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Krumbach

29.10.2019

Krumbach: Großer Zapfenstreich für Otti Pfelzer

Großer Zapfenstreich für Otti Pfelzer (Zweiter von links). Franz Josef Pschierer (links daneben) überreichte die Urkunde der Bundesvereinigung Deutscher Musikerverbände mit der Verdienstmedaille in Gold mit Diamant an Pfelzer.
Bild: Rupert Strobl

Franz Josef Pschierer überreichte die Verdienstmedaille in Gold mit Diamant an den ehemaligen Tambourmajor. Was Pfelzer für den Spielmannszug geleistet hat.

„Otti Pfelzer ist ein Original und keine Kopie“, so leitete der Präsident des Allgäu Schwäbischen Musikbundes und Staatsminister a. D., Franz Josef Pschierer, seine Laudatio ein. Die Überraschung war gelungen. Bis kurz vor dem Ereignis am Vorplatz des Hauses St. Michael wusste Otti Pfelzer nichts, welche Ehre ihm an diesem Abend bevor stand.

Initiator für diese stimmungsvolle Feier war der frühere Präsident des ASM, Professor Karl Kling, der selbst leider nicht teilnehmen konnte. Neben Bürgermeister Hubert Fischer und seinem Stellvertreter Gerhard Weiß waren viele Wegbegleiter des langjährigen Tambourmajors und Vorstandes des Krumbacher Spielmannszuges gekommen. Auch vom befreundeten Spielmannszug Ebersberg waren der Vorstand und ehemalige Vorstände angereist.

Die feierliche Zeremonie begann mit einem Fackelzug der Musikkapelle 1840 Röthenbach aus dem Westallgäu mit seinem Dirigenten Oskar Bihler und des Spielmannszuges Krumbach mit Tambourmajor Florian Pfelzer über den Stadtgarten zum Haus St. Michael. Nach den klangvollen Musikstücken „Kaiserin Sissi“ und „The Washington Post March“ interpretierten beide Kapellen zusammen den „Coburger Marsch“ und den „Großen Zapfenstreich“. Neben den erhebenden Klängen sorgte auch der mit Fackeln und Lampen spärlich erleuchtete Nachthimmel für eine besondere Stimmung. Mit der Bayernhymne, dem Deutschlandlied und dem „Yorkschen Marsch“ endete der musikalische Teil des Abends.

Krumbach: Großer Zapfenstreich für Otti Pfelzer

Musikalischen Werdegang skizziert

Bevor Pschierer die Urkunde der Bundesvereinigung Deutscher Musikerverbände mit der Verdienstmedaille in Gold mit Diamant an Otti Pfelzer überreichte, skizzierte er dessen musikalischen Werdegang. Otti Pfelzer trat mit 12 Jahren in den Spielmannszug ein und war dort 54 Jahre aktiv, bevor er im März 2019 den Tambourstab an seinen Sohn Florian und das Vorstandsamt an Arnold Romeser übergab. Er war 22 Jahre 1. Vorsitzender und 40 Jahre als Tambourmajor der musikalische Leiter.

Dabei absolvierte er etwa 2500 Proben und 1250 Auftritte. Bei den musikalischen Einsätzen, unter anderem auch in Frankreich, Italien und Österreich, marschierte er 5000 Kilometer. Otti Pfelzer leitete von 2006 bis 2012 die ASM Spielmannszüge und war danach bis 2015 stellvertretender Präsident des ASM. Für ihn galt das Credo: „Wer nicht lebt, um zu dienen, dient nicht dem Leben!“

Verbindung geht auf das Jahr 1986 zurück

Interessant zu erfahren war, dass die Verbindung zwischen dem Dirigenten Oskar Bihler und Otti Pfelzer aus dem Jahre 1986 herrührt, als der Spielmannszug Krumbach zum 150-jährigen Jubiläum des Musikvereins Hergensweiler eingeladen wurde, dessen Dirigent zu dieser Zeit Oskar Bihler war. Zusammen traten beide Kapellen auch beim 90. Geburtstag des Grafen Lennart Bernadotte auf, wo neben viel Prominenz auch das schwedische Königspaar anwesend war. An dieses Ereignis auf der Insel Mainau erinnerte Otti Pfelzer in seinen bewegenden Dankesworten, wo er, wie auch heute mit schlotternden Knien dastand.

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