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Krumbach

26.11.2019

Junge Wähler wollen Sachpolitik mit dem jetzigen Bürgermeister weiterführen

Diese Junge Wähler/Offene Liste-Kandidaten mit dem amtierenden Bürgermeister Hubert Fischer in ihrer Mitte wollen in den kommenden sechs Jahren nach der Kommunalwahl im nächsten Jahr im Krumbacher Stadtrat etwas bewegen.
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Diese Junge Wähler/Offene Liste-Kandidaten mit dem amtierenden Bürgermeister Hubert Fischer in ihrer Mitte wollen in den kommenden sechs Jahren nach der Kommunalwahl im nächsten Jahr im Krumbacher Stadtrat etwas bewegen.
Foto: Gertrud Adlassnig

Die JungenWähler/Offene Liste stellt ihre Kandidatenliste für die Stadtratswahl auf. Hubert Fischer ist ihre Erste Wahl für das Bürgermeisteramt.

Mit weit mehr Besuchern als von den Veranstaltern erwartet, begann die Nominierungsversammlung der „Junge Wähler-Offene Liste“ zunächst mit Tischerücken. Insgesamt waren es etwa 30 Besucher. Siegfried Müller und seine Vorstandskollegen Ildiko Sugar-Bunk und Manfred Pfeiffer versicherten, dass der Verein alles daran gesetzt habe, eine hochkarätige Kandidatenliste aufzustellen. Das Ziel sei klar: Weiter mit Bürgermeister Hubert Fischer die ausgezeichnete Arbeit der letzten zwölf Jahre fortzusetzen und die fünf Stadtratssitze zumindest zu halten, wenn nicht auszubauen. Die zur Wahl antretenden Gruppierungen und Parteien seien bereits im Wahlkampfmodus, die CSU habe mit Gerhard Weiß einen Gegenkandidaten aufgestellt. Deshalb, betonte Müller, sei es umso wichtiger, die von den eigenen Leuten im Stadtrat geleistete Arbeit auch publik zu machen. Allem voran die gute Arbeit von Hubert Fischer als Bürgermeister, der aus wahltaktischen Gründen auch auf der Stadtratsliste kandidiert.

„Damit ziehen wir mit den Mitbewerbern gleich. Sollten Gegenkandidaturen zurückgezogen werden, dann würde auch ich auf den Listenplatz (1) verzichten, alle Kandidaten würden um einen Platz vorrücken“, erklärte Hubert Fischer die Taktik von Junge Wähler/Offene Liste.

Insbesondere die zweite, jetzt zu Ende gehende Wahlperiode sei, so Müller, geprägt gewesen von einem Imagewandel der Stadt, einer positiven, nach vorn gerichteten Entwicklung, die sich unter anderem in der neuen FOS/BOS, zahlreichen kulturellen Veranstaltungsreihen und der forcierten Sanierung der Infrastruktur der Stadt manifestiere. Der Verein und seine Mitglieder wollen auch weiterhin aktiv mitgestalten, anstatt sich in Kleinigkeiten zu verlieren, man will gemeinsam nach vorne gehen. Denn „Diskussion ist wichtig, aber sie kann die Entscheidung nicht ersetzen. Irgendwann ist es an der Zeit zu handeln.“ Niemand könne in die Zukunft blicken, aber es seinen solide Entscheidungsgrundlagen erarbeitet worden, erklärte Müller in Hinblick auf die Sportzentrumsdebatte. „Wer keine Entscheidungen trifft, verdient das Vertrauen der Wähler nicht!“ Keine Entscheidung sei letztlich auch eine Entscheidung, nämlich die zum Stillstand.

Entscheidung über Großprojekt Sportzentrum ausgerechnet in der Wahlkampfzeit

Unglücklich sei, dass die Entscheidung über das Großprojekt Sportzentrum ausgerechnet in die Wahlkampfzeit falle. „Die Mitbewerber wittern Morgenluft, zielen auf eine Polarisierung der Bürger, um im Wahlkampf damit zu punkten.“ Bürgermeister Fischer, der sich durch die große Besucherzahl bestärkt fühlte, versicherte, er werde zu seinem Wort stehen, unter ihm gebe es Sachpolitik, nicht Partei- und auch nicht Interessenspolitik. Gegenüber unserer Zeitung erklärte er, die von seinem Gegenkandidaten monierte Verwirrung sei wahltaktisches Geplänkel. Seine, Fischers Fraktion, habe nie eine Mehrheit im Rat gehabt. Was in den vergangenen zwölf Jahren entschieden worden sei, sei das Resultat von gemeinsamem Arbeiten gewesen. Dass nach der einstimmigen Grundsatzentscheidung der CSU für das Großprojekt Sportzetrum im Jahr 2015 die Fraktion nicht mehr geschlossen abgestimmt habe, verweise eher auf Dissonanzen und Verwirrungen innerhalb der Fraktion als innerhalb des Stadtrates. Mehr irritiert als verärgert habe er erfahren müssen, dass nun Behauptungen aufgestellt würden, das Projekt lasse sich weitaus billiger realisieren als bisher geplant, doch mehr als bloße Worte gebe es nicht.

