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Krumbach

23.11.2019

London, New York, Krumbach, Kunstnacht

Eröffnung der Krumbacher Kunstnacht am Samstagabend im historischen Rathaus bei Glogger & Partner. Sigurd Rakel stellte die einzelnen Künstler und Stationen vor. Links neben ihm leicht verdeckt Künstler Falk von Schönfels. Rechts Bürgermeister Hubert Fischer.
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Eröffnung der Krumbacher Kunstnacht am Samstagabend im historischen Rathaus bei Glogger & Partner. Sigurd Rakel stellte die einzelnen Künstler und Stationen vor. Links neben ihm leicht verdeckt Künstler Falk von Schönfels. Rechts Bürgermeister Hubert Fischer.
Bild: Peter Bauer

Welche Höhepunkte es bei der Kunstnacht am Samstag in Krumbach gab. Warum die Kulturnacht für die regionale Kunstszene so wichtig ist.

London, New York Krumbach: Das ist schon eine bemerkenswerte „Städtereise“. Aber die Kunstnacht macht vieles möglich. Zum Beispiel, dass ein renommierter Künstler wie Falk von Schönfels aus München seine gesellschaftskritischen Werke im Herzen Krumbachs (bei Glogger & Partner im historischen Rathaus) vorstellt. Ausgestellt hat er schon in London und New York und nun – in Krumbach. Die feierliche Eröffnung bei Glogger & Partner war einmal mehr eine Art "Dreh- und Angelpunkt" der Kunstnacht. Die einzelnen Stationen der Kunstnacht (heuer waren es 15) stellte der Krumbacher Künstler, Galerist und Kunsterzieher Sigurd Rakel in seiner Einführung vor.

Die Kunstnacht – das ist Jahr für Jahr auch hervorragende Kunst aus der Region. Ganz in diesem Sinne bot die 13. Auflage der Kunstnacht eine bemerkenswerte Mischung. Umrahmt wurde die Eröffnung von einem Ensemble des Musikvereins Krumbach.

Kunst biete die Möglichkeit, die „Seele baumeln zu lassen“, betonte Andreas Glogger. Bürgermeister Hubert Fischer würdigte das vielfältige kulturelle Leben in Krumbach und dankte den Organisatoren (Anita Roth und Claudia Glogger, die Einführung hält jährlich Sigurd Rakel) für ihren Einsatz.

London, New York, Krumbach, Kunstnacht

Kunst als kritische und zugleich humorvolle Begegnung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart: Dafür stehen die Arbeiten von Falk von Schönfels, von denen eine Auswahl im historischen Rathaus zu sehen ist. Rakel sprach von ironischen und gleichermaßen feinsinnigen Werken. Die Eröffnung im historischen Rathaus war die Ouvertüre für eine Veranstaltung, die sich in Krumbach seit 2007 zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Ereignis entwickelt hat. Bummeln und die Kunst genießen: Dafür steht auch der 23. November 2019.

Bernd Scheitter zeigte wieder seine in Handarbeit gebauten Maschinen (Bierbrunnen). In der Tagesstätte für seelische Gesundheit präsentierte Karl-Heinz van Vügt (auch ein guter „alter Bekannter“ der Kunstnacht) neue Malerei-Arbeiten, Alfons Marsell zeigte Tonskulpturen, ferner gab es die Aktion „Mit-Gefühl“.

Der Name Sigurd Rakel steht in der Kunstnacht für mehrere Akzente. Derzeit zeigt er in einer eigenen Ausstellung mit dem Titel „EigenARTig“ einige seiner Arbeiten. Vertreten war überdies er beim Literatur-Kunst-Musik-Projekt in der neuen Aula des Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasiums, das auch in Sachen moderne Architektur einen besonderen Schwerpunkt setzte. Das Kunststudio Karussell präsentierte sich in der TSV-Turnhalle.

Im Café „Nimm Platz“ stellte der schwerhörige Maler Edmund Schultze Bilder aus seiner Zeit in Afrika aus. Niklas Tauber zeigte seine „Gedichtbilder“ (Diem). In der Galerie am Wasserschloss war „Tragbare Kunst“ von Anne Menzel zu sehen. Barbara Lindner stellte bei dieser Kunstnacht im Bürgerhaus wieder eine Auswahl von Fotografien vor. Diesmal zum Thema „Erlebnis Lissabon“. Es gab in der Kunstnacht auch eine Kunstaktion mit einem besonderen Bezug zu Krumbach: Von Doris Graf, die eine Zeichenaktion für die Stadtbevölkerung organisierte. Bei den Projekten im Bürgerhaus (Lindner, Graf) war die Volkshochschule federführend.

In der ehemaligen Knöpfle-Halle war Malerei von Dominik Widmann („Static Motion Control“) zu sehen. „Kunst-Traum im Kunst-Raum“: Das war der Titel der Aktion von Eva Herold-Fißl und Sylvia Endres im Mittelschwäbischen Heimatmuseum. Dort ist derzeit auch die aktuelle Ausstellung mit Bildern von Alfred Hennings (1919 bis 2014) zugänglich. Im Hürbener Wasserschloss präsentierte Christine-Elisabeth Gerstenkorn unter dem Titel „Zwei Seiten – Gedanken in Wort und Bild“ ihre Welt aus „Farben und Illusionen“.

Zwei Konzerte in der Kirche St. Michael

Auch Lutz-Volker Spies beteiligte sich wieder an der Kunstnacht („Metamorphosen Neon“) im ehemaligen Restaurant Scheppach. In der Kirche St. Michael gab es ein Kirchenkonzert mit dem Blechbläser-Ensemble „Classic-Sound“ und Michael Dolp (Orgel). Und schließlich das Abschlusskonzert zur Kunst- und Kulturnacht: Es spielten an der neu renovierten Orgel Michael Dolp und Jochen Schwarzmann (Klarinette). „Wabato movement“ (Andreas Birkner) betrachtete die Stadt „von außen“. Ungewöhnliche Fahnen und Videos an den Wegen zwischen den einzelnen Kunstnacht-Stationen standen dabei im Mittelpunkt.

Gelassenheit und die Dinge „von außen“ betrachten: Das sind gerade in einer oft emotional aufgeputschen Gegenwart zentrale Botschaften der Kunst.

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