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Tagung

22.05.2015

Was Flüchtlingskinder brauchen

Für ihre Aktivitäten beim EU-Mobilitätsprojekt erhielten 16 Schülerinnen der staatlichen Berufsschule für Kinderpflege am Schulort Krumbach die „Europässe-Mobilität“ ausgehändigt.
Bild: Manfred Keller

Europafachtag an der Berufsfachschule. Es ging um Familien auf der Flucht und um internationale Berufserfahrungen

Jugendliche Teilnehmerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege Krumbach beteiligten sich am EU-Mobilitätsprojekt und gaben mit ihrem Engagement dem Europafachtag ein Gesicht. Projektleiter und stellvertretender Schulleiter Manfred Streit erkannte im Fachtag die Entwicklung einer „gewachsenen Eigendynamik“ des Projekts an der Krumbacher Schule.

„Flüchtlingskinder in Kindertageseinrichtungen“ hatte Gastreferentin Dr. Monika Wertfein vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München zum Thema. Sie stellte fest, dass Kinder und Familien auf der Flucht grundsätzlich die gleichen Grundbedürfnisse wie wir haben – nach Beziehungen, Kompetenz, Autonomie. Sie möchten dazugehören und sie brauchen Respekt für das, was sie erlebt und erfahren haben.„Sie sind in erster Linie Menschen, nicht Opfer oder Flüchtlinge“ und brauchen Mitmenschen, die ihnen offen begegnen und sie „von Mensch zu Mensch“ willkommen heißen.

Internationale Berufserfahrungen sind immer häufiger Teil des individuellen beruflichen Anforderungsprofils. So war es Teilnehmerinnen vorbehalten, das aktuelle EU-Mobilitätsprojekt erläuternd vorzustellen. Durch die finanzielle Unterstützung der EU konnten im laufenden Schuljahr 16 Schülerinnen an Einrichtungen in Großbritannien, ebenso in Österreich und einem Colleg in Kuopio/Finnland teilnehmen und in den verschiedenen Kindertageseinrichtungen einen Teil ihrer Unterrichtsinhalte vor Ort erleben und internationale Erfahrungen sammeln. Neben der Vertiefung der eigenen Fremdsprachenkenntnisse sind weitere Ziele des Auslandsaufenthaltes für die Schülerinnen das Vergleichen der Bildungssysteme sowie das Kennenlernen der Ausbildungsunterschiede von Fachkräften in anderen Ländern Europas. Die Praktika dauerten drei Wochen. Die Teilnehmerinnen erhielten dafür „Europässe Mobilität“.

Eingebunden war die Nachmittagsveranstaltung in Liedbeiträge der Schülerinnen und einen Stehempfang, den Lernende der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung und von berufsschulpflichtigen Asylbewerbern und Flüchtlingen vorbereitet wurden.

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