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Balzhausen

18.12.2019

Kurzweilige Mischung aus Tradition und Moderne

Auch unter seinem neuen Leiter Maximilian Menz überzeugte der MV Balzhausen beim Jahreskonzert in der Mehrzweckhalle. 
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Auch unter seinem neuen Leiter Maximilian Menz überzeugte der MV Balzhausen beim Jahreskonzert in der Mehrzweckhalle. 

Beim Auftritt des Musikvereins Balzhausen in der Mehrzweckhalle fand eine Taktstockübergabe statt. Maximilian Menz tritt die Nachfolge von Max Pfluger an.

Höhepunkte traditioneller wie auch moderner Blasmusik garantierten in der mit über 200 Besuchern vollbesetzten Mehrzweckhalle ein ebenso unterhaltsames wie ansprechendes Programm. Beim Jahreskonzert des Musikvereins Balzhausen kamen nicht nur die Liebhaber böhmisch-mährischer Blasmusik voll auf ihre Kosten, sondern es wurden auch beliebte Pop-Hits aus der Ära der Neuen Deutschen Welle und berühmte Filmmusik-Themen in handwerklich makelloser Manier präsentiert. Zudem fand an diesem rundum unterhaltsamen Abend eine Taktstockübergabe statt, denn auf Max Pfluger, der den ersten Teil des MV-Programms als musikalischer Leiter gestaltete, folgt mit Maximilian Menz ein junger Nachfolger als Dirigent.

Hauptorchester der Jugendkapelle Mindel-Zusam eröffnet Konzert

Eröffnet wurde das Jahreskonzert aber nicht vom Musikverein Balzhausen, sondern vom Hauptorchester der Jugendkapelle Mindel-Zusam. Unter der souveränen Leitung von Rainer Steber legten die rund 40 Nachwuchstalente mit dem Konzertmarsch „Beim Dämmerschoppen“ des aus Kaufbeuren stammenden Komponisten Alexander Pfluger gleich mächtig los. Dem schmissigen Marsch ließen sie mit Jacob de Haans schöner Widmung an die in satten Herbstfarben strahlenden „Yellow Mountains“ (1997) und mit der flotten Nummer „Entry-Jazzy-Disco“ des 2015 gestorbenen Belgiers André Waignein weitere Beispiele harmonischen Zusammenspiels folgen. Emotionale Höhepunkte des von Hannah Roth heiter moderierten Auftritts waren die fein intonierte Version von Karel Svobodas „Aschenbrödels Tanz“ aus dem Märchenfilm-Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und ein Vokal-Solo von Veronika Schuster, die bei James Horners Hit „My Heart Will Go On“ aus dem Film „Titanic“ eine schöne Kostprobe ihres gesanglichen Könnens abgab. Wie Ulli Berchner, Vorsitzender der Jugendkapelle, mitteilte, haben in diesem Jahr 13 Jungmusiker die ASM-Bläserprüfungen erfolgreich bestanden und entweder das Bronzene oder Silberne Bläserabzeichen erhalten. Das entsprechend motiviert und beherzt aufspielende Ensemble wurde vom Publikum nicht ohne Zugabe verabschiedet.

Mit dem „Einzug der Gladiatoren“, dem fulminanten Marsch des 1916 gestorbenen Tschechen Julius Fucík, demonstrierte der Musikverein Balzhausen unter seinem scheidenden Dirigenten Max Pfluger, welch hohe Kunst Blasmusik entstehen lassen kann, wenn die einzelnen Register dank fachmännischer Leitung zu größtmöglicher Präzision und Disziplin gelangen. Dem „Walzerkönig“ Johann Strauss wurde mit „Rosen aus dem Süden“ und der Polka „Leichtes Blut“ taktvoll gehuldigt, bei den „Alpine Inspirations“ des Österreichers Martin Scharnagl fand die faszinierende Bergwelt der Alpen eine formvollendet servierte musikalische Entsprechung. Nach dem machtvollen „Salve Imperator“ des oberschwäbischen Komponisten Siegfried Rundel (1940 - 2009) fand - passend zu diesem Titel - die Verabschiedung des alten und die Vorstellung des neuen Dirigenten statt.

Kurzweilige Mischung aus Tradition und Moderne

Maximilian Menz präsentiert sich als kompetenter Nachfolger

Max Pfluger, den sowohl der MV-Vorsitzende Michael Greiner als auch der ASM-Vorsitzende Franz Alstetter (Bezirk 11 Krumbach) als „Vollblutmusiker der alten Garde und Glücksfall für den Musikverein“ würdigten, übergab den Stab an Maximilian Menz, der sich mit den „Erinnerungen an Ernst Mosch“ (von Franz Bummerl) sogleich als kompetenter Nachfolger präsentierte. Daniel Gülseren überzeugte bei „Der fidele Bassist“, 1972 vom Egerländer Hans Rückauer komponiert, mit einem feinen Tuba-Solo, während Christoph Mayer, der die praktische D3-Prüfung mit der Traumnote 1,0 bestanden hat, bei Franz Bummerls „Der Lieblingstrommler“ am Schlagzeug glänzte und bei den „Erinnerungen an Zirkus Renz“ (von Gustav Peter) auch am Marimbaphon mit erstaunlicher Geschwindigkeit und Technik begeisterte.

Das flott und fetzig servierte Pop-Medley „80er Kult(tour)“ von Thiemo Kraas ermöglichte erhellende Erinnerungen an Hits der Münchner Freiheit, der Spider Murphy Gang, von Falco, Hubert Kah und Klaus Lage. Stürmisch geforderte Zugaben rundeten den von Theresa Mayer und Marina Stark humorvoll moderierten Auftritt ab. Sowohl unter seinem alten als auch unter seinem neuen Dirigenten gelang es dem MV Balzhausen, die hohe Kunst qualitätvoller und vielfältiger Blasmusik anschaulich und hörenswert zu zelebrieren.

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