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29.07.2010

"Mit Bravour ins Turnier!"

Die Schulbesten des Jahrgangs 2009/2010 der Realschule Krumbach während der Abschlussveranstaltung. Foto: Brigitte Pöschl
Bild: Brigitte Pöschl

Krumbach "So, jetzt, wenn sie rundherum positiv geworden sind, müssen sie gehen", meint eine Lehrerin beim Anblick der hübschen jungen Damen im Abendkleid und der jungen Herren im Anzug oder Sakko. Die Schüler, die noch vor einigen Tagen durch die Aula der Realschule Krumbach schlenderten, zeigen, dass sie junge Erwachsene geworden sind. Dass sie auch einige grundlegende Fähigkeiten erworben haben, die man im Erwachsenenalter braucht, konnten sie vor Kurzem in ihrer Abschlussprüfung, der Mittleren Reife, beweisen.

Eine kleine Feier, mit der sich die Absolventen von der Schulgemeinschaft verabschiedeten, gab es bereits am Vormittag. Wichtig dabei war die Ehrung der Schüler, die sich besonders engagiert hatten. Einige Lerntutoren, sie gaben Nachhilfe für die unteren Klassen, waren dabei. Mediatoren, die so manchen Streit geschlichtet hatten, überließen nun ihre Aufgabe den nachfolgenden Schülern. Einige verdiente Mitglieder der Schülermitverantwortung SMV, unverzichtbar, wenn es um die Organisation des Schullebens geht, machten Platz für andere.

Die Schülersprecher Dominik Schacherl und Christoph Bader hatten unter anderem dafür gesorgt, dass es einen Wintersporttag in den Bergen gab und an der Schule wieder ein Bandcontest stattfinden konnte.

In der Schulband, der Folkgruppe und dem Foto-Team müssen nun ebenfalls jüngere Schüler in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten - und sich wohl gehörig dabei anstrengen. "Ich möchte auch mal da oben stehen!", meint ein Schüler. Prima, diese Ehrung soll schließlich Ehrgeiz wecken. Vor allem auch deshalb, weil die Fähigkeiten, die man durch diese außerunterrichtlichen Aktivitäten erlernt, im späteren Leben sehr von Nutzen sind.

"Mit Bravour ins Turnier!"

Die Feier am Abend mit der Überreichung der Abschlusszeugnisse war der Höhepunkt des Tages. Mehr als 500 Gäste nahmen daran teil. Zum Auftakt zeigte die Bläserklasse 6 b, was sie gelernt hat. Schwungvoll und mit sauberem Ton spielten die Kinder "Born To Be Wild". Leichtigkeit konnte der Jugendchor vermitteln, der mit seiner Kinderfröhlichkeit eine heitere Atmosphäre verbreitete. Dann brachte die 1. Vorsitzende des Elternbeirates, Alexandra Eheim, einen interessanten Vergleich: Für die Höhen und Tiefen, die die Zehntklässler bis zur Prüfung erlebten, fand die ehemalige Hebamme Parallelen zur Zeit der Schwangerschaft bis zur Geburt.

Kleine Zeitreise

Dominik Schacherl, der Schülersprecher, machte eine kleine Zeitreise von der Aufnahmeprüfung bis zur Abschlussklasse. Auffallend war, wie viel den Schülern dabei Fahrten bedeuteten. Schullandheim, Skilager und Abschlussfeier schienen regelrechte Eckdaten in einem Schülerleben darzustellen.

Rektor Josef Mayer verglich die Abschlussprüfung mit dem aktuellen Ereignis der Fußballweltmeisterschaft 2010. "Wie hat unser ,Bundesjogi' seine Mannschaft motiviert? "Högschte Disziplin", so Rektor Josef Mayer. Wie nahe liegt doch der Vergleich zwischen Lehrer und Trainer! Die Anstrengung, die beide verlangen, soll es ermöglichen, dass man sein Ziel erreicht. "Ihr seid mit Bravour in dieses Turnier gegangen", sagte der Rektor, "das ist ein Gefühl, das euch niemand nehmen kann. Man wird gestärkt für die weiteren Prüfungen, die kommen werden."

Von 92 Schülern haben dieses Jahr 91 den Abschluss geschafft. Das sind 98,9 Prozent. 48 Prozent der Absolventen gehen direkt in den Beruf, die anderen machen weiter mit der FOS, Sprachenschulen oder sonstigen privaten Schulen.

Wirklich spannend - auch wenn die Ergebnisse schon bekannt waren - wurde es, als die Zeugnisse überreicht wurden. Noch spannender war die Ehrung der zwölf Schulbesten, die einen Schnitt mit einer Eins vor dem Komma hatten.

Und was meinen die jungen Damen und Herren, die zu Besuch kamen, weil sie vor nicht allzu langer Zeit ihre Mittlere Reife feierten? "Man fühlt sich ein bisschen wehmütig", meint Benjamin Sendler, ehemaliger Schülersprecher. Von seinen Plänen für die Zukunft erzählt er weiter, vielleicht wird er sogar Ingenieur. (pösch)

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