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Schießen

28.10.2020

Schützen in ganz Schwaben legen ihre Wettkämpfe auf Eis

Die Luftgewehre bleiben vorerst liegen: Angesichts steigender Infektionszahlen haben die Schützen im Bezirk Schwaben die gerade erst begonnenen Wettkämpfe ausgesetzt.

Plus Der Schützenbezirk Schwaben setzt die Rundenwettkämpfe aus. Die Entscheidung findet im Kreis Günzburg großen Zuspruch, aber auch Kritik. Wie die Saison weitergehen könnte.

Jetzt hat die Corona-Pandemie doch noch die Wettkämpfe im Schützenbezirk Schwaben getroffen. In der Bezirksliga und Bezirksoberliga wurde schon der erste Wettkampf geschossen. Doch am Montag kam dann von Bezirkssportleiter Sascha Zirfaß die Nachricht, dass alle Ligen auf Bezirksebene bis zum 1. Januar 2021 pausieren sollen. Alle bereits geplanten Wettkämpfe seien abzusagen. Wie reagieren die Schützen im Kreis Günzburg darauf?

Zirfaß betont: „Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Wir sind immer noch überzeugt, dass der Schießsport eine der sichersten Sportarten in dieser Pandemie ist, da keinerlei direkte Kontakte stattfinden. Dennoch ist nach dem Überschreiten der Hunderter-Inzidenz einfach Handlungsnotwendigkeit gegeben.“ Nicht in allen, aber in einigen schwäbischen Schützengauen stieg nämlich die Sieben-Tage-Inzidenz auf Zahlen über 100.

Schießen: Saison könnte mit Fernwettkämpfen weitergehen

In der Pause will der Schützenbezirk anhand von Fallzahlen und Empfehlungen aus der Politik über die Fortsetzung der Saison entscheiden. Sollte die Rückkehr zum regulären Wettkampfmodus nicht möglich sein, sieht Zirfaß verschiedene Möglichkeiten. Die Rundenwettkämpfe könnten etwa auf Fernwettkampfmodus umgestellt werden, sowohl mit als auch ohne Regelungen zum Auf- und Abstieg. Die Liga könnte aber auch komplett abgesagt werden und im nächsten Jahr mit der diesjährigen Einteilung der Gruppen wieder starten. In die Entscheidung über diese Optionen sollen auch die Vereine der Ligen eingebunden werden. Zirfaß bittet die Sportleiter bis Dezember um eine Stellungnahme.

Die BSG Offingen in der Luftgewehr-Bezirksoberliga und den SV Bleichen in der Luftgewehr-Bezirksliga traf die Nachricht von der Wettkampfpause jeweils nach einem Sieg. Armin Pfäffle, Schütze bei Offingen II, findet die Entscheidung des Bezirkssportleiters sehr gut: „Das nimmt den Druck von den Schützen, da es sich beim Schießsport nur um ein Hobby handelt und man sich durch Mann-gegen-Mann-Wettkämpfe nicht zusätzlich einer Infektionsgefahr aussetzen muss.“ Er spricht sich klar für Fernwettkämpfe ab Januar aus. Der Gau Günzburg-Land sei hier beispielhaft vorangegangen, da er die Wettkämpfe auf Gauebene von vornherein darauf umgestellt hatte. Darüber hinaus hat Pfäffle eine Idee, wie die Atmosphäre bei einem Fernwettkampf verbessert werden könnte. Die Konkurrenten könnten per Videotelefonie zugeschaltet werden.

Absage der Rundenwettkämpfe: Kritik kommt aus Waldkirch

Auch der Betreuer des SV Bleichen, Georg Kober, hofft, dass es im Januar weitergeht. „Nach unserem guten Start finden wir die Aussetzung sehr schade. Aber die Gesundheit geht vor. In Anbetracht der gestiegenen Corona-Zahlen war dies fast zu erwarten.“

Ramona Burghard vom Schwabenliga-Team von 1886 Breitenthal ergänzt: „Die Bezirksleitung ist zurzeit in keiner leichten Lage. Obwohl der Schießsport sehr sicher ist, halte ich es für die richtige Entscheidung.“ Die Breitenthal hätten eigentlich im November in die Saison starten sollen.

Eine kritische Stimme kommt aus dem Gau Burgau. Andreas Schlahsa, mit dem SV Waldkirch III in der Luftpistole-Bezirksliga, meint: „Es ist schade, dass man zuerst absagt und dann überlegt, was man machen will.

Die Bezirkssportleitung hätte besser gleich in den Fernwettkampf-Modus gehen sollen, um die Schützen weiter zu begeistern. Jetzt haben sich alle auf die Wettkämpfe vorbereitet. Durch die plötzliche Absage könnten die Schützen die Lust an ihrem Sport verlieren.“

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