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Billenhausen

20.07.2020

Weihbischof Wörner in Billenhausen: „Signal gegen Kirchenaustritte“

Einzug vor dem Gottesdienst in die Billenhauser Pfarrkirche. Weihbischof Florian Wörner grüßte diejenigen, die nicht in dem renovierten Gotteshaus dem Gottesdienst folgen konnten.
Bild: Jehle

Plus Die Billenhauser Pfarrkirche wird nach der Renovierung wieder eröffnet. Weihbischof Florian Wörner verbindet damit eine wichtige Botschaft an die Gläubigen.

Nach vielen Arbeitsstunden ist die frisch renovierte Pfarrkirche in Billenhausen mit einem Gottesdienst eröffnet worden. Zu Gast war Weihbischof Florian Wörner. Und der fand deutliche Worte.

Er wertete die umfassende Sanierung der Pfarrkirche „St. Leonhard“ in Billenhausen als „starkes Signal“ gegen die zunehmenden Kirchenaustritte. „Mir zerreißt das Herz, wenn ich die Austritte sehe“, sagte Wörner. Mit den Worten „jetzt erst recht“ ermutigte der kirchliche Würdenträger die anwesenden Gläubigen zu ihrer Kirche zu stehen.

Live-Übertragung der Messe auf den Friedhof in Billenhausen

Coronabedingt konnte die offizielle Wiedereröffnung der Billenhauser Pfarrkirche nach einer umfassenden Sanierung sehr eingeschränkt gefeiert werden. Dennoch verfolgten zahlreiche Gläubige, die keinen Zutritt zum Pontifikalamt hatten, das Ereignis akustisch auf dem Friedhof. Pfarrer Michael Kinzl begrüßte Landrat Hans Reichhart, die Bürgermeister Hubert Fischer (Krumbach) und Markus Dopfer (Neuburg) sowie Planer Josef Schuster.

Neuburgs Bürgermeister Markus Dopfer, Weihbischof Wörner und Krumbachs Bürgermeister Fischer (v. l.).
Bild: Jehle

„Wir können heute deutlich sehen, dass sich alle Mühen gelohnt haben“, sagte Kinzl. Er dankte insbesondere seinem verstorbenen Vorgänger Karl Fritz. „Er hat die umfangreiche Sanierung noch vor seinem Tode in die Wege geleitet“, so der Ortspfarrer. „Ich gratuliere, wie wunderbar dieses Gotteshaus nach eineinhalb Jahren Sanierung auf Vordermann gebracht wurde“, sagte Weihbischof Florian Wörner.

Gottesdienste in Billenhausen ab jetzt wieder in der Pfarrkirche

Ein Gotteshaus sei ein Ort, wo Gott wohnt, eine Begegnungsstätte zwischen Gläubigen und Herrn. Das Leben erachtete der Weihbischof als ein Ringen um das Gute. Man sollte sich nicht vom Feind (Teufel) blenden lassen, selbst wenn es sich manchmal plausibel anhört. Mit dem Auge Gottes merke man richtig auf die Dinge zu schauen.

„Die Schönheit dieses Gotteshauses ist ein Abbild des Himmels“, betonte Wörner. In einem kurzen Rundgang „besprengte“ er die Kirche. Am Ende hob Kinzl nochmals hervor, dass in Billenhausen was Großartiges geschehen ist. „Die Durststrecke ist nun vorbei, die Kirche ist nun wieder ein Zeichen der Gegenwart zwischen Gott und den Christen“, sagte Kinzl. Ab jetzt können die Gottesdienste wieder in der Pfarrkirche stattfinden. Im Anschluss besichtigten zahlreiche Interessierte das auf Hochglanz gebrachte Gotteshaus.

Weihbischof Florian Wörner wertete die Sanierung der Billenhauser Pfarrkirche als „starkes Signal“ gegen die Kirchenaustritte. In Billenhausen wurde die Kirche nach Abschluss der Arbeiten wiedereröffnet.
Bild: Jehle

Die Billenhauser Musikanten umrahmten bei herrlichem Sommerwetter mit einigen Musikstücken diesen festlichen Tag in der langen Geschichte der Pfarrkirche. Auf Festreden und Grußworte wurde verzichtet.

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