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Memmenhausen

28.10.2019

Soll die Zusambrücke in Memmenhausen erneuert oder saniert werden?

Seit Längerem ist die Zusambrücke für Fußgänger und Radler in Memmenhausen ein Problemfall. Nun wurden im Gemeinderat die Weichen für eine kostengünstige Sanierung gestellt.
Bild: Karl Kleiber

Gemeinderat entscheidet über das weitere Vorgehen des Bauwerks beim „Kirchenwegele“ in Memmenhausen. Auch andere Themen wurden diskutiert.

Bereits vor gut sechs Jahren hatte sich der damalige Gemeinderat beim Ortstermin an der Zusambrücke in Memmenhausen getroffen. Sie verbindet in der Mitte des Dorfes den Fuß- und Radweg zwischen Zusamstraße und St.-Georg-Straße und wird allgemein als „Kirchenwegele“ bezeichnet. Auch damals stand die Sanierung des Bauwerks im Fokus und wurde nach eingehender Besichtigung nochmals verschoben. Inzwischen hat der Zahn der Zeit aber noch weiter an den Brückenteilen genagt, erläuterte Architekt Eugen Riedler den Zustand des Bauwerks.

Armierung der Memmenhauser Brücke ist bereits freigelegt

Der Asphaltbelag der Fahrbahn sei derart porös, dass Wasser fast ungehindert durchsickern könne, was zu Ausblühungen im Unterbau führe. Frost und Erosionen haben zu Absplitterungen am Beton der beiden Kappen geführt. Dadurch wurde die Armierung teilweise freigelegt, die nun vor sich hin rostet und die Statik der Brücke gefährdet. Da die beiden Widerlager der Brücke noch in gutem Zustand seien, könnte man laut Riedler die Sanierung der tragenden Teile kostengünstig durchführen. Er wolle den Grundbau im bisherigen Zustand lassen, denn allein die Planung für einen kompletten Neubau bezifferte er mit rund 10000 Euro. Zudem müsste wegen des Eingriffs an der Zusam das Wasserwirtschaftsamt hinzugezogen werden, da dieses Gebiet als hochwassergefährdet gelte und der Brückendurchfluss nicht eingeengt werden dürfe. Riedler schlug vor, den Belag komplett zu entfernen und die herausragende Armierung mit Kunstharz zu sichern. Als neue Fahrbahn sollen Leimbinder-Bohlen Verwendung finden, die von einer Stahlkonstruktion gehalten werden. An dieser sollen neue Holzgeländer angebracht werden. Um einer erneuten Verwitterung des Bauwerkes vorzubeugen, solle eine leichte Holzbedachung angebracht werden, da Holz auch zur Landschaft

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passe. Die Baukosten für diese erneuerte, sechs Meter breite Brücke, schätzte Riedler auf rund 25000 Euro. Einstimmig beschloss das Gremium, dass Riedler von seinem Vorschlag eine Reinzeichnung anfertigen sowie eine Kosten-Berechnung vorlegen solle.

Erweiterung des Kanalnetzes in Memmenhausen

Kanal-Erweiterung Gerüstbau Schäfer im Norden von Memmenhausen hat den Antrag zur Erweiterung des Kanalnetzes gestellt, um zwei angrenzende Grundstücke mit rund 60000 Quadratmetern bebaubar zu machen. Dafür muss eine rund 250 Meter lange und 15 Zentimeter dicke Druckleitung vom nordöstlichen Betriebsgelände zur südlichen Einmündung Balzhauser Straße und Zusamstraße verlegt werden. Dort wird diese an den Hauptsammler angeschlossen. Wegen der hohen Einleitungsmenge ist laut Architekt Riedler ein Direktanschluss an die nahe Kläranlage nicht möglich. Allein rund 19000 Euro werden der Pumpschacht und die beiden Pumpen kosten. Einstimmig wurde er beauftragt, die Ausschreibung des Projekts durchzuführen.

Straßenbeleuchtung Die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in allen Ortsteilen war schon einmal Thema im Rat. Zweiter Bürgermeister Joachim Leitenmayer legte eine Liste für Obergessertshausen vor. In Aichen soll es am „Wiesweg“ heller werden. Im Birkenweg von Memmenhausen seien zwei zusätzliche Laternen notwendig. Da scheinbar noch mehr Bedarf an Leuchten herrsche, schlug Kling vor, die Räte sollten zeitnah weitere Anregungen machen, erst dann werde endgültig entschieden.

Sonstiges Werner Schmid monierte, dass die Zusambrücke beim „Kirchwegele“ in Obergessertshausen immer noch keinen neuen Belag bekommen habe. Der Auftrag sei längst vergeben, so Bürgermeister Kling, die Firma habe aber leider bis heute noch nichts gemacht.

Ein Bürger habe den Antrag gestellt, die Gemeinde solle eine mobile Geschwindigkeitsanzeige zur Verkehrsüberwachung kaufen. Problemzone sei die Haselbacher Straße in Obergessertshausen. Bürgermeister Kling wurde beauftragt, Angebote einzuholen.

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