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Glaube

27.10.2020

Konfirmation unter Corona-Bedingungen

Kleine Konfirmation unter Corona-Bedingungen in der Krumbacher Apostelkirche am Sonntag. Unser Bild zeigt von links die Konfirmanden Marius Huber-Denzel, Annalena Leinauer, Lukas Gramminger und Nathan Paul Lengdobler mit Pfarrer Eugen Ritter.
Bild: Annegret Döring

Vier Konfirmanden wurden in der Krumbacher Apostelkirche an Gott empfohlen

Unter besonderen Bedingungen ist in Krumbach in der Apostelkirche ein Konfirmationsgottesdienst gefeiert worden.

Eigentlich finden die Konfirmationen in der evangelischen Gemeinde in Krumbach immer im Frühjahr statt, doch in diesem Frühjahr verhinderte der coronabedingte Lockdown, der ja auch Gottesdienste betraf, auch die Feier der Konfirmation. Ein Ersatztermin am 25. Oktober wurde schließlich anberaumt, als gottesdienstliches Leben wieder möglich war. Nach dem Ausarbeiten eines Hygienekonzeptes entschloss sich Pfarrer Eugen Ritter, zwei Konfirmationsgottesdienste mit jeweils fünf Konfirmanden zu halten. Doch einen Sonntag vor dem Termin war plötzlich alles anders. Zehn Klassen der Realschule Krumbach mussten in Quarantäne, darunter auch Konfirmanden. Es war klar: Sie konnten nicht konfirmiert werden, denn sie musten ja daheim bleiben. Das Konzept für die Konfirmation musste neu überdacht werden. Pfarrer Ritter schickte einen Elternbrief raus, führte Gespräche mit den Eltern. Denn die Corona-Warnstufe im Landkreis Günzburg war inzwischen auf Gelb gesprungen, sodass auch die privaten Konfirmationsfeiern nur mit viel weniger Gästen stattfinden könnten. Kurz später sprang die „Corona-Ampel“ dann auch noch auf Rot und eine weitere Reduktion der Gästezahl wäre nötig geworden. Kurz vor dem Termin waren schließlich noch vier Familien bereit, die Konfirmation ihrer Kinder zu feiern.

Es war eine Konfirmation, wie sie so noch nie stattgefunden hat. In der Kirche war es kalt, was dem Lüftungskonzept und der Nicht-Heizbarkeit der Apostelkirche aufgrund ihrer Renovierungsbedürftigkeit geschuldet war. Pro Familie war eine Kirchenbank gefüllt, wenige andere Gäste saßen vereinzelt weiter hinten. Im Gottesdienst herrschte Masken-Tragepflicht. Aber die Sonne lachte wenigstens. So zeige Gott den Konfirmanden sein Lächeln, sagte Pfarrer Ritter. Unter dieses Lächeln wolle man die Konfirmanden im Schatten der derzeitigen Schwierigkeiten stellen. So sollten sich die Konfirmanden im weiteren Leben von Gott geführt, bewahrt und gesegnet fühlen. In einem Predigtspiel mit den Konfirmandenfamilien zum Thema Irrgarten und Labyrinth verdeutlichte Ritter den Gedanken, dass Gott jeden Einzelnen auf dessen einzigartigem Lebensweg führe und leite, ohne dass dieser ein Held sein müsse. Ein Verirren auf diesem Weg passiere nicht, Gott führe aus dem Labyrinth wieder heraus. In einem Grußwort des Kirchenvorstandes sagte Katja Schulz, dass die Konfirmanden am Tag ihrer Konfirmation selber mit einem Karabiner am Sicherungsseil Gottes einklinkten und schenkte ihnen zur Erinnerung einen Karabinerhaken. Abendmahl und Segenshandlung unterschieden sich vom Üblichen. Coronabedingt sollte alles möglichst kontaktlos stattfinden. Bevor Brot und Wein gereicht wurden, desinfizierte sich Pfarrer Ritter noch einmal die Hände. Den Wein gab es in separaten kleinen Gläsern. Schließlich traten Eltern und/oder Paten hinter den auf einem einzelnen Stuhl sitzenden Konfirmand und legten ihm beziehungsweise ihr anstelle des Pfarrers die Hand auf den Kopf. Die Segensworte sprach Pfarrer Ritter dazu. Musikalisch unterstützt wurde der Gottesdienst von Friedrich Widmann an der Orgel und Kornelius Launhardt mit Gitarre und Gesang.

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