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Thannhausen

17.01.2020

Peter Schoblocher möchte mit Erfahrung etwas bewegen

Er hat einen Plan: Architekt Peter Schoblocher möchte Bürgermeister in Thannhausen werden.
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Er hat einen Plan: Architekt Peter Schoblocher möchte Bürgermeister in Thannhausen werden.
Foto: Rebecca Seitzer

Peter Schoblocher möchte für Thannhausen eine dynamische Linie fortführen. Welche Pläne er von der Verkehrsentwicklung bis zur Energienutzung für die Stadt hat.

„Ich möchte mit meiner Erfahrung etwas bewegen“, sagt Peter Schoblocher auf die Frage, was ihn motiviert, bei der anstehenden Kommunalwahl für das Amt des Bürgermeisters in Thannhausen zu kandidieren. Der 60-jährige selbstständige Architekt kann in der Tat auf eine lange politische Karriere zurückblicken: Seit 1996 ist er Mitglied des Thannhauser Stadtrates, seit 2014 als 2. Bürgermeister tätig. Sollte er im März gewählt werden, möchte er die dynamische Linie seines Vorgängers Georg Schwarz fortführen. Denn, so sagt er, Thannhausen sei gut aufgestellt. In den letzten Jahren habe sich viel in der Stadt bewegt. „Aber wir dürfen uns jetzt nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Es gibt auch in Zukunft viel zu tun.“

Weit vorne auf der Agenda stehe für ihn dabei eine Süd-West-Umgehung zur Entlastung der Innenstadt. Die Aussage, diese sei in den nächsten zehn Jahren nicht realisierbar möchte er so nicht stehen lassen. „Für dieses Projekt müssen wir uns einsetzen, denn dadurch steigt die Lebensqualität in der Stadt. Die Folgen wären eine Verkehrsberuhigung und die Entwicklung eines Radwegenetzes.“

Einen Bürgersaal möchte Peter Schoblocher verwirklichen, um das kulturelle Angebot in der Stadt erweitern zu können. „Warum nicht eine ´Kult um 8-Wintersession´ oder E-Sport Veranstaltungen“, sagt Schoblocher, der sich bezüglich entsprechender Ideen auch von anderen Kommunen inspirieren lässt. „Aber das steht und fällt mit einer geeigneten Versammlungsstätte.“

Stolz ist Schoblocher auf die zahlreichen Vereine in Thannhausen und Burg, die ihren Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben leisteten. Diese müssten auch in Zukunft finanziell oder ideell stark unterstützt werden. „Das fängt für mich schon damit an, dass Stadträte bei den Vereinsversammlungen präsent sind und dem Verein so ihre Wertschätzung entgegenbringen. Hier müssen wir wieder besser werden“, so Schoblocher. Alternative Energienutzung ist das Steckenpferd von Peter Schoblocher. Er könne sich vorstellen, alle öffentlichen Gebäude mit Fotovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch auszustatten. „Die städtischen Gebäude verbrauchen in der Regel tagsüber den meisten Strom“, sagt er. Bei größeren Anlagen könnten Bürger investieren, so bliebe der Gewinn vor Ort. Mittels eines zu erstellenden Energienutzungsplans könne eruiert werden, wo Energie gebraucht wird oder wo beispielsweise in Unternehmen Abwärme abfalle, die für eine Nahwärmeversorgung infrage komme. Auch bei Baugebieten könne er sich in Zukunft eine zentrale Energieversorgung mittels Blockheizkraftwerken vorstellen. Bei der E-Mobilität käme es darauf an, Erfahrungen zu sammeln. „Bei Kurzstrecken im innerstädtischen Verkehr kann das dann durchaus die Lösung sein“, so Schoblocher.

Die Herausforderungen für die Zukunft seien, örtliche Unternehmen in Thannhausen zu halten und die Innenstadt zu beleben. Große Hoffnung auf Einzelhandel macht sich Schoblocher hier allerdings nicht. „Das funktioniert eher mit gastronomischen Betrieben, von denen wir in den letzten Jahren leider einige verloren haben.“ Auch hier spiele die Umgehungsstraße eine Rolle: „Wenn die Bahnhofstraße vom Verkehr entlastet wird, haben wir in Bezug auf Gastronomie mehr Möglichkeiten.“

Im Wohnungsbau gut aufgestellt

Im Wohnungsbau sei Thannhausen dagegen eher gut aufgestellt. „Wir haben über unsere Baugesellschaft sozialen Wohnungsbau und daneben viele private Investoren auf dem freien Markt.“ Diese Durchmischung sei für das soziale Leben sehr wichtig. „Wir können nicht nur auf das eine oder das andere setzen“, sagt Schoblocher.„Ich bin nicht auf allen Gebieten ein Spezialist“, gibt Schoblocher zu. Wo er blinde Flecken habe, wolle er sich die Expertise von Fachleuten holen. „Es tut uns auch gut, wenn der Stadtrat vielfältig besetzt ist und wir von der Fachkenntnis der Mitglieder profitieren können.“ Für die kommenden Wochen hofft er auf einen fairen Wahlkampf. „Ich fände es gut, wenn nicht darauf geschaut wird, was die anderen falsch machen, sondern darauf, was man selber bewirken kann und will.“ Denn nach der Wahl müsse man wieder gut zusammenarbeiten. Thannhausen sei schließlich eine tolle Stadt, in der man „sich kennt“, wo man gute Freizeitmöglichkeiten habe und in die man nach einer Reise gerne wieder heimkomme.

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