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  3. Ziemetshausen: Keine Fotovoltaikanlage im Außenbereich von Ziemetshausen

Ziemetshausen
01.01.2021

Keine Fotovoltaikanlage im Außenbereich von Ziemetshausen

Von der B300 aus gesehen erstreckt sich der Solar-Park „Am Reschenberg“ auf einer Fläche von insgesamt 19,2 Hektar außerhalb von Krumbach. In Ziemetshausen beriet der Marktgemeinderat über Solarfelder im Außenbereich.
Foto: Annegret Döring

Warum der Ziemetshauser Marktrat einen entsprechenden Grundsatzbeschluss für Solarfelder fasst und was er außerdem noch zu beschließen hatte.

Vielfältig waren die Tagesordnungspunkte, mit denen sich der Ziemetshauser Marktgemeinderat zum Jahresende zu beschäftigen hatte. Unter anderem ging es um Bauangelegenheiten. Zudem gab es einen Grundsatzbeschluss, dass Fotovoltaikanlagen im Außenbereich der Marktgemeinde nicht erwünscht sind.

Nicht alle Punkte gingen problemlos über die Bühne. So die Bauvoranfrage für ein Wohngebäude mit fünf Wohneinheiten und Flachdach einschließlich Penthouse sowie Garagen an der Augsburger Straße und Stellplätzen an der Ledererstraße. Das Gebäude weist in der Planung nicht die erforderliche Größe für einen dreigeschossigen Bau aus, die Garagen befinden sich außerhalb der Baugrenze. Hierfür müssten Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt werden.

Während 3. Bürgermeister Rudolf Liebhaber Zweifel an der durch das Flachdach gebotenen Optik äußerte, fand Theo Aumann die Dachform im Ensemble mit Nachbargebäuden und den Gebäuden der an der Augsburger Straße befindlichen Firma Automotive Geiger durchaus akzeptabel. Hubert Forstner schlug vor, das Wohnhaus zu drehen, da es auf dem vorgesehenen Areal schwierig scheine, dies so zu realisieren, wie die Bauherren dies wünschen. 2. Bürgermeister Edwin Räder hingegen kann sich das Gebäude in seiner Kubusform gut als Schallschutz gegen Straßen- und Fabriklärm für die dahinter liegenden Wohnhäuser vorstellen. Auch das Penthouse in der Funktion als Flachdachabschluss anstelle eines Satteldaches findet er durchaus positiv. Die Garagen allerdings, so Räder, sollten anders gestaltet werden, um nicht zu weit an die vorbeiführende Straße und den Bürgersteig heranzureichen. Mit drei Gegenstimmen beschlossen die Räte, die Bauvoranfrage unter Anführung der zur Kenntnis genommenen strittigen Punkte an das Landratsamt Günzburg weiterzuleiten.

In einem Grundsatzbeschluss erklärte der Marktgemeinderat einstimmig, dass Fotovoltaikanlagen im Außenbereich des Gemeindegebietes des Marktes Ziemetshausen nicht gewünscht sind. Man wolle hier nachdrücklich eine Verschandelung der Landschaft von vornherein unterbinden.

Im Ziemetshauser Gewerbegebiet Ost geht es weiter

Der Marktgemeinderat Ziemetshausen beschließt, die Straßenführung und Parzellierung des Gewerbegebietes Ziemetshausen-Ost gemäß der Variante „Lageplan-V1“ von der Konstruktionsgruppe Bauen Augsburg GmbH durchzuführen. In einem weiteren Beschluss zum neuen Gewerbegebiet wurde der Auftrag für die Straßenbeleuchtung gemäß dem Angebot der LEW Verteilnetz in Schwabmünchen erteilt.

Der Bauantrag der Asta Holzwerk GmbH zur Überdachung eines vorhandenen Lagerplatzes auf dem Firmenareal wird zur Kenntnis genommen und zustimmend, aber ohne rechtliche Prüfung an das Landratsamt Günzburg weitergeleitet. Der vorab vom Landratsamt nach technischer und rechtlicher Prüfung verlangten Zustimmung zur Befreiung von der nach Auflagen des Bebauungsplans zulässigen Traufhöhe konnte einstimmig (Theo Aumann war ausgeschlossen) entsprochen werden.

EDV-Anlage für Rathaus, Verwaltung und Kindergarten von Ziemetshausen

Die Verwaltungsgemeinschaft Ziemetshausen beschaffte kürzlich für das Rathaus und die Mitarbeiter der Verwaltung eine neue EDV-Anlage. Der Ausschreibung angehängt war auch die Angebotsanfrage für eine neue Anlage für die Kindertagesstätte Märcheninsel, sollten doch beide Systeme kompatibel miteinander und auch Home Office geeignet sein. Hierfür wurde auch ein günstiges Angebot eines Burgauer Unternehmens eingereicht. Der Marktgemeinderat beschloss dennoch, die Programme für den Kindergarten bei der Ziemetshauser Firma EskoSystems zu kaufen, da diese das Programm für Rathaus und VG zusammen zu einem guten Preis anbot und so beides aus einer Hand bezogen und später dann betreut werden kann.

Förderung für Schützenverein Ziemetshausen

Der Marktgemeinderat hat zudem beschlossen, dem Schützenverein Ziemetshausen zur Erneuerung und Umrüstung der Schießanlage auf elektronische Schießstände eine Förderung von 5000 Euro zukommen zu lassen. Außerdem erklärte das Gremium, dass das Mietverhältnis mit dem Schützenverein Ziemetshausen in der Taferne um 25 Jahre verlängert werden soll. Man ist grundsätzlich gewillt, das Mietverhältnis mindestens so lange zu verlängern, wie es für jegliche Förderungen unabdingbar sei.

Lebensrettender Defibrillator bleibt in der Ziemetshauser Sparkasse

Von der Sparkasse Günzburg-Krumbach kam die Mitteilung, dass man den im Vorraum der ortsansässigen Zweigstelle angebrachten Defibrillator wegen Ablauf der zulässigen Verwendungsdauer ersatzlos entfernen wolle. Edwin Räder sprach sich für die Anbringung eines neuen Defibrillators aus, da auch er als aktives Feuerwehrmitglied insbesondere durch einen Vorfall in jüngster Vergangenheit von der Notwendigkeit eines solchen Gerätes auch im westlichen Ortsteil (ein weiterer Defibrillator befindet sich im Foyer der Raiffeisenbank) überzeugt sei. Die Sparkasse erklärte sich bereit, ein neues Gerät in ihrem Gebäude mit 750 Euro zu bezuschussen. Drei Feuerwehrkameraden erklärten sich daraufhin spontan bereit, den anstehenden Restbetrag zu spenden, da sie um die lebensrettende Wichtigkeit eines Defibrillators für einen First-Responder/Erste Hilfe-Einsatz aus eigener Erfahrung wissen.

Zweiter Bürgermeister Edwin Räder dankte dem seit Mai agierenden neuen Bürgermeister Ralf Wetzel für die außerordentlich fruchtbare Zusammenarbeit in der jetzt gut halbjährigen gemeinsamen Schaffensphase. Räder lobte auch die Initiative der heimischen Internetplattform Hometown, die mit dem digitalisierten und ansprechend gestalteten Adventskalender mit täglichen Gewinnmöglichkeiten eine bemerkenswerte Resonanz nicht nur bei der heimischen Bevölkerung hervorgerufen habe. Auch das neue Gemeindeoberhaupt äußerte sich mehr als zufrieden über die Arbeit des Marktrats und seiner beiden Stellvertreter.

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