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Krumbach

27.01.2020

Krumbacher Sportzentrum: Warum der Ton sachlicher wird

Wie geht es weiter mit dem Krumbacher Hallenbad und dem Sportzentrum? Am Montagabend gab es keine Entscheidung. Das Interesse an diesem Thema ist offensichtlich groß. In die Sitzung waren schätzungsweise rund 20 Zuhörer gekommen.
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Wie geht es weiter mit dem Krumbacher Hallenbad und dem Sportzentrum? Am Montagabend gab es keine Entscheidung. Das Interesse an diesem Thema ist offensichtlich groß. In die Sitzung waren schätzungsweise rund 20 Zuhörer gekommen.
Bild: Peter Bauer

Plus Im Stadtrat gibt es am Montagabend erwartungsgemäß keine entscheidende Weichenstellung. Doch umfangreiches Zahlenmaterial sorgt für eine strukturiertere Debatte.

Am Ende war es Bürgermeister Hubert Fischer, der dann auch noch einen Schuss Humor in die Debatte um das Krumbacher Sportzentrum brachte. In absehbarer Zeit werde man dann „mal wieder eine Abstimmung wagen“. Doch wann wird das sein? Am Montagabend diskutierte der Krumbacher Stadtrat rund zweieinhalb Stunden über die Zukunft des Sportzentrums. In der Sitzung lag wohl so viel Daten- und Zahlenmaterial vor wie in keiner Sitzung in all den Jahren zuvor. Doch wie es viele im Vorfeld erwartet hatten, gab es am Montagabend keine Entscheidung im Rat für einen Neubau oder eine Generalsanierung. Damit wird es bis zur Kommunalwahl wohl keine Abstimmung mehr zum Thema mehr geben. Wenn sich der Rat doch noch für die Generalsanierung entscheiden sollte, dann wäre wohl mit einem halben Jahr zusätzlicher Planungszeit zu rechnen, da die Planungsrichtung ja bekanntlich bislang stärker in Richtung Neubau ging. Das Konzept müsste dann wohl erneut der Regierung von Schwaben vorgelegt werden ...

Müsste, könnte: Das deutet an, dass auch nach der Montagssitzung in Sachen Sportzentrum vieles offenbleibt. Doch deutlich wurde in der Sitzung auch, dass das vom Büro Krug Grossmann Architekten ( München) vorgelegte umfassende Zahlenmaterial die Debatte versachlicht hat. Anders als in früheren Sitzungen war das Büro gleich mit drei Vertretern nach Krumbach gekommen. Auch das zeigt, welche Dimension diese Diskussion inzwischen erreicht hat. Die Vertreter des Büros stellten die drei Varianten gegenüber, die seit dem Beginn der Arbeit des Büros an diesem Projekt im Jahr 2014 erarbeitet worden waren.

Welche Kosten für die Varianten berechnet wurden

Bei einer kompletten Generalsanierung kommt das Büro auf geschätzte Kosten von 23,25 Millionen Euro (hochgerechnet auf das Jahr 2019) Bei dieser Variante gab es aber keine vertiefte Kostenschätzung. Denn der Stadtrat entschied im November 2014, diesen Weg nicht weiterzugehen. Bei einer Variante mit Neubau der Mehrzweckhalle und der Mensa und einer Sanierung des Hallenbades gehen die Planer von bezogen auf das Jahr 2019 geschätzten Gesamtkosten von 30,5 Millionen Euro aus. Bei einem kompletten Neubau der Anlage von rund 32 Millionen Euro. Ein wesentlicher Unterschied bei den Ansätzen: Bei der Generalsanierung ging die Planung von einer Halle für 500 Personen aus, beim Neubau von einer Größenordnung von 900 Personen. Die Variante Generalsanierung liegt von den Kosten her niedriger. Aber es handelt sich eben um keine vertiefte Kostenschätzung, zudem stand in der Sitzung die Frage im Raum, ob und in welcher Höhe bei einer Generalsanierung mit Zuschüssen zu rechnen ist.

Krumbacher Sportzentrum: Warum der Ton sachlicher wird

Schulamtsdirektor Thomas Schulze berichtete über den aktuellen Trend bei den Schülerzahlen. Hier sei in den nächsten Jahren mit einem Anstieg zu rechnen. Auch dies solle bei der Planung Berücksichtigung finden. Die Positionen der Krumbacher Stadträte blieben am Ende insgesamt unverrückt. Bürgermeister Fischer sprach sich erwartungsgemäß klar für einen Neubau aus. Deutliche Kritik an diesem Konzept kam unter anderem von Achim Fißl (SPD-Fraktionsvorsitzender) und UFWG-Stadtrat Dr. Markus Härtle, die bekanntlich ein Bürgerbegehren gegen den Abriss des Sportzentrums auf den Weg gebracht haben. Klemens Ganz (UFWG-Fraktionsvorsitzender und Manfred Pfeiffer (JW/OL) wiesen darauf hin, dass in einer neugebauten, vergrößerten Halle bisherige Nutzer der TSV-Turnhalle und der Landkreisturnhalle untergebracht werden könnten. Wenn die Halle nicht neu gebaut werde, bestehe die Gefahr, dass in absehbarer Zeit an einer anderen Stelle ein Hallenneubau notwendig wäre.

Präsentation wird online gestellt

Lob gab es im Krumbacher Stadtrat für die Stadtverwaltung, die die Präsentation des Büros Krug Grossmann Architekten online gestellt hatte. Dieses Material soll laufend ergänzt werden. Denn klar ist nach dem Montagabend auch: Im Krumbacher Rat wird es zum Sportzentrum noch so manche Debatte geben (ein weiterer ausführlicher Bericht über die Diskussion am Montagabend folgt).

Weitere Informationen zur Debatte um das Krumbacher Sportzentrum und zu den Debatten im Krumbacher Stadtrat finden Sie hier:

Krumbacher Sportzentrum: Wegweisende Sitzung im Stadtrat?

Krumbacher Sportzentrum: Warum die Positionen verhärtet bleiben

Fischer wehrt sich gegen Kritik an seinem Politikstil


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