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Thannhausen

12.06.2020

Tischtennis: Thannhausen steigt in die Regionalliga auf

Damen TSG Thannhausen von links Lisa-Mia Tjarks, Sarah Alzinger, Lili Takacs, Luna Brüller, Csilla Nagypal
Bild: Verein

Die Tischtennis-Damen der TSG Thannhausen spielen nächste Saison in der vierten Liga. Dazu kommt eine bulgarische Nationalspielerin als neue Nummer eins.

Lange Zeit war unklar, wie es für die Tischtennis-Damen der TSG Thannhausen nach der abgebrochenen Saison weitergeht. Nach einer wochenlangen Hängepartie steht nun fest: Es geht in der kommenden Saison in der vierten Liga weiter.

Das Oberliga-Team hatte den Aufstieg zur Regionalliga spielerisch selbst in der Hand und gestaltete auch die Planungen in diese Richtung, ehe die Corona-Pandemie zum Saisonabbruch führte. Nachdem man zunächst froh gewesen war, dass die Saison nicht annulliert wird, folgte bald die Ernüchterung. Der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) beschloss die Wertung der Tabellenstände zum Zeitpunkt des Abbruchs. Bitter für die Thannhauserinnen, die mit einem Spiel weniger hinter dem punktgleichen TTC Birkland auf Rang drei standen.

TSG Thannhausen kämpft vor dem Sportgericht

Anders als in Bayern, wo ein Sportgerichtsurteil alle potenziellen Aufsteiger auch aufsteigen lässt, sind auf Bundesebene keine solchen Härtefälle vorgesehen. Die TSG Thannhausen kämpfte zuletzt vor dem Bundesgericht gegen diese Entscheidung. Nun ist man aber bereit, die Klage zurückzuziehen. Denn der Aufstieg klappt auf anderem Weg: Überraschend hat der Drittliga-Absteiger BSC Rapid Chemnitz II kein Startrecht für die Regionalliga beantragt. Dadurch steigen die Damen der TSG Thannhausen offiziell in die Regionalliga auf – der fünfte Aufstieg innerhalb von fünf Jahren.

Tischtennis: Thannhausen steigt in die Regionalliga auf
Bild: Verein

Um dieser Aufgabe sportlich gewachsen zu sein, hat die TSG bereits eine neue Nummer eins verpflichtet: Kristina Vramencalieva wechselt aus Bulgarien an die Mindel. Die 21-jährige Nationalspielerin steht derzeit auf Platz 523 der Weltrangliste und hat bereits an Weltmeisterschaften oder Olympia-Qualifikationsturnieren teilgenommen. In den vergangenen drei Jahren gewann die neue Thannhauser Spitzenspielerin vier Medaillen bei den bulgarischen U21-Meisterschaften. Einer ihrer größten Erfolge war die Team-WM 2018 in Schweden, wo sie für Bulgarien mit 7:3-Spielen überzeugte.

Luna Brüller ist die neue Nummer zwei in Thannhausen

Hinter der Bulgarin wird das Ausnahmetalent Luna Brüller aus Ziemetshausen erstmals im vorderen Paarkreuz, an Position zwei, spielen. Sarah Alzinger und Lisa-Mia Tjarks, die wie Brüller vom ersten Tag an zu dieser Mannschaft gehört, bilden das hintere Paarkreuz. Auch die beiden Ungarinnen Csilla Nagypál und Lili Takács gehören weiter zum Kader. Sie hatten in der Oberliga das vordere Paarkreuz gebildet, jetzt sind sie als Back-up eingeplant. Als Trainer fungiert Miklos Szalaba, der schon seit Längerem bei der TSG arbeitet. Der Ungar soll sich ab Juli schwerpunktmäßig um die Damen kümmern.

Nachdem es in den vergangenen Jahren für die TSG immer nur nach oben gegangen war, gilt es in der Regionalliga, die Klasse zu halten. Ein Ziel, das Abteilungsleiter Stefan Herold für realistisch hält: „Es gibt drei direkte Absteiger, aber ich halte die hinteren Mannschaften für schlagbar. Wir freuen uns auf attraktive Gegner.“ Läuft alles nach Plan, geht es Anfang September in der frisch renovierten Thannhauser Dreifachturnhalle los. (zg, sial)

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