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Insolvenzantrag: Bei Lingl müssen alle an einem Strang ziehen

Christoph Lotter
Kommentar Von Christoph Lotter
09.10.2020

Plus Der Insolvenzantrag der Firma Lingl Anlagenbau in Krumbach hat viele überrascht. Jetzt gilt es, gemeinsam aus dem Schlamassel zu finden.

Der vorläufige Insolvenzantrag der Krumbacher Firma Lingl Anlagenbau hat die Beschäftigten, die Betriebsräte und die Gewerkschaft bis ins Mark erschüttert. Freilich, Lingl kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten, schon vor sieben Jahren schien das Unternehmen kurz vor dem Abgrund zu stehen. Doch die Planinsolvenz wurde erfolgreich abgeschlossen, neue Geschäftsfelder kamen hinzu. Lingl schien zuletzt auf einem guten Weg, schien einen großen Schritt in Richtung Stabilität gemacht zu haben. Gerechnet hatte mit dieser drastischen Entscheidung der Geschäftsführung deshalb kaum jemand.

Viele arbeiten schon ihr Leben lang bei Lingl in Krumbach

Besonders bitter ist die aktuelle Situation für die Mitarbeiter. Viele von ihnen arbeiten bereits ihr Leben lang bei Lingl, manche folgten gar ihren Eltern zu einem der größten Arbeitgeber im Krumbacher Raum. Wie es jetzt für die Beschäftigten weiter geht? Gibt es bei Lingl gar eine weitere Entlassungswelle wie vor knapp sieben Jahren? Das wird sich zeigen. Mit Christian Plail ist zumindest ein vorläufiger Insolvenzverwalter mit der Rettung betraut, dem das Unternehmen am Herzen liegen dürfte. Immerhin verbrachte er seine Kindheit in Krumbach, ist bestens mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut.

Alleine wird er es jedoch nicht schaffen, Lingl wieder von der schiefen Bahn zu befördern. Dazu bedarf es der Mithilfe aller, die involviert sind. Eigentümer, Geschäftsführung, Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaft müssen dringend an einem Strang ziehen, um Lingl gemeinsam aus dem Schlamassel zu befreien.

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