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Krumbach

29.11.2017

Was ist aus dem Schriftzug des Filmtheaters geworden?

Ehemaliges Kino, Volkstrauertag, Wasserversorgung und vieles mehr: Welche Themen in der jüngsten Sitzung des Krumbacher Stadtrates diskutiert wurden.

Der Schriftzug des früheren Filmtheaters in der Karl-Mantel-Straße, die Änderungen beim Ärztlichen Bereitschafsdienst, eine neue Friedhofsgebührensatzung: Bunt war die Themenpalette in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Filmtheater: 2013 lief der letzte Film im Filmtheater in der Karl-Mantel-Straße, das in den 50er-Jahren erbaut worden ist. Die Stadt hat bekanntlich das Gebäude erworben und sucht einen Investor. Zuletzt fand dort im Rahmen der Kunstnacht die Porträt-Aktion von Lutz-Volker Spies statt (wir berichteten). Was aber ist aus dem vor einiger Zeit abmontierten Filmtheater-Schriftzug geworden? Danach fragte Gerhard Weiß (2. Bürgermeister, CSU). „Kann man ihn eventuell wieder aufhängen?“ Unter Umständen auch im neuen Café, das in der Nachbarschaft, beim Wasserschloss, entsteht? Fischer „reichte“ die Beantwortung dieser Fragen an Stadtbaumeister Björn Nübel weiter. Der Schriftzug sei „an eine Person“ weitergegeben worden, da es „keine Nutzung“ mehr gegeben habe. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Achim Fißl griff das Thema auf und kritisierte diese Vorgehensweise. Auf E-Bay beispielsweise könne man für ein solches Objekt einen Betrag in einer fünfstelligen Höhe verlangen. Und nun heiße es, verschenkt. „Wer entscheidet das?“ Bürgermeister Hubert Fischer meinte dazu, man solle „auf dem Teppich bleiben“. Fißl: „Das sind keine Peanuts“. Ähnlich sah dies Gabriele Tuchel (CSU): „Das hat einen Wert“. Sie kann sich in solchen Fällen künftig eine öffentliche Versteigerung vorstellen. Es habe sich wegen des Schriftzuges bis zuletzt niemand gemeldet, betonte Fischer. Die Stadt arbeite in solchen Situationen ja immer wieder auch mit dem Heimatverein mit Willi Fischer zusammen und kläre die weitere Verwendung. Wichtig sei, dass es durch den Kauf der Stadt für das ehemalige Filmtheater eine neue Perspektive gebe.

Rathaustür: Ursula Bader (CSU) erklärte, dass die Rathaustür für Menschen mit Behinderung nur schwer zu öffnen sei. Sie schlug vor, eventuell eine elektrische Öffnung zu installieren. Die Stadt gehe dem nach, kündigte der Bürgermeister an.

Volkstrauertag: Macht es Sinn, dass angesichts abnehmender Beteiligung die städtische Veranstaltung zum Volkstrauertag an einem Sonntagabend stattfindet?, fragte Christian Plail (UFWG). Für ältere Menschen sei dies eher ungünstig. Als die Veranstaltung 2008/2009 noch tagsüber stattfand, seien noch weniger gekommen, sagte Bürgermeister Fischer.

Wasserversorgung: Dr. Marcus Härtle (UFWG) fragte nach, ob die Stadt mit Blick auf die Wasserversorgung das seit Januar 2016 bestehende Förderprogramm des Freistaats nutze. Dieses sei zuletzt zu kompliziert gewesen, sagte Werkleiter Dietmar Müller. Aber man werde sich „neu erkundigen“.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Lob für die deutliche Reaktion von Bürgermeister Fischer auf die Einschränkung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes gab es von Stadtrat Christoph Helmes. Er regte an, der Position der Stadt durch eine Resolution des gesamten Stadtrates Nachdruck zu verleihen.

Baustellen: Immer wieder sind verschiedene Firmen wie die Telekom im Stadtgebiet unterwegs. Es gibt verschiedene Aufgrabungen, was auch Auswirkungen auf die Zugänglichkeit von Grundstücken hat. Helmes betonte, dass es notwendig sei, die Bürger entsprechend zu informieren. Er bot sich an, ein Formblatt zu erarbeiten, in das man die entsprechenden Daten eintragen könne. Er selbst werde die Blätter in den Briefkästen der Betroffenen verteilen. Dies sei Sache der Firmen, betonte Bürgermeister Fischer.

Gewerbegebiet: Helmes fragte, ob im Süden der Klinik ein neues Gewerbegebiet entstehe. Fischer verneinte dies. Bei der Ausweisung eines Gewerbegebiets müsste der Flächennutzungsplan geändert werden. „Alles ist öffentlich.“

Altlasten: Helmes fragte, ob es aufgrund im Bereich von Wertstoffhof/alter Kläranlage Probleme mit Altlasten gebe. Es gebe „nichts Neues“, sagte Rathauschef Fischer. In diesem Bereich sei seit Jahrzehnten alles entsprechend kartiert.

Franz-Aletsee-Straße: Manfred Pfeiffer (JW/OL) sprach die Situation in der Franz-Aletsee-Straße (die Einrichtung von Wettbüro/Kiosk) an und kritisierte die „Umtriebigkeit“ in den Nächten. Die Stadt könne keine Nutzung untersagen, erläuterte Stadtbaumeister Björn Nübel. Dies sei eine „rechtlich unbefriedigende Situation“, ergänzte Bürgermeister Fischer. Achim Fißl (SPD) regte an, dass sich die Stadtverwaltung bei einigen vergleichbaren Kommunen nach deren Vorgehensweise in solchen Fällen erkundige.

Gehweg: Lothar Birzle (JW/OL) erklärte, dass der Gehweg in der Karl-Mantel-Straße noch nicht durchgehend benutzbar sei. Gegebenenfalls sollte der Gehweg auf der anderen Seite benutzt werden, sagte Stadtbaumeister Björn Nübel.

Friedhofsgebührensatzung: In der neuen Satzung ist eine Grundgebühr von „20 Prozent der Gesamtkosten bei den einzelnen Gräbern“ veranschlagt. Der Stadtrat segnete die Neufassung einstimmig ab.

Jahrmärkte: Ebenso einstimmig beschloss der Krumbacher Stadtrat in seiner Sitzung eine Satzungsänderung zur Abhaltung von Jahrmärkten und die Neufassung der Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen. Der Johannimarkt fällt künftig weg.

Wasserversorgung/Bürgerhaus: Die Satzung zur Wasserversorgung wird an die aktuelle Mustersatzung angeglichen. Dies beschloss der Rat einstimmig. Auch die Richtlinien für die Nutzung des Bürgerhauses wurden einstimmig gebilligt.

Psychosoziale Notfallversorgung: Der Krumbacher Stadtrat beschloss einstimmig den Abschluss der Zweckvereinbarung zur psychosozialen Notfallversorgung von Einsatzkräften der Feuerwehren im Landkreis.

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