörden folgten und den Vorschlag des Bürgermeisters zu einer Änderung unterstützten.

Obwohl Rampp nochmals die Ausführungen der Polizei ansprach, konnte er die Mehrheit des Rates nicht überzeugen, den einst gefassten Beschluss zu ändern. Mit einem Abstimmungsergebnis von 6:3 bleibt es bei der bisherigen Rechts-vor-links-Regelung an der Einmündung Mitterösch/Schorsodrom mit der Auflage, das Verkehrszeichen „Achtung Kreuzung“ aufzustellen und die seitliche Begrenzungslinie an der Einmündung zu unterbrechen.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren