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Handball

03.12.2019

Blamage für Günzburger Nachwuchs

In eigener Halle unterlag der VfL Günzburg um Sebastian Grabher (links) der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Vorrunde noch knapp mit 25:28 (12:15). Davon war zum Auftakt der Pokalrunde wenig zu sehen.
Bild: Ernst Mayer

Die A-Junioren des VfL bieten zum Auftakt der Pokalrunde eine äußerst schwache Leistung und sind mit dem 21:30 noch gut bedient. Hinterher spricht der Trainer Klartext

Eigentlich sollte bei der A-Jugend der Günzburger Handballer alles besser werden nach der wenig erbaulichen Bundesliga-Vorrunde. Zum Start der Pokalrunde standen die Voraussetzungen günstig: Der Aufwärtstrend vor der Spielplanungsspause, Frieder Bandlow an Bord dank der Spielpause in der Bayernliga, Adam Czako konnte wieder mitwirken und Lukas Bär hatte seine Schulterverletzung gerade noch rechtzeitig auskuriert. Gegner HG Oftersheim/Schwetzingen hingegen musste das knappe Verpassen der Meisterrunde verdauen.

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Die Wahrheit liegt dann aber auf dem Spielfeld. Und VfL-Stephan Hofmeister war schon beim Aufwärmen nicht zufrieden. Viel zu früh, so Hofmeister, waren die unnötig selbstsicheren VfL-Junioren fertig. „Wenn schon die Wettkampfroutine nicht stimmt, ist nichts Gutes zu erwarten“, unkte der Coach.

Doch spielerisch war anfangs alles in Ordnung. Jede Menge beherrschbare Wurfsituationen spielte sich Günzburg heraus. Doch der Keeper der Gastgeber hatte vorher viel Video geschaut. Er kannte die bevorzugten Ecken der Günzburger Rückraumwerfer und entschärfte gleich reihenweise Großchancen. Immerhin erzielte Alexander Jahn in der dritten Minute den Anschlusstreffer zum 2:1. Da viele Fehlwürfe naturgemäß in die Gegenstoßfalle führen, stand es in der 11. Minute bereits 6:1.

Blamage für Günzburger Nachwuchs

Die überheblichen VfL-Spieler wurden dadurch unzufrieden und haderten mit ihrem Handballschicksal. Viel wurde sich mit den Schiedsrichtern beschäftigt. Bis zur 15. Minute schien sich die Begegnung beim 8:4 durch Frieder Bandlow zu normalisieren, in dieser Phase war es ein Hin und Her auf Augenhöhe. Doch die viele Ablenkung hatte ein Opfer, die eigene Abwehr. Vorne stand der HG-Torwart mittlerweile auch von Außen und vom Kreis im Weg und hinten wurde die Abwehr zum schwäbischen Scheunentor. Der Spielfaden ging schon da komplett verloren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer kam auf, als der starke Gästespielmacher Steven Beck in der 23. Minute eine Rote Karte durch die unsicheren Schiedsrichter erhielt. Bereits 11:4 stand es zu dem Zeitpunkt. Auch ein Torwartwechsel und zwei Auszeiten konnten die sichtlich übermüdeten Günzburger an diesem Sonntagmittag nicht wecken. Über ein schwaches Zwischenhoch beim 11:6, als immerhin einmal zwei Treffer hintereinander gelangen, ging es mit 15:9 in die Halbzeit.

Wieder wurde viel geredet, Handballtaten folgten keine. Die Nordbadener bestimmten gegen die schwache Abwehr und einen individualisierten Angriff weiterhin das Spielgeschehen und lösten ihre Personalprobleme vorbildlich über das Team. Beim 24:14 durch Aslan Onur bahnte sich vor sechs tapferen Zuschauern ein Debakel an. Trainer Hofmeister nutzte das Spiel ab diesem Zeitpunkt, um auch den Spielern, die nicht in der Anfangsformation standen, Spielanteile zu gewähren. Ein wenig besser wurde es dann, auch weil der Oftersheimer Trainer im Gefühl des sicheren Sieges ebenfalls fleißig Spieler tauschte. Leon Guckler setzte mit vollem Körpereinsatz bei einem Wurf von Linksaußen den Schlusspunkt zum 30:21 in einem chancenlosen Spiel.

Im Anschluss gab es Klartext von Hofmeister: „Die Jungs sind an diesem Sonntag ihrer Vorbildsituation für die anderen Kinder- und Jugendmannschaften der Weinroten nicht gerecht geworden. Sonntagmittagsspiele werden auch in der Nacht davor entschieden. Genügend Schlaf und ein gesundes Frühstück bestimmen Ergebnisse im Leistungssport mit.“

Die kommende Trainingswoche dürfte für den Nachwuchs der Günzburger ziemlich unangenehm werden. (zg)

VfL Günzburg Freund, Fieger; Bandlow (5/3), Pinkl, Grimm (1), Schuller, Guckler (1), Dück (2), Grabher (1), Bär (2), Czako (3/1), Jahn (1), Reiner (1)

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