Newsticker

Lokale Ausnahmen von der Maskenpflicht für Grundschüler müssen in Bayern genehmigt werden
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Neuer Standort: Deisenhausen will Parkplätze für Lastwagen schaffen

Deisenhausen

21.07.2020

Neuer Standort: Deisenhausen will Parkplätze für Lastwagen schaffen

In diesem Bereich in Deisenhausen soll ein Parkplatz für vier Lastwagen realisiert werden.
Bild: Emil Neuhäusler

Plus Weil parkende Laster bei der Firma Thalhofer die Anwohner stören, suchte man in Deisenhausen eine Lösung. Die scheint jetzt gefunden. Auch mit Hilfe der Firma selbst.

Die Deisenhauser treibt ein Problem um: Lkw-Fahrer, vor allem diejenigen, die über das Wochenende parken, bis sie dann am Montag früh in das Firmengelände des Holzzentrums Thalhofer einfahren dürfen, hinterlassen Müll und Fäkalien. Hier wollte die Gemeinde eine Lösung in Form von Parkplätzen finden. Die gibt es jetzt - allerdings nicht am ursprünglich geplanten Standort.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung war beschlossen worden, entlang des Sportplatzes in Deisenhausen zwei Parkplätze für Lkw, welche vor allem das Firmengelände des Holzzentrums Thalhofer anfahren, zu schaffen. Inzwischen habe sich die Firma, berichtete Bürgermeister Langbauer, an die Gemeinde gewandt und zugesagt, auf zehn Jahre die Kosten für ein mobiles WC zu übernehmen, wenn die Gemeinde wenigstens vier Parkplätze schaffe.

Lkw-Parkplätze am Sportplatz in Deisenhausen sind ungeeignet

Für diese Anzahl müsste jedoch der Parkstreifen von drei auf sechs Meter vertieft werden, erklärte Langbauer. Gegen diese Lösung spricht vor allem, dass die parkenden Lastwagen, vor allem im Hinblick auf den Spielbetrieb, an den Sonntagen keinen schönen Anblick böten. Der Gemeinderat fand eine Lösung ebenfalls in der Schildbachstraße, und zwar westlich im Sackgassen-Bereich.

Da dieses Straßenstück eine Breite aufweist, die das Parken von vier Lastwagen zulasse, hofft die Gemeinde, dass die Firma Thalhofer das Aufstellen des WCs auch an diesem Standort übernimmt. Um ein weiteres Parken an der Schildbachstraße zu unterbinden, wird diese durchgehend mit einem Parkverbot belegt.

Was passiert mit den Grünstreifen in Deisenhausen?

Auf den Fluren von Deisenhausen gebe es nur noch sehr wenig Hecken, die den Tieren Schutz und Nahrung bieten, hielt Jäger Helmuth Singer dem Gemeinderat Deisenhausen in seiner Sitzung vor Augen. Deshalb müsse man Lösungen suchen. Er schlug deshalb vor, die öffentlichen Grünstreifen entlang der Flurwege nicht mehr intensiv zu bewirtschaften. Der Gemeinderat zeigte dafür Verständnis, möchte auf der anderen Seite jedoch nicht mit den Landwirten in Konflikt geraten, die dieses Thema, wie ein Gemeinderat erläuterte, eventuell aus einem anderen Blickwinkel betrachten würden.

Viele Flächen entlang der Wege, Hänge und Gräben seien im Eigentum der Gemeinde. Wenn diese nicht intensiv, vor allem nicht zweimal im Jahr, gemäht würden, stünden sie dem Wild wie Reh und Hase und vielen Insektenarten als Nahrungsquelle und Lebensraum zur Verfügung. Diese Grünstreifen würden aber meist von den Landwirten beim Bestellen ihrer Felder mitgemäht. Hier müsse ein „Kompromiss zwischen Sauberkeit und Natur“ gefunden werden. Gemeinde und Landwirtschaft müssten sich ihrer Verpflichtung gegenüber der Natur bewusst sein, forderte Singer.

Ein Gemeinderat, selbst Landwirt, begründete das Mitmähen. Das Unkraut in den Randstreifen same aus und verteile sich so auf die umliegenden Wiesen und Äcker. Das könne nur durch zweimaliges Mähen pro Jahr verhindert werden. Bürgermeister Bernd Langbauer sieht wohl die Verantwortung gegenüber der Natur und sprach sich dafür aus, wenigstens ein paar Streifen wachsen zu lassen. Man kam dann unisono überein, einen Plan von den Flächen zu erstellen, die dafür geeignet erscheinen und nur extensiv bewirtschaftet werden sollen.

Gefährliche Straßenquerung in Unterbleichen

Ein weiteres Thema war die Verkehrssituation in Unterbleichen an der Einmündung Schlossstraße/Hauptstraße. Bürgermeister Langbauer stellte anhand von Fotografien vor, dass das Überqueren der Straße im Kurvenbereich vor allem für Kinder auf dem Schul- und Kindergartenweg sehr gefährlich sei. Sein Vorschlag war, einen Verkehrsspiegel anzubringen und die bestmögliche Stelle für die Querung zu markieren.

Da für dieses Problem keine alternative Lösung gefunden wurde, fand dieser Vorschlag einhellige Zustimmung. Die Gemeinderäte sind zudem zuversichtlich, dass die Eltern mithelfen und ihre Kinder dazu erziehen werden, die Straße nur an der gekennzeichneten Stelle zu überqueren.

Gemeinderat Deisenhausen: Entwicklungskonzept vertagt

Die Diskussion über das Gemeindeentwicklungskonzept, wie in der Tagesordnung vorgesehen, wurde vertagt. Der Gemeinderat war der Meinung, dass für dieses sehr umfangreiche Thema eine separate Sitzung angesetzt werden sollte.

Da der Gemeinderat aus vielen neuen Mitgliedern besteht, wurde angeregt, Architekt Franz Arnold, der die Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes fachlich begleitete, einzuladen, um alle Gemeinderäte sachlich auf den gleichen Stand zu bringen.

Erst dann solle entschieden werden, welche Projekte favorisiert und verwirklicht werden. Geklärt werden müsse auch, unter welchen Bedingungen an Zuschüsse herangekommen werden kann.

Was passiert mit der "Hohen Brücke" in Oberbleichen?

Unter Verschiedenes berichtete Bürgermeister Langbauer, dass bei der Prüfung der „hohen Brücke“ in Oberbleichen zwischen der Lindenstraße und der Ortsverbindungsstraße Deisenhau-sen/Oberegg ein schlechter Zustand attestiert wurde und eine „zerstörende Prüfung“ angeordnet worden sei. Erst nach diesem intensiven Prüfverfahren stelle sich heraus, ob eine Sanierung oder ein Abbruch anstehe.

Zum Breitbandausbau wusste Langbauer zu berichten, dass die Bestandsaufnahme abgeschlossen sei und man bei der Realisierung von einer Förderung von 90 Prozent ausgehe.

Abschließend durfte Helmuth Singer im Gemeinderat Werbung für den Beitritt zum „Förderverein Rokoko-Kirche St. Stefan Deisenhausen“ machen. Dieser Verein unterstützt und fördert ideell sowie materiell ausschließlich die Unterhaltung und Renovierung der Dorfkirche.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren