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Ebershausen

05.12.2018

Konzert in Ebershausen: Einstimmung auf besinnliche Wochen

Der Musikverein Ebershausen unter der Leitung von Ingrid Mörz beim Adventskonzert
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Der Musikverein Ebershausen unter der Leitung von Ingrid Mörz beim Adventskonzert
Bild: Thomas Niedermayr

Der Musikverein Ebershausen präsentiert eine stimmungsvolle Mischung aus Altem und Neuem.

Auf die Vorweihnachtszeit stilvoll eingestimmt wurden die Besucher beim Adventskonzert des Musikvereins Ebershausen. In der fast voll besetzten Pfarrkirche St. Martin wurde ein kurzweiliger Mix aus Altem und Neuem, aus festlich-getragenen und rhythmisch-flotten Klängen geboten, der – im Wechsel mit vorgetragenen Gedichten und Erzählungen – für jeden Geschmack etwas Passendes aufweisen konnte.

Mit den „Christmas Moments“ von Marc Witman, einem Medley, in dem verschiedene beliebte Weihnachtsmelodien, wie etwa „Come all Ye Faithful“, zu einer stimmigen „Christmas Carol Overture“ zusammengeführt werden, starteten die 26 Musici unter der sicheren Leitung von Dirigentin Ingrid Mörz mit Schwung und Elan.

Eine melancholische und sanfte Grundstimmung

Auch beim „Concerto D’Amore“ des niederländischen Komponisten Jacob de Haan, einem Opus, das einer feierlich-barocken Eröffnung Abschnitte im Pop-Stil folgen lässt und in eine muntere Swing-Passage mündet, wusste das Zusammenspiel der einzelnen Register zu gefallen. Diesem filmmusikalisch beeinflussten Werk ließ der MV mit Paul Simons Folk-Rock-Song „The Sound of Silence“ (1964), von James L. Hosay für Blasorchester arrangiert, einen Klassiker der Populärmusik folgen. Dessen melancholisch-sanfte Grundstimmung verstanden die Musiker – in diesem Fall besonders Christina Leinauer am Keyboard – einfühlsam wiederzugeben.

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Stimmig fortgesetzt wurde das Konzert mit „Jesus, berühre mich“, einem von Albert Frey 2006 komponierten Lied, das vom Gesangsduo Julia und Roland Reng gekonnt vorgetragen wurde. Bei diesem markanten Beispiel für neue christliche Pop- und Sakralmusik sorgte vor allem die Rhythmusabteilung für die hierfür erforderliche Dynamik und Energie. Etwas zurückgefahren wurde das Tempo dann wieder bei „Yellow Mountains“, einer lyrischen Komposition von Jacob de Haan, der sich bei einem Aufenthalt in der Schweiz (1997) zu dieser musikalischen Huldigung an die Herbstfarben in den Bergen inspirieren ließ. Auch hierbei überzeugten die Holz- und Blechregister durch harmonisches Zusammenspiel.

„Highland Cathedral“, eine (1982) von den Deutschen Michael Korb und Uli Roever komponierte, typisch schottische Dudelsackmelodie, die von Siegfried Rundel effektvoll für Blasorchester arrangiert wurde, setzte den voluminösen Schlusspunkt, dem der MV noch zwei Zugaben folgen ließ.

Das Konzert vermittelt den Zauber der Vorweihnachtszeit

Das Adventslied „Tochter Zion“, das um 1820 in seiner heutigen Form entstand und auf von Friedrich Heinrich Ranke umgetexteten Chorsätzen aus den Händel-Oratorien „Joshua“ und „Judas Makkabäus“ basiert, und das Schlaflied „Guten Abend, gut’ Nacht“, das in der Vertonung von Johannes Brahms bekannt wurde, waren zum Mitsingen geeignet. Sie beendeten ein schönes und stark applaudiertes Adventskonzert, das etwas vom besonderen Zauber der Vorweihnachtszeit vermittelte.

Bevor im Anschluss an die musikalische Darbietung mit Glühwein und Grillwürsten auf dem Kirchplatz auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt wurde, konnte Andreas Baur, Vorsitzender des MV Ebershausen, noch einen verdienten Musiker auszeichnen: Michael Czernin (Flügelhorn) wurde für 30 Jahre aktives Musizieren geehrt und habe sich dabei, so Andreas Baur, „stets durch besonderen Fleiß bei den Proben und große Hilfsbereitschaft ausgezeichnet“.

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