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Vortragsabend

20.11.2019

Persönliches Bekenntnis statt großer Show

Thomas „Rups“ Unger, Stimme und Gesicht der Gruppe „De Randfichten“, ein Star der Volksmusik, erzählte, wie sich durch den Glauben an Jesus Christus sein Leben veränderte.: Der frühere „Randfichten“-Sänger Thomas „Rups“ Unger garnierte seinen Vortrag im „Grünen Baum“ in Niederraunau mit neuen Liedern seiner Solo-CDs.
Foto: Thomas Niedermair

Thomas „Rups“ Unger, einst Stimme und Gesicht der Gruppe „De Randfichten“ ist ein Star der Volksmusik. In Niederraunau erzählt er, wie sich durch den Glauben an Jesus Christus sein Leben veränderte

Interessante Details aus dem an Abwechslungen und Wendungen reichen Leben eines populären Musikers waren beim Vortragsabend von „Christen im Beruf“ zu erfahren. Martin Wohlfart, Leiter der 2009 gegründeten Krumbacher Ortsgruppe des Vereins, konnte zum zehnjährigen Jubiläum einen besonderen Referenten im „Grünen Baum“ in Niederraunau begrüßen. Vor einem sehr konzentriert zuhörenden Publikum sprach, spielte und sang nämlich Thomas „Rups“ Unger aus dem Erzgebirge, der als Gründungsmitglied der volkstümlichen Pop-Band „De Randfichten“ große Erfolge feiern konnte. Besonders dank ihrer Version des alten Volksliedes „Lebt denn der alte Holzmichl noch ...?“, die sich als mit Abstand meistverkaufte deutschsprachige Single des Jahres 2004 erweisen sollte, gelang es, der Stimmungs-Combo aus Johanngeorgenstadt, landesweit und darüber hinaus die großen Bühnen im Sturm zu erobern. Thomas Unger allerdings hat die Gruppe nach 22-jähriger Mitgliedschaft im Jahr 2014 verlassen, um – unter völlig anderen Voraussetzungen – als Solo-Musiker auftreten und über die für ihn entscheidende Wende in seinem Leben berichten zu können. Dass er seine teils sehr persönlichen Mitteilungen über seine Ängste, Süchte und Probleme und über deren Überwindung durch die Hinwendung zum christlichen Glauben mit melodiösen Pop-Songs und Texten mit Tiefgang garnierte, machte den Auftritt des einstigen „Randfichten“-Sängers, der seinerzeit beim Oktoberfest und anderswo in den größten Bierzelten für gute Laune gesorgt hat, zu einem gerade in diesem eher intimen Rahmen nachhaltigen Erlebnis.

Der 1968 geborene Musiker berichtete, wie er, der in der DDR nicht christlich aufgewachsen ist, „durch die Tiefen und Ängste in meinem Leben zu Gott kam“. Seit dem 17. Lebensjahr habe er unter Panikattacken gelitten, die sich „mit Alkohol nicht besiegen ließen“. Thomas Unger bezeichnet es als „ein Gottesgeschenk, dass eine einzige Entgiftung gereicht hat, um vom Alkohol loszukommen“. Der gelernte Facharbeiter für Holztechnik, der das Erzgebirge als „innerhalb der DDR christliche Insel“ und die Erzgebirgler als „gesellig, gemütlich und freundlich – meistens zumindest“ charakterisiert, konnte „die schlimmen Zeiten von Ängsten, Süchten, Lügen und Untreue“ erst dadurch überwinden, „dass ich durch das christliche Blaue Kreuz und in einer Selbsthilfegruppe zum Glauben gekommen bin“.

Dort habe er nämlich zum ersten Mal gebetet und von Jesus gehört. „Meine Frau Tabea, mit der ich seit 2002 verheiratet bin und in einer Patchwork-Familie mit fünf Kindern zusammenlebe, hat einen Riesenanteil daran, dass ich Christ geworden bin.“ Zuhause im Erzgebirge, das ja das Weihnachtsland schlechthin sei, werde viel gebetet. Seinen Glauben, den er „als Rüstung gegen das Böse und die Ängste“ bezeichnet und auch auf mehreren Solo-CD’s thematisiert, brachte der Musiker, der in die evangelisch-methodistische Kirche eingetreten ist, bei seinem Vortrag auch mit Gesang und Gitarre eindringlich zur Geltung.

Ausdrucksvoll und in modernen Pop-Arrangements präsentierte er Lobpreis- und Danklieder, in denen er seine Zuversicht vermittelte, dass man als Christ auch nach dem Tod nicht allein sei, „denn bei Gott steht eine Wohnung für uns bereit“. Über Krisen habe auch der große Erfolg der 1992 gegründeten „Randfichten“ nicht dauerhaft hinweghelfen können, sondern nur der Glaube, den Thomas Unger in Stücken wie „Vergiss nicht zu danken“, „Du hast mich immer schon geliebt“ oder „Unbekanntes Land“ mit wohlklingender Stimme zu feiern verstand. Das im Country-Stil gehaltene Lied „Alles was ich brauch“ war seiner Heimat, dem Erzgebirge, gewidmet, während er in einem munteren Pop-Song auch sein Lieblings-Urlaubsland Norwegen zu würdigen wusste. Und in „Was wäre wenn“, der mit treibenden Rhythmen unterlegten Titel-Nummer der gleichnamigen CD, betonte der gläubige Musiker, wie wichtig es sei, auf den letzten Tag im diesseitigen Leben vorbereitet zu sein. Die textliche und musikalische Qualität seiner Lieder, aber auch die Offenheit, mit der der einstige „Randfichten“-Star, der „jetzt von Jesus, der Herrlichkeit Gottes und dem Paradies“ singt, die Höhen und Tiefen seines Lebens beleuchtete, wurden von den aufmerksamen Zuhörern mit starkem Beifall honoriert.

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