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MN-Lesertelefon

18.02.2015

„Wir kämpfen darum, das Hallenbad überhaupt zu halten“

Treffpunkt für Badegäste und Schwimmfreunde: Die Krumbacher Schwimmhalle beim Schulzentrum in der Talstraße.
Bild: Manfred Keller

Anrufer wünschen sich mehr Attraktionen für das Bad. Warum der Bürgermeister hier wenig Spielraum sieht. Leser kritisieren „Verkehrsschikanen“

Kritik an „Verkehrsschikanen“, unter anderem auch an der neuen Verengung in der Talstraße im Bereich Schulzentrum, Wünsche zur Zukunft des Hallenbades: Das waren wesentliche Themen beim Lesertelefon unserer Zeitung. Wir kämpfen darum, das Bad überhaupt zu halten“, sagte Bürgermeister Hubert Fischer zur weiteren Entwicklung des Hallenbades.

„Verkehrsschikanen“ Die Stadt Krumbach schaffe immer mehr unnötige Schikanen, meinte Siegfried Peter aus Deisenhausen. Er denkt an die Verkehrsverschwenkung in der Kirchenstraße. Hier würden immer wieder Fahrzeuge über den Gehweg fahren. „Das ist die Schaffung einer Gefahrenquelle durch die Stadt“, äußerte Peter am Telefon. Er hält auch nichts von den Grüninseln in der Karl-Mantel-Straße. „Unnötige Schikanen“, meint Peter. Einsehen würde er solche künstlichen Verengungen nur dann, wenn außerhalb der Stadt Umgehungen geschaffen würden. Bürgermeister Hubert Fischer kommentierte dazu: „Weniger mit dem Auto fahren“.

Talstraße Maria König aus Waltenhausen hält die vor Kurzem installierte Verengung in der Talstraße beim Schulzentrum für „unzumutbar“. Sie ist der Meinung, das die Verengung und die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer nichts bringen. Bürgermeister Fischer verweist dazu auf den Wunsch von rund 50 Anliegern der Talstraße, die sich eindringlich für die Verengung und für die Begrenzung der Geschwindigkeit stark gemacht hätten. Fischer spricht sich generell für eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern in Wohngebieten aus.

Radweg Wie es mit dem Radwegausbau von Krumbach nach Waltenhausen weitergeht, wollte Maria König aus Waltenhausen wissen. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass der nötige Grundstückserwerb noch nicht abgeschlossen sei. Zudem habe in diesem Jahr die Verbindung von Krumbach in Richtung Attenhausen (bis zur Linie) Vorrang. Im nächsten Jahr soll dann die Verbindung nach Waltenhausen vollendet werden. „Wie versprochen“, ergänzte der Bürgermeister.

Hallenbad Das Hallenbad beim Schulzentrum mit dem geplanten Umbau auch attraktiver gestalten, das wünscht sich Ines Riebler aus Krumbach. Sie denkt dabei beispielsweise an ein Dampfbad. „Es muss ja kein Luxus sein, das wird doch nicht so viel kosten“, meinte sie. Auch Maria König aus Waltenhausen wünschte sich mehr Erholungsangebote im Krumbacher Hallenbad. Beispielsweise eine Sauna und Massagedüsen. „Sonst fahren alle nach Illertissen oder Bad Wörishofen“, meinte sie. Es sollte mehr in das Bad investiert werden. „Es geht nicht um Attraktionen, sondern wir kämpfen darum, das Bad überhaupt zu halten“, sagte Bürgermeister Hubert Fischer dazu. Bezuschusst werde, so Fischer, nämlich nur ein Schulschwimmbad mit einem 16-Meter-Schwimmbecken – kein Kinderbecken, kein Planschbecken und keine Türme. „Ich wünsche mir Unterstützung, dass wir das Bad überhaupt halten können, dann kann man auch über einige Massagedüsen reden, meinte Fischer.

Freibad Für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen sei das Nichtschwimmerbecken im Krumbacher Freibad schlecht ausgestattet. Das meinte Jutta Schuster aus Krumbach. Der Zugang zu den Ruhebänken ums Becken sei erschwert. Zudem vermisse sie Haltestangen und Handläufe im Becken. „Das Becken schaut wunderschön aus, aber es ist nur für den Spaß“, meinte Schuster.„Es handelt sich nicht um ein Therapiebecken, Handläufe sind nicht erlaubt“, erklärte der Bürgermeister dazu. Zu den Bänken wolle er sich zu Beginn der kommenden Badesaison nochmals vor Ort ein Bild machen.

Schulzentrum Zum Thema, was in Krumbach zuerst angepackt werden sollte, war Ines Riebler der Meinung, dass das Schulzentrum vorrangig behandelt werden sollte. Sie hielt es für wichtiger als die Erweiterung der Kindertagesstätte Maria Hilf.

Kontroverse Debatte um Beiträge für Straßenausbau

Straßenausbaubeiträge Eine Änderung bei der Berechnung von Straßenausbaubeiträgen befürwortete Alois Rau aus Krumbach. Denn auf den unmittelbaren Anlieger kämen erhebliche Kosten bei einem Ausbau von Straßen und Gehwegen zu. Wenn nun beispielsweise ein Rentner den Betrag nicht aufbringen könne, würde es ihm passieren, dass eine Zwangshypothek eingetragen werde. Sein Haus könnte dann eventuell versteigert werden. Deshalb sollten seiner Meinung nach Beiträge zum Straßenausbau über die Steuer von allen erhoben werden wie es beispielsweise in Baden-Württemberg gehandhabt wird.

In seiner Amtszeit habe noch kein Straßenausbaubeitrag über fünf Prozent des Grundstücks- und Gebäudewerts gelegen, sagte Fischer. Und: „Es kommt jeder Grundstücksbesitzer mal dran“. Baden-Württemberg habe ein andere Rechtslage. Doch ob diese gerechter ist, hält Fischer für fraglich.

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