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Kommentar

22.11.2018

Wahl 2020: Krumbacher CSU will den Wechsel

Was plant die Krumbacher CSU in Sachen Bürgermeisterwahl 2020? Darüber berichteten die Ortsvorsitzende Sabine Turek und der stellvertretende Ortsvorsitzende Sebastian Kaida.
Bild: Peter Bauer

2014 hatte Hubert Fischer keinen Gegenkandidaten. Warum das diesmal anders ist und auf was die CSU hofft.

Kommunalwahl 2020? Für viele Menschen ist das gefühlt noch sozusagen „Lichtjahre“ entfernt. Doch in den Parteien und Gruppierungen sind die Planungen für diese Wahl längst angelaufen. Und mit Blick auf die jüngsten mitunter sehr drastischen Veränderungen in der Parteienlandschaft bei der Bundestags- und Landtagswahl könnte es auch bei der Kommunalwahl ausgesprochen spannend werden. Dass die Bürgermeisterwahl in Krumbach spannender wird als im Jahr 2014, zeichnet sich bereits jetzt ab. Damals war der amtierende Bürgermeister Hubert Fischer (Junge Wähler/Offene Liste) Alleinkandidat, mit Blick auf 2020 setzt die Krumbacher CSU alles daran, einen Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken.

Dabei richten sich die Blicke der CSU auch zurück in Jahr 2008, als der Bürgermeister Willy Rothermel (CSU), einer der erfahrensten und bekanntesten Kommunalpolitiker der Region, die Wahl überraschend gegen den 20 Jahre jüngeren Außenseiter Hubert Fischer verlor. Das, was oft mit Wechselstimmung umschrieben wird, war damals in Krumbach spürbar.

Es ist ein bemerkenswerter Umstand, dass die CSU, die damals gewissermaßen von der Wechselstimmung kalt erwischt wurde, diesmal, 2020, genau auf eine solche Wechselstimmung hofft.

Fischer wird dann zwölf Jahre im Amt sein, er hat bereits angekündigt, dass er ein weiteres Mal kandidieren werde. Schon jetzt zeichnen sich die Konturen des Wahlkampfes ab. Fischer wird unter anderem auf die Stadtentwicklung in seiner Zeit verweisen, den beachtlichen Einwohnerzuwachs, die Entwicklung in der Innenstadt, die Neugestaltung der Karl-Mantel-Straße und den Bau weiterer Straßen, die massive Aufstockung bei den Kita-Plätzen.

Die CSU sieht für Krumbach bei der wirtschaftlichen Entwicklung noch deutlich Luft nach oben, ebenso in Sachen Bürgernähe, wenn es darum geht, Menschen in politische Entscheidungen stärker einzubinden. Ein Bürgermeisterkandidat für die CSU? Über viele Jahre fiel da sofort der Name Gerhard Weiß. Und in der Tat wäre Weiß unter anderen Umständen vor einigen Jahren noch die erste Wahl gewesen. Weiß hat auf die Frage, ob er eine Kandidatur 2020 in Erwägung ziehe, mit bemerkenswerter Selbstironie geantwortet. Schon 28 Jahre im Stadtrat, etwa so alt wie der amtierende Bürgermeister – da sei er keine wirkliche Alternative. Es gibt bekanntlich Menschen, die nie loslassen können – Weiß hat dies auf eine sehr sympathische, humorvolle Weise getan.

Die Form der CSU-Suche über die Bayerische Staatszeitung zeigt, dass sich die Krumbacher CSU einen externen Bewerber oder Bewerberin gut vorstellen kann. Der gewählte Weg deutet aber auch darauf hin, wie schwer es ist, Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu finden. Bürgermeister – das war immer ein „harter Job“. Doch in Zeiten einer immer mehr verhärteten öffentlichen Diskussionskultur ist das Amt schlichtweg so etwas wie ein „heißer Stuhl“. Aber für die Krumbacher CSU, die im Stadtrat die mit Abstand stärkste Fraktion stellt, ist es gewissermaßen ein Selbstanspruch, einen geeigneten Kandidaten zu präsentieren. Keine Frage: Das wird spannend in Krumbach.

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