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Bayernliga

15.11.2019

So geht der VfL ins Spitzenspiel

Was haben der Günzburger Trainer Gábor Czakó (links) und seine Spieler um Jakob Herrmann sich für das Spitzenspiel gegen den HSC Coburg 2000 wohl ausgedacht? Eines ist sicher: Sie werden motiviert in das Duell gehen.
Foto: Ernst Mayer

Gegen Coburg kann Günzburg wieder in die bevorzugte Rolle des Außenseiters schlüpfen. Nicht deshalb hoffen die Weinroten aber auf einen Coup in der Rebayhalle

Die Handball-Bayernliga ist in dieser Saison eng und ausgeglichen wie selten zuvor. Für die Männer des VfL Günzburg bedeutet das eine große Chance, vielleicht doch um den Klassenerhalt mitreden zu können. Am morgigen Samstag um 19.30 Uhr könnten sie hier einen wichtigen Schritt machen. Dann gastiert der direkte Konkurrent HSC Coburg II zum Spitzenspiel in der Rebayhalle. Aktuell stehen die Weinroten mit zwölf Punkten auf dem dritten Platz und Coburg mit einem Punkt mehr auf einem mit Bayreuth geteilten ersten Platz.

Lange war der Unterbau der Coburger Ersten fester Bestandteil der dritten Bundesliga. Die ein oder andere Saison waren sie zwar in einen oftmals harten Abstiegskampf verwickelt, haben die Liga allerdings immer halten können. In der Saison 2016/17 kam das auch dem VfL Günzburg zugute, der sich damals dank des Klassenerhalts der Coburger am letzten Spieltag in der Bayernliga hielt. In der Vorsaison war es dann aber so weit, die Franken konnten den Abstieg nicht mehr verhindern. Nun hat der Gegner der Günzburger klar den Anspruch formuliert, in der nächsten Spielzeit wieder in der dritten Liga aufzulaufen. Nur konsequent ist es dann auch, sich gegen den VfL in der Favoritenrolle zu sehen.

Individuell ist Coburg mit die stärkste Mannschaft und auch im Verbund können sie ganz oben verortet werden Die meisten Spieler warten mit einer ordentlichen Portion Drittligaerfahrung auf und die Trainer Ronny Göhl und Till Riehn haben es geschafft, die guten Einzelspieler in eine Mannschaftsform zu gießen. Komplettiert wird das Konstrukt mit der bisher besten Torhüterleistung der Liga.

Es kommt also ein ganz schön dicker Brocken an die Donau. Wenn in der Vergangenheit eine solche Spitzenmannschaft in der Rebayhalle auflief, waren die Rollen klar verteilt. Dort drüben spielte der Favorit mal mehr, mal weniger motiviert seinen Schuh runter und auf der Günzburger Seite wurde alles darangesetzt, Goliath ein bisschen zu ärgern. Manchmal klappte es, meist war das Unterfangen aber nicht von Erfolg gekrönt. Am Samstag sind die Vorzeichen zumindest ein klein wenig anders. Zwar sind die Coburger individuell auf fast allen Positionen mit besseren Spielern besetzt, allerdings hat das in dieser Saison noch keinen der Weinroten interessiert. Insbesondere gegen vermeintlich stärkere Gegner wuchsen die Spieler um Flügelflitzer und Publikumsliebling David Pfetsch regelmäßig über sich hinaus. Der Schlüssel zum Sieg lag rückblickend immer in einer herausragenden Abwehrleistung, die bislang jeden Gegner an den Rand der Verzweiflung trieb. Niederlagen setzte es dann, wenn der Angriff die gute Arbeit der Verteidigung nicht umsetzen konnte.

VfL-Trainer Czakó hat dieses Problem schon früh in der Saison erkannt und erarbeitet seitdem konsequent Lösungsansätze im Mannschaftstraining, die bislang erfolgversprechend zu sein scheinen. Zumindest nähert sich die Leistungskurve des Angriffs – trotz weniger Ausschläge nach unten – langsam der Abwehr an. In den jüngsten Spielen waren jene Ausschläge nach unten völlig unbedenklich, am Samstag können sie über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Nichtsdestotrotz können die Weinroten mit breiter Brust in die Begegnung gehen. Sie haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass die Trauben des Erfolgs für Gäste in der Rebayhalle weit oben hängen. Gegen Coburg müssen sie allerdings direkt unter die Decke gehängt werden. Dies geht nur, indem der Mannschaftsverbund nah an der Saisonbestleistung sowohl in Abwehr als auch im Angriff spielt. Daneben bauen die Günzburger auch wieder auf die lautstarke Unterstützung des Heimpublikums, das sie schon zum ein oder anderen Erfolg in engen Begegnungen gepeitscht hat. Und sollte es eines weiteren Ansporns bedürfen: Patzt Haspo Bayreuth beim TSV Friedberg, so kann der VfL mit einem Sieg sogar die Tabellenführung erobern. (zg)

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