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Thannhausen

30.07.2020

Seifenkisten-Unfall in Thannhausen: Stadt gewinnt vor Gericht

Von dieser Seifenkiste wurde der Zuschauer beim Rennen in Thannhausen 2018 erfasst.
Bild: Peter Wieser (Archiv)

Plus Das Oberlandesgericht hat im Rechtsstreit um das Seifenkistenrennen Thannhausen entschieden. Welche Chance dem Kläger jetzt noch bleibt.

Bis zum höchsten bayerischen Gericht ging der Rechtsstreit zwischen der Stadt Thannhausen (Landkreis Günzburg) und einem Mann, der bei einem Seifenkisten-Rennen im Jahr 2018 verletzt worden war. Jetzt hat das Oberlandesgericht (OLG) München seine Entscheidung verkündet.

Der Kläger war als Zuschauer am Streckenrand von der Seifenkiste einer Siebenjährigen erfasst worden und hatte sich einen Meniskusriss und Verletzungen an der Schulter zugezogen. Die Schuld sah er bei der Stadt, die als Veranstalterin für die Sicherheit zuständig war. Nun steht fest: Die Stadt muss wohl keine rechtlichen Konsequenzen mehr fürchten. Das OLG hat die Klage des Zuschauers abgewiesen. Genaue Urteilsgründe wurden am Donnerstag noch nicht bekannt.

OLG München: Stadt Thannhausen hat bei Sicherheit gut gearbeitet

Bereits in der mündlichen Verhandlung Ende Juni hatten die Richter deutlich gemacht, dass sie „keine groben Versäumnisse“ beim Sicherheitskonzept sehen. Dem für Streckenführung und Sicherung verantwortlichen Mitglied der Seifenkistenfreunde Nürnberg hatte das OLG eine „akribische Arbeitsweise“ bescheinigt.

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Dieser Ansicht war auch das Landgericht Memmingen, das die Klage zuvor bereits abgewiesen hatte. Trotz geringer Erfolgsaussichten hatte der Zuschauer aber an seiner Klage auf ein Schmerzensgeld von mindestens 6000 Euro festgehalten, wollte keinen Vergleich eingehen.

Kläger dürfte Seifenkisten-Prozess endgültig verloren haben

Nun dürfte der Rechtsstreit für ihn endgültig verloren sein. Das OLG hat eine Revision nicht zugelassen. Einzige Möglichkeit ist eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof. Die Erfolgschancen wären aber äußerst gering.

Thannhausens Bürgermeister Alois Held hatte im Vorfeld betont: „Es wäre ein fatales Signal, wenn man da Probleme bekäme als Veranstalter.“ Dass das beliebte Rennen je wieder stattfindet, dafür stehen die Chancen trotz des guten Ausgangs laut Held aber eher schlecht.

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