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10.02.2018

Marktplatzsperrung: Das klärende Gespräch suchen

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Zu dem Thema ist offenbar vieles nicht ausdiskutiert worden. Ein oder mehrere offene, gemeinsame, klärende Gespräche würden wohl allen Beteiligten guttun, findet MN-Redaktionsleiter Peter Bauer.
Bild: Andreas Langer

Zu dem Thema ist offenbar vieles nicht ausdiskutiert worden. Ein oder mehrere offene, gemeinsame, klärende Gespräche würden wohl allen Beteiligten guttun.

Meist läuft es so: Straßensanierung, Sperrung eines wichtigen Platzes oder ähnliches – zunächst entwickelt sich bei solchen Themen im sogenannten öffentlichen Raum, heute oft auch in den sozialen Medien, eine heftige Debatte. Nicht selten bildet sich dann eine Anliegerinitiative oder gar eine Bürgerinitiative. Die sucht bewusst den Kontakt zu den Medien, rührt sozusagen auf allen Kanälen mit großer Anstrengung die Werbetrommel für ihre Aktionen wie Unterschriftensammlungen oder Ähnliches. In der aktuellen Krumbacher Marktplatzdebatte lief das auf eine bemerkenswerte Weise anders. Eine heftige öffentliche Debatte um die Marktplatzsperrung gab es zuletzt nicht. Doch plötzlich, fast unvermittelt, in einer gewissen Weise leise kommend, war sie „da“, die Unterschriftenaktion gegen die Sperrung des südlichen Marktplatzes zur warmen Jahreszeit (offizieller Initiator ist der Krumbacher Thomas Bäurle).

Es kam, was zu erwarten war. Innerhalb von kurzer Zeit hat das Thema eine starke Vehemenz entwickelt. Dabei schien im Oktober 2016 alles klar zu sein. Mit einer deutlichen Mehrheit von 21:3 Stimmen hatte sich der Krumbacher Stadtrat für die unbefristete jährliche Sperrung von Mai bis September ausgesprochen. Doch wer jetzt bei den Beteiligten zum Thema nachfragt, der spürt sehr schnell, dass zu diesem Thema vieles seinerzeit wohl nicht ausdiskutiert worden ist. Deutlich greifbar sind atmosphärische Verhärtungen und wie dünn der Gesprächsfaden offensichtlich ist. Warum dies so ist, das ist in der Rückschau kaum mehr nachvollziehbar. Aber es zeichnet sich klar ab, dass Werbegemeinschaft, die Organisatoren von „Live am Marktplatz“ und Bürgermeister Hubert Fischer in Sachen Verkehrsführung in der Innenstadt sehr unterschiedliche Akzente setzen. Ein oder mehrere offene, gemeinsame, klärende Gespräche würden wohl allen Beteiligten guttun. Diese Gespräche könnten dazu beitragen, der Debatte die polarisierende Schärfe zu nehmen und die Voraussetzungen für künftige Verkehrsdiskussionen wesentlich zu verbessern.

Aber jetzt, im ausgehenden Winter, kommt schlichtweg auch die Vorfreude auf viele neue unvergessliche „Live-am Marktplatz“-Momente“ in Krumbachs Zentrum. Für Krumbach wurde die Veranstaltungsreihe, die erstmals 2016 stattfand, zu einem Art Aushängeschild mit einer Strahlkraft weit über die Stadt hinaus. Es spricht alles dafür, dass dies auch 2018 wieder so sein wird.

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Nach dem Saisonfinale von „Live am Marktplatz“ im August dürften dann in Sachen Verkehrsführung in der Innenstadt weitere, wichtige Detailerfahrungen vorliegen, die in die Verkehrsdiskussion einfließen können. Doch klar ist, dass inzwischen viele Städte entschlossen die Verkehrsberuhigung in den Zentren vorantreiben. Es wäre schön, wenn auch Krumbach hier seinen Weg findet.

Soll die Südseite des Krumbacher Marktplatzes zur warmen Jahreszeit durchgängig für den Verkehr gesperrt sein? Stimmen Sie bei uns ab unter www.mittelschwaebische-nachrichten.de

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