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Berlinale 2013
17.02.2013

Goldener Bär für Rumänien

Calin Peter Netzer (l) und die Produzentin Ada Solomon posieren mit ihrem Goldenen Bären für den Besten Film der Berlinale 2013.
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Calin Peter Netzer (l) und die Produzentin Ada Solomon posieren mit ihrem Goldenen Bären für den Besten Film der Berlinale 2013.
Foto: dpa

Der große Berlinale-Gewinner steht fest: Der Goldene Bär geht nach Rumänien für ein Psychodrama.

Der Goldene Bär ging am Samstagabend an das rumänische Psychodrama "Die Stellung des Kindes" von Calin Peter Netzer. Erstmals wurde damit der Hauptpreis der Berlinale an einen Film aus Rumänien verliehen.

Berlinale 2013: Goldener Bär für Rumänien

Im Mittelpunkt des Films steht eine Mutter-Sohn-Beziehung im postsozialistischen Rumänien. Sein Film erzählt von einer Mutter, deren erwachsener Sohn ein Kind totgefahren hat. Die Mutter setzt Geld und Einfluss ein, um ihren Sohn vor Strafe zu schützen. Im Film möchte die Mutter einen Zeugen mit Geld zur Falschaussage bewegen und die Familie des toten Jungen beschwichtigen - ebenfalls mit Geld.

"Wenn ich über Familienstrukturen spreche, spiegele ich natürlich auch gesellschaftliche Strukturen", sagte der 1975 im rumänischen Petrosani geborene und in Deutschland aufgewachsene Netzer bei der Vorstellung des Films. "Wir zeigen das Milieu der Upper-Middle-Class, weil es solche psychologischen Dramen dort viel häufiger gibt als etwa in der Unterschicht."

Bei den   waren in elf Tagen mehr als 400 Filme zu sehen. Insgesamt wurden wieder rund 300.000 Tickets verkauft. Stars wie Anne Hathaway, Catherine Deneuve, Nicolas Cage, Matt Damon, Jane Fonda und Juliette Binoche standen auf dem roten Teppich vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz. Im Wettbewerbsprogramm der 63. Internationalen Filmfestspiele in Berlin hatten 19 Filme um den Goldenen Bären konkurriert.

Auch die Hollywood-Größen Hugh Jackman und Anne Hathaway statteten der Berlinale einen Besuch ab.
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Diese Stars feiern gerade auf der Berlinale
Foto: Gerard Julien, afp

Silberner Bär für Filmemacher aus Bosnien-Herzegowina

Gleich zwei Preise holte der halbdokumentarische Film "Eine Episode aus dem Leben eines Metallsammlers" ("Epizoda u zivotu beraca zeljeza") von Oscar-Preisträger Danis Tanovic ("No Man's Land") aus Bosnien-Herzegowina. Der Film erhielt den Großen Preis der Jury, eine besonders begehrte Auszeichnung. Tanovics Hauptdarsteller Nazif Mujic nahm außerdem den Silbernen Bären als bester Schauspieler entgegen. Der Roma spielt in dem Film zusammen mit seiner Frau und den Kindern eine reale Episode aus dem harten, ärmlichen Leben der Familie nach.

Iranischen Regisseur Jafar Panahi durfte nicht ausreisen

Den Silbernen Bären für das beste Drehbuch verlieh die Jury dem in seiner Heimat verfolgten iranischen Regisseur Jafar Panahi und seinem Kollegen Kamboziya Partovi. Ihr als Bären-Favorit gehandelter Film "Geschlossener Vorhang" ("Pardé") erzählt, was es bedeutet, als Filmemacher nicht arbeiten zu können.

Dem mit Arbeitsverbot belegten Panahi war die Reise nach Berlin trotz mehrfacher Bitten der Bundesregierung nicht erlaubt worden. Für ihn nahm Partovi die Auszeichnung entgegen. "Das Aufhalten eines Künstlers und eines Denkers war niemals möglich. Bis zum heutigen Tag", sagte Partovi.

Lanzmann mit Ehrenpreis der Berlinale ausgezeichnet

Den Goldenen Ehrenbären der diesjährigen Berlinale hatte bereits  am Donnerstag der   für sein Lebenswerk  entgegen genommen. Die Schauspielerin Isabella Rossellini und der  Filmemacher Rosa von Praunheim wurden mit Berlinale Kameras ausgezeichnet. dpa/afp

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