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Thannhausen

08.12.2019

Straße in Thannhausen muss nach Rohrbruch saniert werden

Nach einem Wasserrohrbruch in der Trinkwasserhauptleitung hat das austretende Wasser die Asphaltdecke der Schloßbergstraße in Thannhausen angehoben und unterspült. Die Straße zum Beatussteig hinunter ist deshalb gesperrt. Lediglich von unten ist die Straße noch für Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 1,5 Tonnen befahrbahr. Die Straße muss saniert werden.
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Nach einem Wasserrohrbruch in der Trinkwasserhauptleitung hat das austretende Wasser die Asphaltdecke der Schloßbergstraße in Thannhausen angehoben und unterspült. Die Straße zum Beatussteig hinunter ist deshalb gesperrt. Lediglich von unten ist die Straße noch für Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 1,5 Tonnen befahrbahr. Die Straße muss saniert werden.
Bild: Stefan Reinbold

Plus Austretendes Wasser hat die neue Schloßbergstraße in Thannhausen unterspült. Bei der Wasserversorgung gibt es für die Gebührenzahler aber auch gute Nachrichten.

Unlängst sorgte ein Wasserrohrbruch in Thannhausen für Versorgungsprobleme. Die Wasserhauptleitung, über die das im Mindeltal geförderte Trinkwasser entlang der Baubergerstraße und unter einem kleinen Waldstück zum Hochbehälter am Alpenblick gepumpt wird, hatte ein circa 5-Markstück großes Leck. Das defekte Rohrstück befand sich direkt unter der neu asphaltierten Straße zum Neubaugebiet am Beatussteig. Durch den gewaltigen Druck des Wassers wurde die gesamte Fahrbahn um 4 bis 5 Zentimeter angehoben, berichtet Bürgermeister Georg Schwarz.

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Wasser direkt vom Brunnen ins Leitungsnetz gepumpt

Um weitere Schäden zu verhindern und den Wasserverlust einzudämmen, wurde die Hauptleitung abgestellt. „Wir haben das Wasser dann direkt vom Brunnen in das Leitungsnetz gepumpt, und den Druck erhöht“, erinnert sich Schwarz. Trotzdem waren einige höher gelegene Haushalte in der Wäckerlestraße zeitweilig ohne Wasser. Im Tal musste ein Hydrant geöffnet werden, um den erhöhten Druck abzubauen.

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Eiligst machten sich Mitarbeiter des Bauhofs daran, das beschädigte Rohr ausfindig zu machen. Normalerweise geschieht das mithilfe eines Ortungsgeräts. Da dieses Instrument allerdings nur dem akkustischen Signal des aus dem Leck rauschenden Wassers folgt, gestaltete sich die Suche etwas schwieriger. Daher wurde die durch den Wasserdruck angehobene Asphaltdecke in der Schloßbergstraße auf einer Länge von rund 6 Metern aufgerissen. Noch im Verlauf des frühen Nachmittags konnte das beschädigte Rohr identifiziert und ausgetauscht werden. Schwarz lobt den engagierten Einsatz der Bauhofmitarbeiter und verweist darauf, wie wertvoll eine gute Ausstattung mit dem entsprechenden Werkzeug in einer solchen Situation ist.

Schloßbergstraße in Thannhausen kann erst im Frühjahr saniert werden

Bei der Reparatur zeigte sich allerdings, dass das austretende Wasser unter der Straße den Berg hinuntergeflossen ist und dabei die Asphaltdecke unterspült hat. „Wir wissen nicht, wie es unter der Fahrbahn aussieht“, sagt Schwarz. Daher wurde die Straße für den Verkehr gesperrt. Man könne nicht riskieren, dass schwere Baufahrzeuge auf der Straße in den Asphalt einbrechen.

Die Asphaltdecke wurde um vier bis fünf Zentimeter durch den Wasserdruck angehoben und überragt zum Teil den Randstein.
Bild: Stefan Reinbold

Lediglich von unten ist der Beatussteig noch zu befahren, begrenzt allerdings auf Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 1,5 Tonnen. Eigentlich, so Schwarz, hätte die Straße noch in diesem Jahr erneuert werden sollen. Doch die Baufirmen hätten signalisiert, erst im Frühjahr entsprechende Ressourcen frei zu haben.

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So lange muss die Sperre bestehen bleiben. Weitere Konsequenzen seien jedoch nicht notwendig. Das beschädigte Rohr sei bis auf das Leck eigentlich noch in gutem Zustand gewesen, sagt Schwarz. Woher das Loch in der Leitung kommt, könne man nicht sagen. Solche Dinge passieren einfach, erklärt Schwarz. „Da kann man nicht sagen, das sei alles marode.“

Wasserpreis sinkt in Thannhausen

Überdies gibt es auch erfreuliche Nachrichten in Thannhausen in puncto Wasserversorgung. Dank der akribischen Rechnerei des Kämmerers Thomas Bihler ist es gelungen, die Stadt in einem Förderprogramm unterzubringen. Laut Schwarz handelt es sich um ein sehr kompliziertes Verfahren, bei dem auch die Entwicklung der Einwohnerzahl eine Rolle spielt. Bihler habe so lange „rumgerechnet und verhandelt“ bis die Stadt „gerade noch vor Torschluss“ die Zusage für einen Zuschuss bis zu einer maximalen Fördersumme von 2 Millionen Euro für die Sanierung der Wasserversorgung erhalten hat, lobt Schwarz seinen Kämmerer. Darunter fällt die Sanierung des Hochbehälters, die etwa 700000 Euro kosten wird. Auch Kanalsanierungen werden dabei berücksichtigt. Schwarz freut sich: „Das kommt unmittelbar den Bürgern zugute. Wir können jetzt den Wasserpreis von 1,31 Euro auf einen Euro senken.“ Allerdings können nur Maßnahmen geltend gemacht werden, die bis zum 31. Dezember 2021 bezahlt sind, so Schwarz. Deshalb drückt die Stadt jetzt vor allem bei der Bohrung des neuen Tiefbrunnens aufs Tempo. Wenn es nach Schwarz geht, sollen die Arbeiten dazu schon im zeitigen Frühjahr beginnen. „Wir müssen jetzt möglichst schnell und viel bauen“, drängt Schwarz.

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