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KreisligaWest

04.10.2019

Sechs Platzverweise in Großkötz

Es steht schlecht um den VfL Großkötz. Wieder gab es keinen Sieg, dafür insgesamt sieben Platzverweise beim Spiel gegen Glött. Wenigstens der Zusammenhalt stimmt bei den Kötzern.
Bild: Ernst Mayer

Jettingen bekommt Schiedsrichterhilfe, Ziemetshausen tut sich schwer

Eine Halbzeit lang hielt die Defensive der TSG der Landesligareserve des FC Gundelfingen stand. Vor allem in den ersten 20 Minuten war Thannhausen vor nur 40 Zuschauern das deutlich bessere Team. In der 55. Minute musste dann ein Freistoß herhalten, den Stephan Zeller zur Führung für die Grün-Weißen herrlich verwandelte. Der FC Gundelfingen übernahm nun mehr und mehr die Kontrolle über die Partie und belohnte sich eine Viertelstunde vor Schluss nach einem schönen Spielzug mit dem 2:0 durch Ghazi Askar.

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Wieder kein Happy-End für eine kämpferisch absolut überzeugende Heimelf vom VfL Großkötz. Gegen den Favoriten aus Glött sah es lange Zeit nach drei Punkten für die Gastgeber aus. Fabian Züringer hatte sein Team nach 73 Minuten in Führung geschossen. Doch in der Schlussphase wurde es hektisch und auch rekordverdächtig farbig. In der 81. Minute sahen der Großkötzer Simon Itzelberger und der Glötter Milan Nikolic zeitgleich Gelb-Rot. Und nur 60 Sekunden später zeigte der Unparteiische Gerhard Dietenhauser (Donaumünster) SSV-Spieler Patrick Wanek glatt Rot.

Die daraus resultierende fast zehnminütige Nachspielzeit nutzten die Glötter effektiv und erzielten durch André Daferner den Ausgleich (90.+2). Doch das war noch nicht das Ende. Eine Masse an Disziplinlosigkeiten auf Glötter Seite führte zu einer Kartenflut. Zunächst sah Benedikt Krist Gelb-Rot (90.+4). Drei Minuten später ging Peter Eggle ebenfalls mit Rot vom Platz, kurz vor dem Abpfiff erwischte es Mehmet Ali Taner mit Gelb-Rot. Die SSV Glött beendete die Partie somit nur noch mit sechs Spielern. Dies müsste laut BFV-Spielordnung eigentlich zu einem Spielabbruch führen. Großkötz prüft nun eine Beschwerde vor dem Kreissportgericht.

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Schwerer als erwartet tat sich der Tabellenführer gegen den Gast aus Ichenhausen. Der TSV begann dominant und Tobias Hillenbrand erzielte nach einer Ecke per Kopfball den verdienten Führungstreffer (17.). Danach war man klar spielbestimmend, schaffte es aber wiederholt nicht, aus guten bis sehr guten Möglichkeiten heraus das Leder über die Torlinie zu bugsieren. Und dies hätte sich in Halbzeit zwei beinahe gerächt. Der FC Grün-Weiß kam deutlich mutiger aus der Kabine und die Heimelf wurde zusehends nervöser. Folgerichtig das 1:1 durch Denis Mehic nach knapp einer Stunde. Doch was zeichnet eine Spitzenmannschaft aus? Sie bewahrt die Ruhe. Ziemetshausen spielte geduldig weiter und als kurz vor dem Abpfiff Norbert Maier im Strafraum von FC-Keeper Hasib Peco von den Beinen geholt wurde, verwandelte Thomas Pietsch den Strafstoß zum umjubelten 2:1-Siegtreffer.

Knapp 200 Zuschauer im Offinger Mindelbogen sahen ein Remis im Verfolgerduell und zudem ein sehr gutes Kreisligaspiel. Offingen startete stark und hätte durch Stefan Smolka bereits nach drei Minuten in Führung gehen können. Danach blieb der TSV die tonangebende Mannschaft, scheiterte jedoch zunächst noch an sich selbst oder am Torgehäuse. Denn ein richtiger Kracher von Ismael Bülbül landete am Lattenkreuz (30.) und das Leder prallte von dort zurück auf’s Spielfeld. In Halbzeit zwei wollte es dann der Tabellenzweite wissen und ging nun deutlich engagierter zu Werke. Offingen hielt dagegen und belohnte sich mit dem Führungstreffer durch Ivan Horban, der nach 70 Minuten aus dem Getümmel heraus traf. Jettingen antwortete mit wütenden Angriffen, doch der Ausgleich fiel dann mehr als kurios. Daran beteiligt war das nicht immer sichere Schiedsrichtergespann. Zunächst wurde ein TSV-Angreifer – für viele deutlich nicht regelkonform – im Jettinger Strafraum vom Ball getrennt. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Beim anschließenden Gegenangriff nahm der Jettinger Stürmer Tim Paulheim, ebenfalls für viele deutlich sichtbar, den Ball mit der Hand mit. Auch das sah Referee David Fischer (Oettingen) aber nicht. Paulheim nutzte dies eiskalt zum Ausgleich für den VfR (85.).

Einen immens wichtigen Dreier brachten die Orange-Schwarzen von ihrem Gastspiel an der Donau zurück. Nach 36 Minuten eröffnete Stefan Ostertag den Torreigen vor knapp 60 Zuschauern in Lauingen. Dieser Treffer schockte die Gastgeber, die zwar in den zweiten 45 Minuten nochmals dagegenhielten, von den Zellern jedoch gnadenlos bestraft wurden. Zunächst traf Routinier Michael Oberhoffner zum 2:0 (53.). Und eine Viertelstunde vor dem Ende erzielte das Jungtalent Vincent Thoma gar das 3:0 für den SVM. Lauingen schaffte zwei Minuten vor dem Ende durch Elias Griener nur noch den Ehrentreffer.

Neumünster-Unterschöneberg - SG Reisensburg-Leinheim 1:1 (0:0) Ausgerechnet die SG Reisensburg-Leinheim hat dem abgeschlagenen Tabellenletzten SSV Neumünster-Unterschöneberg den ersten Punktgewinn der Saison beschert. Nach einer torlosen ersten Hälfte gingen die Reisensburger in der 63. Minute durch Tobias Vogler in Führung. Doch die von vielen schon abgeschriebenen Gäste gaben nicht auf und erzielten in der 82. Minute durch Valentin Mayer den Ausgleich. (diz)

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