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Waltenhausen

30.06.2020

Unklare Verkehrssituation schafft Kopfzerbrechen in Waltenhausen

Im Bereich der Einmündung der Ortsstraße „Mitterösch“ in die Straße „Schorsodrom“ gilt die Rechts-vor-links-Vorfahrtsregelung wie bisher. Künftig weist das Verkehrszeichen „Achtung Kreuzung“ auf diese Verkehrssituation hin. Unser Bild zeigt den Einmündungsbereich.
Bild: Werner Glogger

Plus Wie die Vorfahrt im "Schorsodrom" geregelt wird und warum es im Wohngebiet Ziegelstadel keine weitere 30er-Zone geben soll.

Neben weniger bedeutenden Punkten galt es in der Sitzung des Gemeinderates, die coronabedingt wieder im Bürgerheim stattfand, zwei Verkehrsangelegenheiten im Ortsbereich zu behandeln und eine Lösung zu finden. Um sich ein Bild von der gegenwärtigen Situation machen zu können, trafen sich die Ratsmitglieder vor Sitzungsbeginn an den relevanten Stellen. Was war der Grund für den Ortstermin? Durch einen Verkehrsteilnehmer wurde auf die Verkehrssituation im Bereich „Mitterösch/Schorsodrom“ am Ortseingang beim Gewerbegebiet hingewiesen und bemängelt, dass die dort gültige Vorfahrtsregelung für die Verkehrsteilnehmer unklar sei.

Die Begrüßungstafel gefährdet die Verkehrsteilnehmer

Bei einer darauf folgenden Verkehrsschau stellte die Polizei fest, dass zum einen die Begrüßungstafel auf der Verkehrsinsel aufgrund des herausragenden Betonsockels eine Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer darstellt und versetzt werden muss. Des Weiteren bestätigte die Polizei, dass die momentane Rechts-vor-links-Regelung an dieser Stelle tatsächlich unglücklich ist. Es wird empfohlen, die Ortsverbindungsstraße „Schorsodrom“ bis zur Querung mit der GZ13 als Vorfahrtsstraße fortzuführen und eine entsprechende Beschilderung anzubringen. Während das Gremium sich darauf einigte, den Standort der Begrüßungstafel auf den unmittelbar angrenzenden Grünstreifen mit einem Abstand von 0,7 Meter zum Fahrbahnrand zu verlegen und den Sockel im Boden zu versenken, entwickelte sich zum zweiten Punkt eine kontroverse Diskussion.

Ein Teil der Räte konnte sich mit einer Änderung der Vorfahrtsregelung nicht anfreunden und begründete dies damit, dass im gesamten Ortsbereich von Waltenhausen „rechts vor links“ gelte und deshalb keine Ausnahme nötig wäre. Die Befürworter meinten, dass die Einmündung leicht mit einer Grundstücksausfahrt verwechselt werden könne und deshalb die Straße „Schorsodrom“ bevorrechtigt und die Straße „Mitterösch“ untergeordnet sein müsse. Nach Abwägung mehrerer Vorschläge einigte man sich mit Mehrheit auf die Beibehaltung der Rechts-vor-links-Regelung, aber es soll das Verkehrszeichen Nr. 102, „Achtung Kreuzung“, angebracht werden. Ferner wird die Straßenbegrenzungslinie an der Einmündung unterbrochen.

Unklare Verkehrssituation schafft Kopfzerbrechen in Waltenhausen

Keine Durchgangsstraße

Seitens der Anwohner des Baugebietes „Ziegelstadel“ wurde vorgeschlagen, im Bereich des Wohngebietes eine Geschwindigkeitsbeschränkung einzuführen. Laut dem Ergebnis aus der erfolgten Verkehrsschau durch die Polizei ging hervor, dass sich für das gesamte Gebiet „Tannengehaustraße/Ziegelstadel eine Zone 30 eignen würde. Ein Antrag zur Einführung liege jedoch im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. In der Behandlung dieser Angelegenheit während der Sitzung gab es konträre Meinungen zur Realisierung des Vorschlages. Während einige Räte wegen der zahlreichen Kinder in diesem Bereich für eine Zone 30 plädierten, sahen die Gegner keine Notwendigkeit. Es handele sich hier nicht um eine Durchgangsstraße, sondern um eine Erschließungsstraße, zum überwiegenden Teil von den Anliegern benutzt. Auch innerorts gäbe es in Anbetracht der überall gültigen Rechts-vor-links-Regelung, die ohnehin eine verlangsamte Fahrweise erfordert, nur eine einzige Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer.

Der Rat beschloss daher, keine weitere Zone 30 einzuführen und stattdessen an geeigneter Stelle mit Schildern „Spielende Kinder“ die Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht zu erinnern.

Tischtennisplatte Allseits begrüßt wurde der Vorschlag von Bürgermeister Alois Rampp, die Spende der Jugend aus der „Bude“ für den Kauf einer massiven Tischtennisplatte zu verwenden. Geprüft werden müsse, ob der vorgesehene Standort befestigt und ein Zaun als Sicherheit zur Straße installiert werden muss. Der Kauf fand einhellige Zustimmung.

Dorfhelfer Abweichend von der bisherigen Regelung, die Dorfhelferinnen- und Betriebshelfer-Station mit 0,10 Euro pro Einwohner (für Waltenhausen circa 70 Euro) zu unterstützen, beläuft sich der diesjährige und künftige Zuschuss auf pauschal 100 Euro, beschloss das Gremium einstimmig. Zur Minimierung des Verwaltungsaufwandes mit Protokollierung sei für derartige Angelegenheiten kein extra Tagesordnungspunkt mit Beschluss seitens des Rates nötig, meinte ein Ratsmitglied. Die Entscheidung könne der Bürgermeister im Rahmen seiner Kompetenz allein treffen und unter Punkt „Mitteilungen“ in der Sitzung und im Mitteilungsblatt darüber informieren. Der Vorschlag fand Zustimmung, sodass künftig auf diese Weise verfahren wird.

Bushaltestelle Eine im Ortsbereich provisorisch eingerichtete Bushaltestelle für die Beförderung von Sonderschulkindern kann so nicht geduldet werden, weil der Standort nicht günstig ist, gab Rampp bekannt. Er wird mit dem Busunternehmer Kontakt aufnehmen und eine einvernehmliche Lösung anstreben.

Aus den vergangenen Ratssitzungen in Waltenhausen:

Waltenhausen verabschiedet Gemeinderäte

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