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Münsterhausen

20.09.2019

In Münsterhausen werden 18 Meter tiefe Löcher gebohrt

Für die Ortsumfahrung von Münsterhausen werden derzeit die Brücken gebaut. Mit einer riesigen Bohrmaschine wird aus einer Tiefe von bis zu 18 Metern Bodenmaterial nach oben befördert und mit einem Radlader abtransportiert. Die Röhren werden später mit Baustahl und Beton befüllt und bilden die Stützen für die Brücke.
Bild: Monika Leopold-Miller

In Münsterhausen werden zur Zeit die Brücken für die Umgehungsstraße gebaut. In Kürze sollen auch die Arbeiten für den Straßenbau beginnen.

Wer öfters durch Münsterhausen fährt, bekommt das hohe Verkehrsaufkommen, deutlich zu spüren. Auto an Auto, dazwischen viele Lkw, immer wieder kommt es zu Rückstaus. Seit Jahren leiden die Anlieger unter dem vielen Verkehr. Rund 6000 Fahrzeuge fahren täglich durch Münsterhausen.

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Erst vor Kurzem, so berichtet Bürgermeister Robert Hartinger, musste sogar die Polizei anrücken. Der Verkehr hatte sich bis Thannhausen im Süden und bis Burtenbach im Norden zurück gestaut. Ein Lkw hatte sich beim Wenden verkeilt und versperrte die Straße.

Im Herbst 2021 kann die Umgehung von Münsterhausen fertig sein

Doch die Münsterhauser können allmählich aufatmen. Die Lösung des Problems rückt immer näher. Im März war der Spatenstich für die Ortsumfahrung im Mindeltal. Voraussichtlich im Herbst 2021 könnte die Ortsumfahrung fertig sein. Zur Zeit wird an vier Brückenbauwerken gearbeitet. An den beiden großen Brücken über die Mindel im Süden und im Norden von Münsterhausen werden derzeit mit schwerem Gerät – einem Bagger mit einer riesigen Bohrmaschine – Löcher bis zu 18 Metern Tiefe und einem Durchmesser von 1,2 Metern gebohrt. Die Löcher werden dann mit Baustahl und Beton aufgefüllt. Auf diesen Betonpfählen stehen dann die Brücken. Fertig werden die großen Brücken voraussichtlich im Sommer 2020 sein.

In Münsterhausen werden 18 Meter tiefe Löcher gebohrt

Bei den Brücken über die Hagenrieder Straße und am Unteren Riedweg sind die Fahrbahnen bereits betoniert. Zur Zeit werden die Seitenstreifen, die sogenannten Kappen, angelegt. „Diese Brücken liegen im Zeitplan und können dieses Jahr noch fertiggestellt werden“, sagte Bürgermeister Hartinger. Zwischenzeitlich hat die Submission für die Straßenbauarbeiten stattgefunden. Der Auftrag ging laut Hartinger an ein Unternehmen im näheren Umkreis als günstigster Anbieter. Da der Auftrag europaweit ausgeschrieben werden musste und eine Einspruchsfrist für Mitbewerber noch nicht abgelaufen ist, wollten Hartinger und Max Frank vom Staatlichen Bauamt in Krumbach noch nicht den Namen des betreffenden Unternehmens und keine Zahlen nennen.

20,8 Millionen Euro für die Münsterhauser Umgehung

Doch sowohl Bürgermeister Hartinger und auch Max Frank sind zuversichtlich, dass der Auftrag an das heimische Unternehmen gehen wird. Laut Hartinger wären die Kosten für den Straßenbau bei diesem Angebot günstiger als in den ursprünglichen Berechnungen geplant. Bei den Gesamtkosten für die Münsterhauser Ortsumfahrung rechnet die Marktgemeinde mit rund 20,8 Millionen Euro. Gefördert wird das Projekt durch den Freistaat Bayern mit rund 17,6 Millionen Euro. Der Arbeiten für den Straßenbau könnten laut Hartinger voraussichtlich in den nächsten Wochen beginnen.

In der jüngsten Sitzung des Münsterhauser Marktgemeinderats informierte Hartinger über den aktuellen Stand der Ortsumfahrung. Dabei regte Johannes Wiest an, den Feldweg bei der Brücke Unterer Riedweg etwas zu erhöhen, da dort Wasser stehen bleibe. Hartinger sagte, dass dies verbessert werden müsse und bereits angeordnet sei. 2. Bürgermeister Erwin Haider erkundigte sich, ob alle Bauerlaubnisvereinbarungen (Verträge mit Landwirten, deren Grundstücke im Zusammenhang mit den Bauarbeiten benutzt werden müsse) unterschrieben seien. Dies wurde von Bürgermeister Hartinger bejaht.

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