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Krumbach
16.06.2019

Polizeiorchester-Auftritt wird für Krumbacherin zum Heimspiel

Sara Frankenhauser (vordere Reihe rechts) ist nach wie vor als Saxophonspielerin für den Krumbacher Musikverein aktiv.
2 Bilder
Sara Frankenhauser (vordere Reihe rechts) ist nach wie vor als Saxophonspielerin für den Krumbacher Musikverein aktiv.
Foto: Georg Drexel

Die aus Krumbach stammende Sara Frankenhauser ist Konzertmanagerin bei der bayerischen Polizei. Wir haben mit ihr im Interview gesprochen.

Es ist einer der ganz großen musikalischen Höhepunkte: Am Sonntag, 30. Juni, spielt das Polizeiorchester Bayern ab 19 Uhr in der Halle des Krumbacher Gymnasiums. Seit 2014 ist die gebürtige Krumbacherin Sara Frankenhauser für Konzertplanung und -management des Polizeiorchesters Bayern zuständig. Wie sieht ihre Arbeit konkret aus? Welche Verbindung hat sie noch zu Krumbach? Darüber spricht sie in unserem Interview.

Sie arbeiten seit 2014 für das Polizeiorchester Bayern. Tragen sie während des Dienstes eine Polizeiuniform?

Sara Frankenhauser (lacht): Nein, ich trage keine Uniform, ich bin auch keine Polizistin, aber Angestellte bei der Bayerischen Polizei.

Wenn das Stichwort Polizeiorchester Bayern fällt, dann denken wohl nicht wenige an Polizisten in Uniform, die Musik machen. Müssen Sie da Ihren Gesprächspartnern bisweilen einiges erklären?

Frankenhauser: Das ist in der Tat so. Polizisten in Uniform, die Musik machen – das war ja in der Anfangszeit des Orchesters in den 50er-Jahren tatsächlich so. Aber im Lauf der Zeit hat sich dies stark gewandelt. Inzwischen besteht das Orchester aus 45 studierten, professionellen Berufsmusikerinnen und -musikern. Sie kommen aus zwölf Nationen. Das Orchester versteht sich als Bindeglied zwischen der Polizei und der Bevölkerung und es tritt bei rund 50 Konzerten im Jahr honorarfrei für einen guten Zweck auf.

Konzertplanung und -management: Wie sieht Ihre Arbeit konkret aus?

Frankenhauser: Voraussetzung für einen Auftritt des Polizeiorchesters Bayern ist, dass der gesamte Reinerlös des jeweiligen Konzerts einem guten Zweck zugeführt wird. Das Krumbacher Konzert wird vom Lions-Club anlässlich seines 50-jährigen Bestehens organisiert. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an den Förderverein Rettungsdienst Krumbach und an den Verein der Förderer und Freunde der Klinik Krumbach. Bei der Planung von Konzerten wie jetzt in Krumbach bin ich in sehr engem Kontakt mit Vereinen und ehrenamtlich tätigen Personen. Wir klären gemeinsam alle Fragen der Örtlichkeiten, der Bühnenauswahl, der Technik oder der Logistik ab. Oft sind die Veranstalter bezüglich der Organisation von großen Konzerten Laien, hier ist eine Beratung wichtig und wird auch gerne in Anspruch genommen. Vor den Konzerten bin ich in der Regel vor Ort und kläre alle relevanten Fragen ab.

Sie stammen aus Krumbach, das Konzert des Polizeiorchesters Bayern am Sonntag, 30. Juni ist für Sie eine Art Heimspiel. Was bedeutet dieses Konzert für Sie persönlich?

Frankenhauser: Natürlich ist die Organisation für mich in Krumbach leichter als in anderen Fällen, ich kenne ja alle Örtlichkeiten gut und habe nach wie vor eine gute Verbindung zu Krumbach. Aber da ist natürlich auch eine gewisse Nervosität da, denn viele Freunde und Bekannte sitzen diesmal ja im Publikum. Ein Heimspiel ist der 30. Juni aber auch für zwei Musiker aus dem Orchester. Sie stammen aus Jettingen und Loppenhausen.

Sara Frankenhauser (rechts) bei einem Benefizkonzert. Weiter im Bild von links Polizeipräsident Wolfgang Sommer, zwei Beamtinnen in Ausbildung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Generalmusikdirektor der Bayerischen Polizei, Professor Johann Mösenbichler.
Foto: Sammlung Polizeiorchester Bayern

Sie wohnen in München, sind aber weiter für den Krumbacher Musikverein aktiv. Welche Verbindungen haben Sie noch zu Krumbach?

Frankenhauser: Die Verbindungen sind noch sehr eng. An den Wochenenden bin ich mit meinem Mann und meinem Sohn immer wieder bei meinen Eltern in Krumbach. Nach wie vor nehme ich an den Freitagabenden regelmäßig an den Proben des Krumbacher Musikvereins teil und bin auch bei vielen Konzerten dabei. Aber es geht nicht immer, da ich ja auch an Wochenenden arbeite. Doch bislang konnte ich meine Arbeit und das Engagement im Krumbacher Musikverein gut zusammenbringen und das freut mich sehr.

Karten für das Konzert am Sonntag, 30. Juni, um 19 Uhr in der Halle des Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasiums Gymnasiums gibt es bei den Mittelschwäbischen Nachrichten in Krumbach. Weitere Informationen zum Konzert unter im Internet unter www.polizeiorchester-bayern.de

Lesen Sie dazu auch: Eine „musikalische Weltreise“ in Krumbach

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