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Krumbach

01.05.2019

Ursula Bader – die Krumbacherin, die rote Rosen schenkt

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2 Bilder
Ursula Bader und Rosen: Das ist seit viele Jahrzehnten eine ganz besondere Beziehung.
Bild: Elisabeth Schmid

Plus Warum rote Rosen für Ursula Bader so bedeutend sind und warum dabei auch der Fasching eine besondere Rolle spielt.

„Meine Lieblingsblume“: So haben wir unsere neue Krumbacher Frühlingsserie umschrieben. Bestimmte Blumen können für Menschen mit besonderen Momenten ihres Lebens, mit unvergesslichen Erinnerungen verbunden sein. Blumen und eine regelrecht explodierende Natur - das ist der Zauber des Frühlings. All dem möchten wir in unserer Serie nachspüren. Unsere Gesprächspartnerin ist diesmal Ursula Bader – die Frau aus Krumbach, die „rote Rosen verschenkt“.

Die Liebe zu den Rosen, speziell für rote Rosen, kam für Ursula Bader mit dem Fasching, mit dem Rosenmontag. Ursula Bader und der Rosenmontag: Das ist eine jahrzehntelange Geschichte, die in einer gewissen Weise auch an die Anfänge ihres Lebens zurückführt.

Ursula Bader wurde am achten April 1958 in Buchloe geboren. Sie hat einen Bruder und zwei Schwestern. Mit vier Jahren kam sie nach Krumbach. Dort übernahmen die Eltern die Metzgerei Riedmüller. Ursula Bader ist gelernte Metzgerin. Damals war sie die erste weibliche Metzgerin in Krumbach und Umgebung. Sie liebt diesen Beruf und hat ihre Entscheidung nie bereut. Ihre größte Leidenschaft ist das Singen. Die konnte sie bei den Rosenmontagswitwen, bei vielen Veranstaltungen und auch im privaten Bereich ausleben. Immer wieder singt sie an den Geburtstagen bei Freunden ihren beliebten und bekannten Song „Heut solls rote Rosen regnen“. Die roten Rosen haben es der Fleischermeisterin angetan. „Rosen sind schon immer meine Lieblingsblumen. Ich mag aber Blumen generell“, erklärt Ursula Bader.

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Mit 18 Jahren bei den Krumbacher Rosenmontagswitwen

Mit 18 Jahren trat sie dem Faschingsverein „Rosenmontagswitwen“ bei. Damals ging ein Umzug vom Gasthof Falk zum Marktplatz. „Ich hatte eine Maske auf und ich verschenkte während des ganzen Weges rote Rosen an die Passanten“, erzählt sie schmunzelnd. „Diese Geste hat sie während der ganzen 40 Jahre bei den Rosenmontagswitwen beibehalten. Mehrere Hundert Rosen kaufte Ursula Bader, um sie zu verschenken. Viele Jahre war sie Vorsitzende der Rosenmontagswitwen. Ihre Auftritte am Rosenmontag auf dem Krumbacher Marktplatz waren legendär. Auch auf diversen Veranstaltungen war Ursula Bader mit ihrer Stimme und ihrem unverwüstlichem Temperament dabei. Mit dabei waren natürlich immer die roten Rosen.

Was ihr auch immer viel Freude bereitet, ist an Freunde zu ihren runden Geburtstagen Rosen zu schenken. Manchmal aber auch in anderen Farben. Dazu singt sie immer ihr Geburtstagslied. Die Sträuße, die sie schenkt, umfassen oft über 50 Rosen. „Es ist für die Beschenkten immer überwältigend, wenn sie so einen Riesenstrauß Rosen bekommen. „Für mich ist die Freude fast genau so groß, wenn ich schenke.“ Als der Stadtpfarrer Josef Baur vor kurzem 50 Jahre geworden ist, bekam auch er einen bunten Strauß Rosen. „Er war richtig gerührt“, lächelt sie nachdenklich.

Zu ihrem 50 Geburtstag hat ihr Bruder sie in ein Tonstudio eingeladen und sie konnte ihr Lied, Heut solls rote Rosen regnen“ auf CD aufnehmen. Die Rosen und ihr Lied sind ihr Markenzeichen. Seit Jahrzehnten ist sie im Stadtrat, damals war sie dort die erste Frau. Jetzt ist sie im Vorstand der Werbegemeinschaft in Krumbach. Sie ist mit Leib und Seele bei der Vorbereitung des Frühlingsfestes, das Ende Mai statt findet, dabei. Unter dem Motto „Krumbach blüht auf“ hat Ursula Bader wieder mit Blumen zu tun. Natürlich dürfen dort ihre geliebten Rosen nicht fehlen.

Ein besonderes Lied für ihre Mutter

Ursula Bader erinnert sich gerne an ihren 40. Geburtstag. „Es waren über 200 Gäste da, wir haben in einem Zelt gefeiert. Ich habe zur Begrüßung für meine Mutter das Lied „Sag Danke schön mit roten Rosen jeden Tag“ gesungen. Denn ohne meine Mutter wäre ich nicht auf der Welt. Die Besucher haben alle geweint. „Aber es stimmt, man sollte öfter Danke sagen mit roten Rosen oder auch mit bunten, mit weißen, ganz egal. Ich selber kauf mir immer eine Rose, die schau ich mir an und bin glücklich.“

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