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Krumbach

08.11.2019

Welche Prioritäten es in Krumbach beim Winterdienst gibt

Auf den Winterdienst bestens ist die Krumbacher Bauhof-Mannschaft. Der Einsatzplan steht, die Räumfahrzeuge sind aufgerüstet, das Salzlager gefüllt.
Bild: Manfred Keller

Schneefall und Glätte bringen auch für die Bürger Pflichten mit sich. Wie sich die Stadt auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

Der gängige Slogan „vom nächsten Winter, der bestimmt kommt“ lässt Günter Strobel kalt. Der Krumbacher Bauhof-Leiter, der für den kommunalen Winterdienst der Stadt verantwortliche zeichnet, gibt zu Protokoll: Die Dienstpläne für das gesamte Bauhof-Team sind fertig, bei Straßenglätte und dem ersten Schneefall wird die Rufbereitschaft zum Räum- und Streudienst aktiviert.

In der Stadt Krumbach teilen sich Bauhof-Leiter Strobel und seine Mitarbeiter Reinhold Mader und Peter Talano die organisatorische und technische Abwicklung des kommunalen Winterdienstes vor Ort. Begleitet durch die Mitarbeit von Mathias Vogel, der im Rathaus als Sachbearbeiter für das Verkehrswesen in die Organisation eingebunden ist.

Die Erledigung der diversen Arbeiten orientiert sich an einem „differenzierten Winterdienst“ mit der Vorgabe, „den bestmöglichen Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit zu erreichen“. Nicht auf allen Straßen und bei jeder Wetterlage wird dabei die gleiche Strategie angewendet, vielmehr richten sich die Maßnahmen nach der Verkehrsbedeutung. Günter Strobel dazu: „Allgemein gilt es, dort einzusparen und im Winterdienst zurückzufahren, wo dies sinnvoll und möglich ist“. Konkret bedeutet dies: Streumittel und Salzverbrauch werden auf das zur Sicherheit notwendige Maß reduziert, und es können nicht alle Wünsche und Ansprüche seitens der Bürgerschaft in Sachen Räum- und Streudienst bis zum Optimum befriedigt werden. Innerhalb des Stadtbereiches sind die Verkehrsverbindungen in verschiedene Streukategorien unterteilt, was einer Prioritätenliste gleichkommt.

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Verkehrswichtige und gefährliche Stellen (etwa Gefällstrecken, scharfe Kurven) werden sinnvoller weise vorab bedient. Dann gibt es weitere Verbindungsstraßen (wie zum Beispiel Wohnsammelstraßen) oder etwa reine Wohn- oder Nebenstraßen. Nach dieser Klassifizierung richtet sich auch der Einsatz von Räum- und Streufahrzeugen. Die Konsequenz wird sein, dass Bereiche höherer Priorität zuerst geräumt, gestreut und mit Salz versehen werden - Straßen mit geringerer Gefahrenstufe und Verkehrsbedeutung später geräumt werden. Winterliche Kälte und weiße Pracht bringt natürlich auch für den Bürger Pflichten mit sich: Insbesondere die Aufgabe, die Gehwege rund um Haus und Hof von Schnee zu räumen, von Eis zu befreien und sicher begehbar zu halten. Die Herausforderung hat einen Namen: Räumpflicht! Und die bezieht sich auf den Hausbesitzer wie auch den Mieter, auf Anlieger an Straßen ebenso wie es sogenannte „Hinterlieger“ mit einbezieht.

Möglichst kein Salz

Wer seinen Bürgerpflichten in der rechten Weise nachkommt, dient letztlich dem eigenen Versicherungsschutz. Mathias Vogel verweist auf die von der Stadt veröffentlichte spezielle Winterdienstverordnung und hat dazu praktische Anregungen für die Bürger parat: Zum einen sollte beim Streueinsatz von „abstumpfenden Mitteln“ möglichst kein Salz Verwendung finden. Zum anderen sollten Autos auf privaten Flächen abgestellt und öffentliche Straßen und Verkehrsflächen nicht beparkt werde, um weder den öffentlichen Verkehr zu behindern und insbesondere den Winterdiensteinsatz der Räumfahrzeuge zu erschweren.

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