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Wasserberg

22.11.2018

In Wasserberg wird das Wasser teurer

In vielen Gemeinden werden derzeit die Gebühren fürs Wasser neu kalkuliert. Da weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet werden dürfen, kommt es mancherorts zu Anpassungen. Für die einen wird es teurer, die anderen haben Glück und zahlen künftig weniger.
Bild: Bernhard Weizenegger

Gemeinde lässt kostendeckende Verbrauchspreise kalkulieren. Der sanierte Hochbehälter ist Schuld an der Kostensteigerung.

Da die Gemeinden ihre Versorgungs-Einrichtungen kostendeckend betreiben müssen, hat Aletshausen die Verbrauchergebühren für Trink- und Abwasser durch die Kommunalberatung Dr. Schulte-Röder aus Veitshöchheim neu kalkulieren lassen. Diese Verbraucher-Gebühren wurden nun bei der jüngsten Sitzung rückwirkend zum 1. November 2018 durch einstimmigen Gemeinderatsbeschluss in Kraft gesetzt. Besonders hart trifft es die Wasserberger Bürger.

Da die Gebühren ein komplexes Thema sind, hat Bürgermeister Georg Duscher Dieter Gumpinger, Geschäftsstellen-Leiter der VG Krumbach, zur Sitzung gebeten. Dieser stellte per PowerPoint das neue Zahlenwerk vor und erläuterte es im Detail.

Für das gesamte Gemeindegebiet kann, laut Beratungsbüro Schulte-Röder, der bisherige Abwasserpreis von 1,80 Euro pro Kubikmeter bei einer geschätzten Abwassermenge von 43000 Kubikmetern beibehalten werden. Zusätzlich wird mit diesem Abwasserpreis in den Jahren von 2019 bis 2022 eine Sonder-Rücklage in Höhe von rund 91500 Euro aufgebaut. Diese muss dann in künftigen Jahren wieder zweckgebunden für die Entwässerung Verwendung finden.

Bei der Versorgung mit Trinkwasser sieh es ganz anders aus: Die Gemeinde hat bis 2018 die Wasserversorgungen Aletshausen und Haupeltshofen betrieben. Anfang des Jahres wurde im Zuge des Notverbundes mit Krumbach auch eine Trinkwasserleitung in den Ortsteil Haupeltshofen verlegt. Dadurch entfiel die Eigenständigkeit in der Wasserversorgung und bildet jetzt eine Einheit mit Aletshausen. Damit gelte auch hier die Gebühr von 0,65 Euro, die bisher 90 Cent pro Kubikmeter betrug. In Winzer und Gaismarkt wird die Wasserversorgung als Genossenschaft betrieben und ist deshalb unabhängig von der Gemeinde.

Wasserberg wird vom Hasberger Hochbehälter aus versorgt. Dieser wurde in den letzten Jahren für 52000 Euro saniert und eine Drucksteigerungs-Anlage eingebaut, die 35000 Euro gekostet hat. Hier werden die Wasserberger Anschlussnehmer mit 50 Prozent herangezogen. Der bisherige Bezugspreis in den Jahren von 2015 bis 2018 lag bei einem Gesamtverbrauch von rund 6000 Kubikmetern bei nur 80 Cent. Das war zu wenig und führte zu einem erheblichen Defizit. Dadurch ist eine Erhöhung unumgänglich. An Verbesserungs-Beiträgen müssen insgesamt rund 69000 Euro auf die 27 Beitragspflichtigen umgelegt werden, was durchschnittlich einen Betrag von knapp 3000 Euro bedeute. Zudem wird die Grundgebühr von bisher 18 Euro auf 200 Euro jährlich angehoben, um die Sanierungskosten abdecken zu können.

Hier bemerkt Bürgermeister Duscher, dass die Aletshausener Bürger 1966 beim Bau des Hochbehälters mit der dazugehörigen maschinellen Ausstattung die umgelegten Kosten tragen mussten. Ebenso wurden 2004 die Haupeltshofener Anschlussnehmer zu Verbesserungs-Beiträgen herangezogen. Für Wasserberger ist es nun zwar eine schmerzliche Prozedur, muss wegen der Gleichbehandlung der Bürger aber hingenommen werden. Wenn die Umlagen bis 2022 abgerechnet sind, könne man die Wasserversorgung Wasserberg auch in einigen Jahren rechtlich zu einer gemeinsamen Einrichtung mit Aletshausen zusammenführen.

Die Beschlussvorschläge laut der Kalkulation Büro Dr. Schulte-Röder für den Zeitraum 2019 bis 2022 wurden alle einstimmig von den Räten gebilligt und lauten wie folgt:

Die Entwässerungs-Gebühr wird für das gesamte Gemeindegebiet weiter mit 1,80 Euro festgelegt.

Die Kosten für die Verbesserung der Trinkwasseranlage in Hasberg werden über einen Umlage-Beitrag der Wasserberger Anschlussnehmer eingefordert.

Die Grundgebühr für einen Standard-Wasseranschluss beträgt für Aletshausen/Haupeltshofen 30 Euro, für Wasserberg 200 Euro.

Die Wassergebühr für Aletshausen/Haupeltshofen beträgt für die Jahre 2019 bis 2022 pro Kubikmeter 0,65 Euro, für Wasserberg 1,37 Euro.

Auch die Neuerlasse der Wasser-Abgabesatzungen sowie der Entwässerungs-Satzungen wurden rückwirkend zum 1. November erlassen und gingen ohne Gegenstimme über die Bühne.

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