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Handball

10.12.2019

Kein Durchkommen für die Günzburger

Auch sein eigener kleiner Fanklub nützte nichts: Lukas Bär (in rot) verlor mit dem VfL Günzburg deutlich gegen Göppingen.
Bild: Ernst Mayer

VfL-Nachwuchs verliert deutlich gegen Göppingen – auch weil es im Angriff nicht passt

Mit 22:34 (9:16) verloren die Günzburger A-Jugendhandballer auch in der Höhe verdient gegen Frisch Auf Göppingen. Immerhin 250 Zuschauer waren zum ewigen Derby in die Rebayhalle gekommen. Viele junge Zuschauer kamen vom TV Gerhausen, wo VfL-Spieler Lukas Bär nicht nur in der Württembergliga ein Doppelspielrecht hat, sondern auch ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Sein Fanklub konnte die gewohnt engagierte Abwehrleistung des quirligen Rückraumspielers bestaunen.

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Nach den starken Ergebnissen zum Ende der Hinrunde hatten sich die VfL-Talente eigentlich ein gutes Abschneiden in der Pokalrunde zum Ziel gesetzt, zumal mit Adam Czako und Marius Waldmann zwei wichtige Spieler nach überstandenen Verletzungen ins Team zurückkehrten. Schmerzlich waren beide wegen ihrer Dynamik und Durchbruchsfreude vermisst worden. Der verbliebene Rest löste den Angriff umgekehrt und am Ende erfolgreich: Sehr lange wurde gespielt, bis sich endlich eine kleine Wurfchance ergab, die dann beherzt mit hohem Risiko genommen wurde. Doch das Zusammenspiel muss nun wieder neu gefunden werden. Beides passt noch nicht zusammen, den einen kann es nicht schnell genug gehen und die anderen kommen nicht ins Spiel, weil sie länger vorbereiten müssen, bis die Wurfchance endlich da ist. Eine ungewohnt hohe Anzahl an technischen Fehlern – wie schon in Oftersheim – war die Folge. Durch die nun anstehende lange Weihnachtspause, so Coach Stephan Hofmeister, werde sich das so schnell auch nicht bessern. Mangelnden Einsatz könne er seinen Spielern trotz der hohen Niederlage nicht vorwerfen.

Zunächst ging der VfL in Führung. Das 1:0 erzielte der beste Günzburger an diesem Tag, Alex Jahn, trotz einer hartnäckigen Adduktorenverletzung. Bis zum 3:1, wieder durch Jahn und Adam Czako, führten die Einheimischen. Sechs Göppinger Tore in Folge kippten das Spiel schnell. Gefällig war der VfL-Angriff in dieser Phase anzuschauen, doch allzu oft scheiterte man am Firsch-Auf-Keeper. Er kooperierte aus der Distanz vorbildlich mit seinem Block und wartete aus der Nahwurfzone lange, ehe er etliche freie Würfe der Günzburger – offensichtlich nach erfolgreichem Videostudium – entschärfte.

Kein Durchkommen für die Günzburger

Durch Lukas Bär und Rückraumwerfer Jahn kamen die Weinroten wieder auf 8:10 heran. Positiv wirkte sich die Hereinnahme von Sebastian Grabher in die Innenverteidigung aus. Beim Stand von 9:13 fiel die Vorentscheidung, als den Württembergern noch drei weitere Torerfolge bis zum 9:16 gelangen. VfL-Torwart Moritz Fieger hatte bis zur Halbzeit einen noch höheren Rückstand verhindert. Bei ihm sind Fortschritte zu erkennen.

Trotz bester Vorsätze drückte der Erstliganachwuchs über ein 13:21 und 15:25 dem Spiel nun seinen Stempel auf. Im Angriff spielte der VfL zu oft aneinander vorbei. In der Schlussviertelstunde wurde eifrig gewechselt. Marius Waldmann zeigte in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause, dass er in der richtigen Liga spielt, und erzielte vier Treffer. Mit ihm wird nach Weihnachten zu rechnen sein.

Frisch-Auf-Trainer Gerd Römer war mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden. Auch er hatte zuvor ähnliche Probleme wie Stephan Hofmeister. Klappte es in der Vorrunde auch wegen vieler Verletzter nicht mit der Meisterrunde, war der Kader am vergangenen Wochenende gegen den TV Hochdorf wieder halbwegs vollzählig. Nur die Räder griffen noch nicht ineinander und so blieb nur ein Unentschieden gegen den Außenseiter. In Günzburg lief es bereits deutlich flüssiger. Sehr zum Leidwesen des VfL. (zg)

VfL Günzburg Freund, Fieger; Pinkl, Sperandio, Grimm, Dück (3), Grabher (2), Bär (1), Czako (3), Jahn (8/1), Waldmann (4), Reiner

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