Den Vorwurf, er mache zu viele Schulden, wies er weit von sich. „Die Stadt hat nicht mehr Schulden als vor zwölf Jahren. Aber wir haben in dieser Zeit eine Menge geleistet: Kinderbetreuungen geschaffen, die Infrastruktur ausgebaut, die Stadt in ihrer Attraktivität gestärkt und die Einwohnerzahl deutlich nach oben gebracht, weil die Lebensqualität in Krumbach gesteigert werden konnte. Wir investieren, aber verantwortungsvoll.“

Manfred Pfeiffer fasste noch einmal zusammen, was die Gruppierung Junge Wähler/Offene Liste im Rat bewegen will. Die Frage nach Wohnraum sei brandaktuell. Dabei müsse besonderes Augenmerk auf günstigen Wohnraum und Seniorentauglichkeit gelegt werden. Ein zentrales Thema werde auch die Mobilität sein. Dabei gehe es nicht allein um den konventionellen Verkehr, sondern um alle Verkehrsteilnehmer, dazu komme die Innenstadtbelebung und die Vernetzung mit den umliegenden Gemeinden. Die Bereiche Energie, Wirtschaft und Arbeit gehörten ebenso zu den Themen der Kommunalpolitik wie die Bereiche Kultur und Jugend. Die Infrastruktur stelle die Basis für eine lebenswerte Stadt dar. Und letztlich dürfe auch die Integration von Neubürgern nicht aus den Augen verloren werden. Vielen der Kandidaten sei auch die Sorge um die Umwelt und das nachhaltige Leben und Wirtschaften ein großes Anliegen, das, so versicherte Manfred Pfeiffer, ein eigener Programmpunkt im Wahlkampfflyer sein werde.

Die JW-Kandidaten

Mit folgenden Kandidaten werden die JungenWähler/Offene Liste bei der Stadtratswahl 2020 antreten:

1. Hubert Fischer, (53 Jahre) Bürgermeister,

2. Manfred Pfeiffer (52 Jahre), Bauoberrat,

3. Ildiko Sugar (58 Jahre), Hautärztin,

4. Maximilian Behrends (34 Jahre), Lehrer,

5. Julia Geiger (34 Jahre), Bauoberrätin,

6. Herbert Haas (52 Jahre), Hotelier/Gastwirt,

7. Ralf Lenhart (38 Jahre), Immobilienmakler,

8. Christopf Rampp (30 Jahre), Sozialversicherungsfachangestellter,

9. Thomas Fetschele Edenhausen (36 Jahre), Leitender Angestellter,

10. Sarah Kopp (21 Jahre), Technikerin für ländliche Entwicklung

11. Lothar Birzle (57 Jahre), Bauoberrat,

12. Michael Kratky, Niederraunau (35 Jahre), Produktionsleiter,

13. Theodor Okkert (31 Jahre), Vorarbeiter,

14. Susanne Wiesner (36 Jahre), Studienrätin,

15. Stefan Gamperling (50 Jahre), Bautechniker,

16. Daniel Erhard (33 Jahre), Angstellter,

17. Rosa Maria Brückner (50 Jahre), Bürokauffrau,

18. Barbara Feistle (55 Jahre), Verkäuferin,

19. Karin Simnacher (46 Jahre), Bankkauffrau,

20. Eva Katzenschwanz (49 Jahre), Bauingenieurin,

21. Bodo Gewinner (49 Jahre), Unternehmer,

22. Thomas Flachsländer (47 Jahre), Metallbaumeister des Handwerks,

23. Eva Lechner (55 Jahre), Heilpädagogin,

24. Sabine Fischer-Ditz (47 Jahre), Angestellte

Ersatzkandidaten: Tobias Schneidenwind, Niederraunau, und Daniel Strobel.

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