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Krumbach

26.03.2020

Hellgermann & Tauber: Aus „gebraucht“ wird „fast neu“

Sie führen künftig die bisherige Fahrzeug- und Alufelgen-Aufbereitung am neuen Standort in der Hans-Lingl-Straße weiter: Wolfgang Hellgermann (links) und Markus Tauber.
Bild: Hans Bosch

Plus Eine Krumbacher Firma hat sich auf den Kundendienst geleaster Pkw und Transporter spezialisiert. Die Probleme wegen der Corona-Krise halten sich noch in Grenzen.

„Die vereinbarten Reparaturen an den Fahrzeugen unserer Kunden werden termingerecht ausgeführt. Wie lange, das entscheiden wir von Tag zu Tag.“ Auf diesen Nenner bringt Wolfgang Hellgermann die Situation in seinem Fachbetrieb für Fahrzeugaufbereitungen, verursacht durch die Corona-Krise. Für die Mitarbeiter gebe es eine Kurzarbeit-Regelung, doch weiß er es zu schätzen, dass „bei Bedarf alle abrufbereit sind“. Er freut sich aber auch, dass es mit dem Werkstätten-Neubau im Norden Krumbachs weiterläuft und der Einzugstermin im Juli gehalten werden kann.

Umdenken müssen nämlich künftig die über 1000 Kleingewerbetreibenden, Firmeninhaber, Kommunen, öffentliche Institutionen und Privatleute aus dem schwäbischen Bereich, wenn sie ihre geleasten Fahrzeuge nach dreijähriger Nutzung durch einen neuen Pkw oder Transporter ersetzen wollen. In wenigen Wochen zieht die bisherige Fahrzeugaufbereitung Hellgermann in der Adolf-Kolping-Straße in ihr neues Domizil im Gewerbegebiet nördlich der Hans-Lingl-Straße um. Neu ist zusätzlich auch der Firmenname: Aus der Fahrzeugaufbereitung wird aufgrund der erweiterten Dienstleistungen die Hellgermann & Tauber GmbH & Co KG.

An dem neuen Standort bieten die beiden Jungunternehmer Wolfgang Hellgermann und Markus Tauber ihren Kunden auf dem 3000 Quadratmeter großen Gelände und im Besonderen in der 850 Quadratmeter großen Werkstätte ein erheblich breiteres Spektrum. Schwerpunkt wird wie bisher die leasinggerechte Fahrzeugrückgabe für Privat- und Firmenfahrzeuge sein. Für Hellgermann heißt dies: „Wir reinigen und polieren die Autos und beseitigen alle Gebrauchsspuren wie Dellen, Kratzer und Lackschäden.“ Das in der Regel für drei Jahre geleaste Fahrzeug wird also in einem bestmöglichen Zustand an den Besitzer zurückgegeben.

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Wie das zweite Standbein aussieht

Als zweites Standbein bezeichnet der 54-jährige Fahrzeugfachmann die zertifizierte Alufelgen-Aufbereitung, in der sein Unternehmen schon seit Jahren einen guten Ruf in ganz Schwaben besitzt. Dank neuester CNC-Technik kann das Design der Felgen „aufgemotzt“ werden, wobei jeder individuelle Kundenwunsch erfüllt wird, sofern dieser den technischen Bedürfnissen entspricht. Darüber hinaus hat sich Hellgermann auf Keramik-Lackveredelungen spezialisiert, die für ihn den „derzeit besten Lackschutz“ garantieren. Sehr beliebt ist eine solche Behandlung inzwischen auch bei Wohnwagen und diversen Sportwagen. Ein Beispiel: Auf dem Hof steht derzeit ein Porsche mit 800 PS und über 380 Kilometer Spitzengeschwindigkeit in der Stunde. Das lediglich für Rennen taugliche Gefährt erlebte vor Kurzem in einem italienischen Autodrom ein Desaster.

Der Fahrer kam von der Strecke ab, durchfuhr ein Kiesbett und landete im Reifenstapel. Er selbst blieb unverletzt. Wolfgang Hellgermann ersetzt jetzt die defekten Teile, erneuert und poliert die Karosserie und bei künftigen Rennen soll wieder um Punkte gefahren werden.

Eine moderne Portal-Waschanlage

Neu ist außerdem, dass sich in dem 250 Quadratmeter großen Verwaltungsareal des Neubaus ein Fachgutachter sein Büro einrichtet, der in eigener Verantwortung Fahrzeug- und Unfallschäden begutachtet, TÜV-Prüfungen vornimmt sowie Gebrauchtwagen und Oldtimer bewertet. Vervollständigt wird das Angebot durch eine moderne Portal-Waschanlage für Pkw, die von jedem Autobesitzer während der üblichen Geschäftszeiten genutzt werden kann. Gegründet hat Wolfgang Hellgermann seine Firma „ganz klein“ im Jahre 2002, als er für mehrere Autohäuser die Aufbereitung geleaster Fahrzeuge übernahm. Dabei hatte er zuvor eigentlich ganz anderes vor: Geboren 1966 in Freising, absolvierte er in Gundelfingen eine Schlosserlehre und zog 1986 mit seinen Eltern nach Krumbach.

Als wehrpflichtiger Panzerpionier diente er zwölf Monate bei der Bundeswehr, bildete sich anschließend in München und Saarbrücken zum Fitness-Fachwirt weiter und war von 1994 bis 2004 Trainer und Betreiber einer Fitness-Einrichtung in Krumbach.

2003 mietete er von Novoceram in der Adolf-Kolping-Straße eine Halle, bevor er 2012 in die benachbarte frühere Werkstätte des Autohauses Schwehr umzog, wo er mit der optischen Aufbereitung unterschiedlichster Fahrzeuge begann. In wenigen Wochen zieht er mit seinen inzwischen acht Mitarbeitern in das neue Domizil um.

Mit dabei ist sein 34-jähriger langjähriger Autofachmann Markus Tauber, der künftig als Mitgesellschafter und Mitgeschäftsführer einen Teil der Verantwortung übernimmt.

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