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Handball
26.09.2021

Die große Maxi-Jekle-Show bleibt unbelohnt

Präsentiert sich zu Beginn dieser Landesliga-Saison in äußerst starker Verfassung: Maximilian Jekle, Torwart des TSV Niederraunau.
Foto: Ernst Mayer

Der Torwart des Handball-Landesligisten TSV Niederraunau zeigt in Allach eine Super-Leistung. Einen Erfolg verpasst sein Team dennoch - was Trainer Udo Mesch ärgert.

Diese Niederlage kam nicht überraschend, aber sie war unnötig deutlich – und womöglich wäre sie sogar zu vermeiden gewesen. Das jedenfalls deutete Trainer Udo Mesch nach dem 24:30 (13:12) seines TSV Niederraunau beim Topfavoriten der Handball-Landesliga, TSV Allach, an. „Es wäre mehr möglich gewesen“, ärgerte er sich nach dem Schlusspfiff und fügte hinzu: „Meine Hoffnung ist, dass wir aus den Fehlern lernen.“

Viel Tempo

Das Spiel in der Eversbusch-Halle begann, wie es anzunehmen gewesen war. Mit viel Tempo ging es hin und her, wobei sich zunächst beide Mannschaften mit dem Torewerfen schwer taten. Eine harte Linie des Schiedsrichtergespanns Stefan Schaub/Philipp Seidel bescherte den Ranauern nach fünf Minuten bereits die dritte Zeitstrafe.

17 Paraden in einer Halbzeit

Spätestens beim 2:2 begann dann die Show von Maximilian Jekle, indem der Raunauer Torwart einen Siebenmeter von Yannic Malter entschärfte. Die Allacher Spieler scheiterten nun im Minuten-Takt aus allen Positionen an Jekle, der sich in der ersten Halbzeit mit sagenhaften 17 Paraden in einen wahren Rausch spielte. Dessen Höhepunkt war erreicht, als Jekle nach einem Kopf-Treffer seinen Gegenspieler zurück in die eigene Hälfte jagte. Die Niederraunauer Fans feierten die Aktionen ihres Torwarts dementsprechend, solche Szenen wurden in der langen Pandemie-Pause schmerzlich vermisst.

Allerdings schafften es die Mittelschwaben in dieser Phase nicht, die Paraden ihres großen Rückhalts zwingend auszunutzen, da die eigene Wurfquote ebenfalls ausbaufähig blieb.

Schiedsrichter verletzt sich schwer

Dann der Schock: Ein Schiedsrichter sank bei einem Antritt zu Boden. Die Diagnose Achillessehnenriss war schnell gestellt. Die medizinische Betreuerin des TSV Niederraunau, Daniela Schiefele, versorgte den Unparteiischen bis zum Eintreffen des Krankenwagens. Nach einer gut 20-minütigen Pause wurde das Spiel unter der Leitung des verbliebenen Schiedsrichters fortgesetzt, da beide Teams damit einverstanden waren.

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Durch Tore von Jakob Eheim von Außen und Lasse Sadlo vom Kreis konnte sich der TSV beim 11:8 erstmals mit drei Toren absetzen (26.).

Der TSV Niederraunau erholt sich nicht mehr

Was die Gäste in der ersten Halbzeit noch relativ gut verhinderten, wurde danach spielentscheidend: Die erste Welle der Allacher. Der junge Raunauer Rückraum tat sich schwer, da der Spielfluss total verloren ging. Zudem häuften sich technische Fehler. Das bestraften die Münchner unter anderem mit zahlreichen erfolgreichen Kontern eiskalt. Mit einem 4:0-Tore-Lauf stellten die Gastgeber schließlich auf 18:14. Davon erholte sich Niederraunau nicht mehr. Zwar steckte das Team nie auf, näher als auf drei Tore Rückstand kamen die Gäste aber nicht mehr heran. (AZ)

So haben sie gespielt

TSV Niederraunau Klaußer, Jekle; Eheim (2), Ugur, Kiebler (1), M. Hegenbart, Kornegger (3), Schäfer, Sadlo (4), V. Hegenbart (1), Blösch, Egger (4), Rosenberger (4), Waldmann (5/4)

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