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Super Bowl 2019

03.02.2019

Was zwei Fans aus dem Landkreis über den Super Bowl zu erzählen haben

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Die New England Patriots (linker Helm) kämpfen gegen die Los Angeles Rams um die Vince-Lombardi-Trophy, benannt nach dem Head Coach des ersten Super Bowl-Gewinners 1967, den Green Bay Packers.
Bild: David J. Phillip/AP/dpa

Plus Auch im Landkreis hat American Football viele Anhänger. Zwei Fans erzählen von der Faszination. Einer schaut das Spiel an einem ungewöhnlichen Ort.

In der Nacht von Sonntag auf Montag steigt in Atlanta, Georgia, eines der größten Sportereignisse des Planeten: der 53. Super Bowl. Hunderte Millionen Fans weltweit werden beim Endspiel der amerikanischen National Football League ( National Football League) vor dem Fernseher dabei sein, darunter auch viele Deutsche. American Football ist auch hierzulande in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Viele Anhänger schlagen sich die Nächte um die Ohren, um die amerikanische Profiliga live zu verfolgen. Und auch aktive Football-Spieler gibt es in Deutschland immer mehr, offiziellen Zahlen des Deutschen Olympischen Sportbunds ( DOSB) zufolge waren es 2018 mehr als 63000. Im Landkreis Günzburg gibt es zwar keine Mannschaft. Dafür viele Fans, für die der Super Bowl der Höhepunkt des Jahres ist.

Stefan Herold
Florian Neiber

Zwei von ihnen sind Stefan Herold aus Thannhausen und Florian Neiber aus Wasserburg. Auch wenn sie mit Tischtennis und Fußball eigentlich andere Sportarten betreiben, verfolgen sie die National Football League regelmäßig und fiebern am Sonntag mit, wenn Rekordfinalist New England Patriots mit Star-Quarterback Tom Brady versucht, gegen die Los Angeles Rams seinen sechsten Titel zu holen.

Das sagen sie über...

...den möglichen Ausgang des Super Bowl: Stefan Herold ist selbst Anhänger der New England Patriots, sieht sie aber nicht als klaren Favoriten. „Über die Saison gesehen waren die Rams das bessere Team. Aber New England setzt sich oft hintenraus durch, wenn es ernst wird.“ Florian Neiber sieht das ähnlich, auch wenn er kein Fan der Patriots ist. Vor allem der erfahrene Quarterback Tom Brady könne den Unterschied machen.

...die kontroverse Schiedsrichterentscheidung im Halbfinale: Neiber, selbst erfahrener Fußballschiedsrichter, hat Mitgefühl mit den angefeindeten Referees. Sie hatten im Halbfinale den Gegner der LA Rams, die Kansas City Chiefs, mit einer klaren Fehlentscheidung massiv benachteiligt. „Sie müssen oft innerhalb einer Tausendstelsekunde entscheiden, das ist unfassbar schwer. Aber ich verstehe auch die Fans der unterlegenen Kansas City Chiefs.“ Stefan Herold glaubt, dass ohne diese Fehlentscheidung Kansas City ins Finale eingezogen wäre.

Einer schaut den Super Bowl sogar in einer Schule

...den Reiz am Football: Herold hatte über Verwandte in den USA erstmals Kontakt zu dem Sport, übers Netz und die deutschen Kommentatoren beim Super Bowl habe er nach und nach die Regeln gelernt. „Es ist unglaublich, wie athletisch die Spieler sind, trotz ihres Gewichts. Und es ist so spannend, weil eine einzige Fehlentscheidung dich schon den Sieg kosten kann. Alles muss perfekt einstudiert sein.“ Florian Neiber reizt vor allem das Taktische. „Toll finde ich auch, dass die Spieler trotz aller Körperlichkeit ohne ganz unfaire Aktionen auskommen.“

...die Show rund um den Super Bowl: Für viele Fans ist das Drumherum mindestens genauso wichtig wie das Spiel an sich. Vor allem die Halbzeitshows beim Super Bowl sind legendär. Stefan Herold freut sich aber auch auf die Werbespots. Sie sind meist besonders aufwendig. Kein Wunder, schließlich kosten 30 Sekunden rund fünf Millionen Dollar. Florian Neiber sieht Parallelen zur Fußball-Bundesliga: „Auch da wird das Spiel als Event immer wichtiger, um die Leute bei der Stange zu halten. Ich schalte beim Super Bowl aber auch nicht erst zum Kickoff ein.“

...ihre persönliche Super Bowl-Party: Neiber hat sich einen ungewöhnlichen Ort fürs Super Bowl-Schauen ausgesucht: eine Schule. Der Lehrer für Physik und Mathematik am Paul-Klee-Gymnasium in Gersthofen erzählt: „Ich schaue das Spiel mit einigen football-interessierten Schülern. Sie bereiten auch Verpflegung und Deko vor. Da lasse ich mich überraschen.“ Auch Stefan Herold schaut nicht allein. „Wir grillen klassisch Burger. Eine Party gibt es aber nicht.“ Am wichtigsten ist für ihn: „Am nächsten Tag kann ich Gott sei Dank ausschlafen.“

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