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Krumbach

26.11.2018

Sperrung: Es bleibt, wie es ist auf dem Krumbacher Marktplatz

Soll der Krumbacher Marktplatz auf der südlichen Seite (links im Bild) während der warmen Jahreszeit gesperrt bleiben? Der Krumbacher Stadtrat sprach sich am Montagabend mehrheitlich dafür und für die Beibehaltung der geltenden Regelung aus.

Diskussion im Krumbacher Stadtrat am Montagabend. Mehrheit spricht sich dafür aus, die bestehende Regelung beizubehalten.

Die Diskussion reißt nicht ab. Soll der Krumbacher Marktplatz auf der Südseite zur warmen Jahreszeit gesperrt sein? Am Montagabend wurde im Krumbacher Stadtrat über einen Antrag von Christoph Helmes zum Thema Marktplatzsperrung diskutiert. Helmes verwies auf die Unterschriftenaktion vor einigen Monaten und sah hier noch Gesprächsbedarf. Nach einer kontroversen Debatte zur späten Stunde beschloss der Stadtrat mit klarer Mehrheit, es bei der geltenden Regelung zu belassen.

Im Oktober 2015 hatte der Krumbacher Stadtrat der saisonalen Sperrung des südlichen Bereiches des Marktplatzes für das Jahr 2016 zugestimmt. Im Oktober 2016 stand das Thema dann erneut auf der Tagesordnung. Der Rat entschied sich dafür, die Regelung zur Sperrung bis auf Weiteres beizubehalten.

Doch mit Blick auf eine Unterschriftenaktion vor einigen Monaten beantragte Christoph Helmes nun, das Thema erneut im Stadtrat zu behandeln. Er verwies darauf, dass Bürgermeister Fischer gegenüber der Werbegemeinschaft angekündigt hätte, dass es im Herbst noch ein Gespräch mit allen Beteiligten geben werde. Fischer solle sich an seine Ankündigung halten, eine Bürgerbeteiligung sei wichtig. Die jetzt gültige Regelung bedeute über Monate hinweg eine zusätzliche Belastung für die Anwohner in der Mindelheimer Straße und in der Nassauer Straße. Helmes hob mit Nachdruck hervor, dass er die Veranstaltungsreihe „Live am Marktplatz“ begrüße. Aber denkbar sei es, den südlichen Marktplatz nur in der Zeit von Freitag bis Sonntag zu sperren. Eine Bewirtung sei auch mit einer solchen Regelung möglich.

Fischer warf Helmes vor, eine 180-Grad-Wendung zu vollziehen. Helmes habe sich doch immer für eine Beruhigung der Innenstadt ausgesprochen. Ein kurzfristiger Wechsel der Regelung innerhalb weniger Tage führe zu einem Verkehrschaos. Ähnlich sah dies Dr. Marcus Härtle (UFWG). Er betonte, dass bei der Unterschriftenliste etliche Menschen unterschrieben hätten, die nicht aus Krumbach seien. Gerhard Weiß ( CSU, 2. Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender) betonte, dass die CSU mit Anliegern und Geschäftsinhabern zum Thema wiederholt umfangreiche Gespräche geführt habe. Mit Blick auf die Unterschriftenliste meinte er, dass es legitim sei, auch Menschen zu befragen, die Krumbach besuchen würden. In der Abwägung der Argumente sei er dafür, die jetzige Regelung zu belassen, sonst führe dies zu einem Chaos.

Der Blick auf die Entwicklung der Ortsmitte

Auch Manfred Pfeiffer (JW/OL) sprach sich dafür aus, die gültige Regelung beizubehalten. „Wir stehen dahinter“, erklärte er auch mit Blick auf die JW/OL-Fraktion. Für die Ortsmitte sei dies wichtig.

Peter Tschochohei (SPD) meinte, dass man mit der bestehenden Regelung leben könne. Aber er verwies auch darauf, dass die Bodenerhebung in der Nassauer Straße weggelassen worden sei.

Helmes wies die Kritik von Fischer, er habe eine 180-Grad-Wendung vollzogen, zurück. In Sachen Innenstadtberuhigung sei eine komplette Fußgängerzone eher eine Alternative. Er forderte Fischer mit Nachdruck auf, das Bürgergespräch zu suchen. Eine Beschränkung der Sperrung auf den Zeitraum Freitag/Sonntag hielt er für möglich. Doch sein Vorschlag fand im Stadtrat am späten Montagabend keine Mehrheit. Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, die bestehende Regelung zu belassen.

Die Sitzung des Krumbacher Stadtrates war am Montagabend gewissermaßen eine „geballte Ladung“ Verkehr. Die Stadt möchte bekanntlich auch ein neues Verkehrskonzept auf den Weg bringen.

Drei Fachbüros stellten sich in der Sitzung vor. Wer das Konzept umsetzt, wird voraussichtlich in der Januar-Sitzung im neuen Jahr entschieden. Wesentliche inhaltliche Weichenstellungen in Sachen Verkehrskonzept gab es am Montag im Stadtrat noch nicht.

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